SPORT MIT FUN? GEHT DAS?

Ist Sport für dich ein notwendiges Mittel, um den Körper optisch wie gesundheitlich in Schuss zu halten oder machst es dir richtig Freude, dich zu bewegen? Oftmals sind es einfach falsche Gedanken, die uns hindern, etwa umzusetzen oder neues zu beginnen. Jeder kann Freude an Bewegung finden, dies ist keine Frage des Alters, Gewichts oder auch (fast) nicht des Gesundheitszustands. Wichtig ist, wie man es angeht und auch die passende Art von Sport und Bewegung für einen selbst findet, die Spaß macht.

Spaß am Sport | Wege zu Fitness, Motivation & Freude an Bewegung ob Tae Bo, Ballett, Schwimmen...

Diesen Artikel habe ich bereits vor einiger Zeit geschrieben, aber nun komplett überarbeitet, mit neuen Gedanken, Erkenntnissen und auch Bildern versehen!

ICH MÜSSTE MAL WIEDER SPORT TREIBEN…

Machst du auch regelmäßig Sport? Oder denkst, du müsstest mal endlich wieder etwas tun, aber gerade…

  • …ist es zu heiß oder auch zu kalt?
  • …bist du im Job so eingespannt?
  • …tut das Knie weh?
  • …kosten dich die Kinder so viel Zeit?
  • …und überhaupt…

DU MUSST NICHT – DU DARFST SPORT TREIBEN

Ich glaube, der Teufel steckt im MUSS. Wenn ich MUSS, will ich meist nicht, da steckt der Trotzkopf in mir. Da ist mit anderen guten Vorsätzen genauso. Soll man abnehmen, weil der Arzt sagt, du musst, oder aus dem gleichen Grund das Rauchen aufhören, wird das selten etwas. Mit dem Rauchen aufzuhören habe ich geschafft, als ich begriffen habe, dass ich nichts aufgebe, sondern etwas gewinne. → Hier findet ihr meinen Blogpost, wie ich es geschafft habe, das Rauchen aufzugeben!

Spaß am Sport | Wege zu Fitness, Motivation & Freude an Bewegung

Sport als Zeit für sich zu begreifen, hilft. Sport ist mein Luxus, meine Zeit für mich. Zeit loszulassen, den Kopf frei zubekommen, einfach etwas nur für mich zu tun, meine Zeit am Tag ganz für mich. Sport nicht als Pflicht, als selbst gestaltete Kür erleben, etwas, worauf man sich freut, weil man es gerne tut, kann der Schlüssel sein, dranzubleiben.

DEN PASSENDEN SPORT FINDEN!

Ganz wichtig ist natürlich, einen Sport zu finden, der einem liegt. Es macht wenig Sinn, etwas anzufangen, nur weil die beste Freundin es macht, weil das neue Studio um die Ecke so schick ist – oder weil man bei diesem oder jenem Training die meisten Kalorien in kürzester Zeit verbrennt.

DEN EIGENEN SPORT-TYP ERKENNEN

Um herauszufinden, welchen Sport für einen tatsächlich der richtig sein könnte, hilft es, sich mit ein paar Fragen heranzutasten:

  • Was für ein Typ bin ich eigentlich, was mache ich ansonsten gerne, wie sieht mein Alltag aus?
  • Fühle ich mich oft geladen, weil der Job, die Kinder… nerven, weil ich zu viel sitzen muss? Möchte ich mich mal richtig auspowern?
  • Oder fühle ich mich ständig gehetzt, verplant, immer am Rumrennen und will mich einfach mal ausklinken?
  • Will ich am Ende einer Trainingseinheit so richtig geschwitzt sein, mich verausgabt haben, ausgepowert sein?
  • Oder möchte ich danach einfach gestärkt und entspannt fühlen?
  • Bin ich lieber für mich oder messe ich mich gerne mit anderen?
  • Brauche ich feste Termine oder trainiere ich am liebsten frei daheim?
  • Möchte ich einem Team trainieren, oder lieber individuell?

 

Ich selbst bin der Auspowertyp. Ich mag es richtig loszulegen, mich zu verausgaben und nach einer Stunde stolz und glücklich zu sein, es mal wieder geschafft zu haben. Viele haben mir zu Yoga und Pilates geraten, weil ich oft nervös bin und mir das lange Sitzen am Rechner schwerfällt. “Bewegungsjunkie” nennt man mich auch. Sogenannte entspannende Sportarten mache mich erst richtig nervös und ungeduldig. Wobei man natürlich Yoga & Co nicht unterschätzen darf, es kann ja richtig anstrengend sein. Aber ich wollte bereits in der ersten Yogastunde davon laufen (in der zweiten bin ich es dann 🙂 .

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Eine Freundin ist das sportliche Gegenteil von mir ist. Sie hasst Schwitzen. Sie möchte weder durch den Wald laufen, während das Wasser an ihr herunterläuft, noch in einer Gruppe tropfender Menschen auf und ab hüpfen. Diese Vorstellung nimmt ihr jede Motivation. Sie hat nun ihren Sport gefunden. Sie geht schwimmen. Und das ist ihre Stunde für sich. Während sie ihre Bahnen zieht, kann sie loslassen. Für mich wäre das nicht. Ich schwimme gern im Meer, aber ich hasse Schwimmbäder.

SPORT IST NICHT GLEICH SPORT

Sport, das ist so viel mehr als nur Joggen oder das Fitnessstudio. Wie wäre es mit Volleyball, Fitnessboxen, Judo, Aikido oder sogar Ballett? Tanzen oder Kickboxen? Du hast schon als Kind davon geträumt, eine kleine Ballerina zu werden? Die wird man mit 40 sicherlich nicht mehr, aber man kann sogar Ü 40 noch mit Balletttraining loslegen – und selbst Ü50 geht das, ich bin der lebende Beweis. Wer gesundheitliche Probleme hat oder noch nie regelmäßig gesportelt hat, sollte seine Pläne natürlich mit einem Arzt besprechen.

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Ich habe viel probiert, Teamsport wie Basketball, Laufen, Rock’n’Roll, Zirkeltraining… wobei wir beim nächsten Punkt wären…

 

MOTIVATION FÜR SPORT

Ausreden gibt es viele, um nicht mit dem Sport loszulegen und der innere Schweinehund freut sich, wenn er dich mal wieder zurück aufs Sofa zieht. Aber es gibt eine Menge Punkte, die helfen motiviert zu werden –und es vor allem auch zu bleiben.

WELCHER MOTIVATIONSTYPUS BIN ICH?

Motivieren mich feste Gruppentermine? Fällt es mir leichter, wenn ich weiß, Dienstags nehme ich mir die Freiheit pünktlich aus dem Büro zu gehen, weil da mein Kurstermin ist? Bin ich ein echter Teamplayer und lasse meine kleine Volleyballmannschaft nicht hängen, nur weil ich mich gerade soooo faul fühle?

Vielen hilft es, sich von anderen mitziehen zu lassen – oder gar selbst Zugpferd in einer Gruppe zu sein. Bei mir verhält es sich anders. Ich bin ein absoluter Eigenmotivationstyp, weshalb ich auch so gerne selbständig arbeite. Mich motiviert es, mir die Freiheit nehmen zu können, meinen Sport für mich alleine zu machen, wie ich will und wann ich will.

Ich mache am liebsten daheim Sport – Tae Bo mit Fitness DVDs, dieser Sport ist alleine nur empfehlenswert, wenn man trainiert ist und Bewegungsabläufe kennt, sonst lieber erst einmal mit einem Kurs starten. Aber es gibt unendlich viele Trainingsangebote auf DVD (z.B. über amazon*) und online z.B. auf YouTube.

Aber nun habe ich noch eine neue Sportart für mich entdeckt. Ich nehme Ballettstunden. Dies ist ein toller Ausgleich zu meinen Punchsportarten, da es sehr viel Konzentration erforder, die Muskeln dehnt und ungeheuer den Gleichgewichtssinn schult. Auch habe ich hierbei neu für mich entdeckt, dass auch eine Gruppe motivierend für mich sein kann.

Spaß am Sport | Wege zu Fitness, Motivation & Freude an Bewegung

ALLER ANFANG IST SCHWER

Mit der Zeit bekommt der Sport eine Eigendynamik. Alleine, weil man sich nach dem Training so toll fühlt, stolz auf die eigene Leistung sein kann und merkt, wie es dem Körper gut tut, schöpft man zunehmen mehr Kraft und hat Lust sich zu bewegen. Doch vielleicht muss man sich erst einmal ein bisschen selbst überlisten. Als ich das Rauchen aufgegeben habe, war es von der theoretischen Erkenntnis und Einsicht mir damit etwas Gutes zu tun bis hin zum wirkliche Gefühl der Befreiung und des sich besser Fühlens natürlich eine ganz schöne Wegstrecke.

SEI GUT ZU DIR & GÖNNE DIR ETWAS

Bein Beenden meines Raucherdaseiens hat es mir geholfen, das tägliche Zigarettengeld in eine Dose zu werfen und mir davon kleine oder größere Wünsche zu erfüllen. Irgendwann dann habe ich das nicht mehr gebraucht. Wie wäre es, sich selbst für eine gewisse Anzahl Sporteinheiten z.B. mit einer Massage zu belohnen? Oder einem Besuch im Spa oder Thermalbad? Mach dir doch selbst ein Bonuskärtchen (auch virtuell als Liste im Handy). Nach 10 Einheiten geht es zur Thai Massage o.ä.. Oder kaufe dir hübsches neues Zubehör, schicke Sportswear, damit du dich beim Sport richtig wohl fühlst. Wie wäre es mit einem Fitnesstracker-Armband, das dir immer deine Erfolge dokumentiert?

KEINE ZEIT?

Die wichtigste aller Ausreden überhaupt: Ich würde ja gerne, aber ich habe keine Zeit. Job, Kinder, Mann, die beste Freundin und ihr Liebeskummer… Ich war die meiste Zeit meines Lebens alleinerziehende Mutter und hatte oft 3 oder 4 Jobs. Natürlich gab es da Tage, an denen einfach gar nichts ging und keine Minute für mich übrig blieb. Hier helfen schon die berühmten kleinen Alltagstricks wie: Treppe nehmen statt Lift, mal zum Bus rennen, um den früheren zu bekommen, anstatt zu schlendern – oder Bus und Auto komplett links liegen lassen und aufs Rad hüpfen und natürlich mit dem Kind toben.

WIE BAUE ICH SPORT IN DEN ALLTAG EIN?

In der Zeit als mein Sohn klein war, bin ich viel Inliner gefahren. Mit der Mutter des Freunds meines Sohns habe ich mich abgewechselt. Eine hatte die Kinder zum Spielen bei sich, die andere durfte 1 oder 2 Stunden los. So eine “Elternabsprache” kann man natürlich ausdehnen. Eine(r) passt auf, die anderen ziehen gemeinsam los, sei es zum Schwimmen, Inlinern, Pilates, was auch immer.

Als ich fest angestellt gearbeitet habe und oft abends nicht aus dem Büro kam, habe ich den Sport vor die Arbeit gelegt. Ich bin morgens eine gute Stunde früher aufgestanden. Ja, das war verdammt früh, aber es war meine Zeit ganz für mich. Herrlich, wenn es in den Häusern drumherum noch dunkel ist, in der Wohnung noch alles still – und ich kann die Zeit für mich nutzen. Im Büro angekommen war ich dann fit und munter und wusste, heute Abend kann ich länger machen oder noch auf ein Bier mit den Kollegen treffen, was auch immer… der Tag gehört mir!

REALISTISCHE FITNESSZIELE STECKEN

8 kg in zwei Wochen, eine Figur wie Gisèle Bündchen bis zur Bikinisaison (in 3 Wochen 😉 ). Mit Sport ist es wie mit Diäten. Gut Ding will Weile haben, Aus einem Couch-Potato wird nicht in drei Wochen ein Marathonläufer. Crashaktionen helfen wenig. Wer sich zu hohe Ziele setzt, ist schnell enttäuscht, frustriert und gibt auf. Es geht auch nicht darum, einem bestimmtem Ideal nachzueifern, sondern aus sich das beste herauszuholen, sich in seiner eigenen Haut wohlzufühlen.

YOUR BODY NEEDS A LEAST 40 DAYS TO CHANGE” – “Dein Körper bracht mindestens 40 Tage für sichtbare Veränderungen”, meint Billy Blanks, der Erfinder von Tae Bo – und er hat recht. Natürlich sieht man schon vorher kleine Erfolge, aber wer dran bleibt, wird nach 40 Tagen eine deutliche Veränderung im Aussehen, Körpergefühl und im eigenen Fitnesslevel spüren.

 

KAMPF DER LANGEWEILE

Mich motiviert es zum Beispiel sehr, wenn ich ein neues Fitness-Programm habe. Zum einem steigert es meine Motivation, wenn ich es am Anfang vielleicht gar nicht durchhalte, ich es dann aber irgendwann tatsächlich komplett durchziehen kann. Toll ist auch YouTube, dort findet ihr kostenfrei alle Arten von Trainingsprogrammen mit unterschiedlichen Anforderungen vom 10 Minuten Bauchweg-Training bis zum zweistündigen Powerbooster. So kann man immer wieder variieren, sich neue Herausforderungen suchen oder ins andere Sportarten hineinschnuppern.

SORGE FÜR ABWECHSLUNG

Abwechseln beugt aufkommender Langeweile und zu gleichförmige Bewegungsabläufe vor. Tae Bo bietet Cardio-Einheiten, allgemeines Muskeltraining, spezielle für bestimmte Körperregionen wie typisches Bauch-Beine-Po-Training oder ABS für den Bauch, wobei alle in dieser Sportart auch immer ein Ausdauertraining sind. Es ist anstrengend, verdammt anstrengend – HERRLICH ANSTRENGEND.

Sorge also dafür, dass dein Training nicht immer genau gleich ist. Wenn du läufst, laufe einfach mal eine andere Strecke. Trainiere doch einmal eine halbe Stunde länger oder auch mal kürzer, wenn die Zeit gerade knapp ist. Bewege dich lieber wenig als gar nicht, selbst 20 Minuten sind mehr Bewegung als gar keine. Variiere im Studio die Geräte und die Abfolge. Probiere einen anderen Kurs. Mache nicht nur eine Sportart, gehe z.B. zusätzlich noch ein bis zweimal/Woche eine Runde laufen oder mache ein kleines Bauchweg-Programm oder strample beim Fernsehen auf dem Heimtrainer, spiele WiiFit o.ä..

GUTE LAUNE DURCH SPORT

Sport vertreibt schlechte Laune. Menschen, die regelmäßig Sport machen, leiden weniger unter depressiven Verstimmungen und echten Depressionen. Bei bestehenden Depressionen hilft Sport ebenfalls, wie eine wissenschaftliche STUDIE (→ Artikel) zeigt. Dass Sport glücklicher macht, hat zum einem biochemische Ursachen. Dank ausgeschütteter Endorphine fühlen wir uns besser. Aber eben auch der dauerhafte Effekt durch einen leistungsstärkeren, gestraffteren,schöneren, ja einfach fitteren Body, ist nicht zu unterschätzen. Sport verändert die Körperhaltung und das gesamte Körpergefühl positiv.

Spaß am Sport | Wege zu Fitness, Motivation & Freude an Bewegung | Sport macht glücklich

Mit hat ein neuer Sport gerade mit aus einer echten Lebenskrise geholfen. Mehr dazu könnt ihr in meinem Artikel GET IT STARTED | REBOOT | NEUSTART WAGEN erfahren!

GESUND & GLÜCKLICH

Sport ist auch super für das Immunsystem. Seit ich nicht mehr rauche und regelmäßig Sport betreibe, haut mich nichts mehr um. Außer meinen nervenden Allergien, erwischt mich fast nichts mehr. Alle im Büro schniefen, ich bekomme nichts. Wenn ich daran denke, das mich früher fast jeden Winter echte Grippen, Bronchitis und schlimme Mandelvereiterungen lahmgelegt haben…

Gerade, wenn man nicht mehr ganz jung ist und die Hormone abbauen, hilft Sport immens dabei Osteoporose, also dem Abbau der Knochensubstanz vorzubeugen. Außerdem wird der Stoffwechsel angeregt und das hilft gegen permanente Gewichtszunahme mit zunehmendem Lebensalter. So kann regelmäßiger Sport auch Frauen helfen, besser durch die Wechseljahre zu kommen und späteren Gesundheitsproblemen vorzubeugen.

 

FIT & SCHÖN MIT GUTEM SPORT EQUIPMENT

Je nach Sportart ist auch eine gute Ausrüstung auch unter gesundheitlichen Aspekten besonders wichtig. Durch geeignetes Schuhwerk sollten die Gelenke optimal geschont werden, durch die richtigen Kleidungsmaterialien Feuchtigkeit aus der Kleidung nach außen transportiert wird und man sich der Wetterlage und Temperatur entsprechend anzieht.

DIE RICHTIGEN SCHUHE

Die Schuhe sollten der Sportart und dem eigenen Körper angepasst sein. Die ersten Sportschuhe auf jeden Fall mit guter Beratung in einem Fachgeschäft kaufen. Wer bei seinem Sport viel springt oder läuft, kann auch eine Laufanalyse machen lassen. Schlechtes Schuhwerk kann zu echten Problemen führen – und hat man erst einmal richtige Knieschmerzen, ist die Motivation schnell hin.

DER RICHTIGE SPORT-BH

Für Frauen ist guter Sport-BH sehr wichtig. Je nach Brustgröße und Sportart sollte die Stützstärke angepasst sein. Lieber etwas mehr Halt als zuwenig. Ein Sport-BH sollte wirklich gut sitzen. Auch hier u.U. &Beratung in Anspruch nehmen.

Und natürlich motiviert es auch, sich ein par hübsche Sportsachen zuzulegen. Wer für das Training die alte, unförmige Jogginghose mit den 3 Löchern aus dem Schrank kramt, weil “mich auf Wald und Wiese” oder “daheim im Wohnzimmer” sowieso niemand sieht, wird sich auch fühlen wie seine olle Gammelpant, die es stark auf das Sofa zieht. Gönne dir eine hübsche Sporthose, ein schönes atmungsaktives Shirt, schicke Sportsocken (reibende Stümpfe demotivieren schnell) und eben gute Schuhe.

SHOP THE LOOK

 

WEG MIT DEN AUSREDEN

Wenn man keine 20 mehr ist, gibt es oft Zipperlein oder ernstzunehmende Gründe, weshalb man die eine oder andere Sportart nicht machen sollte. Da ist es gut, mit einem kompetenten Arzt, vielleicht auch einem Spezialisten wie einem Sportmediziner oder Orthopäden, zu reden. Doch fast immer findet sich eine passende Sportart und manchmal ist auch das scheinbar unmögliche möglich. Also weg mit den Ausreden, her mit den Möglichkeiten 🙂

Ich habe durch eine Skoliose und erbliche Veranlagung schon ein paar Bandscheibenvorfälle – sowohl im Lendenwirbelbereich als auch an der Halswirbelsäule – hinter mir. Beim letzten Vorfall dachte ich, ich würde nie wieder richtig gehen können. Man machte mir wenig Hoffnung, dass das Gefühl in meinem rechten Bein jemals komplett wieder käme.

RÜCKSCHLÄGE HINNEHMEN – ABER NICHT AUFGEBEN

Totale Verzweiflung machte sich breit. Die vielen Schmerzen und der Bewegungsmangel haben mich nervlich zermürbt und richtig depressiv gemacht. In mir breitete sich das Gefühlaus, dass mein Körper zerfällt. Von topfit zur Greisin, die sich ihre Socken nicht mehr anziehen kann, von einer Minute auf die andere. Ich wusste gar nicht, dass die eigenen Füße so weit weg sein können 😉

Nie wieder werde ich Sport machen können, dachte ich, nie wieder mit gestreckten Beinen die Handflächen auf den Boden bekommen (ich kam nicht bis zum Knie). Mit den Handflächen locker aus dem Stand auf den Boden komme ich noch immer nicht,aber mit den Fingerspitzen – und jeden Tag etwas mehr.

WIEDER AUFSTEHEN

Als ich so am Boden war, traf ich auf einen jungen Sportmediziner und eine gute Physiotherapeutin, die mir beide sagten, höre auf deinen Körper. Wenn du das Gefühl hast, dich bewegen zu müssen, tue es einfach. Schonen führt zu Muskelabbau und zur Fehlbelastung. Natürlich alles im Rahmen, aber den gibt der Körper sowieso vor. Ich hätte gar nicht springen, hüpfen oder schnell laufen können. Ich habe gemacht, was ging – und jeden Tag ging ein bisschen mehr, kleine Rückschläge inbegriffen. Man hat mich wieder hinbekommen, ich habe mich wieder hinbekommen– mit Physiotherapie, Sport und ohne OP.

Ich mache wieder fast täglich Tae Bo, Fitness (Kick-)Boxen oder Ballett .Ich hüpfe sogar wieder und kann sprinten wie ein Hase. Einen guten Bürostuhl habe ich mir geleistet, was eine deutliche Entlastung für meinen Rücken gebracht hat. Rückenschmerzen und einen eingeklemmten Nerv habe ich ab und an, aber eine gute Rückenmuskulatur, die meinen Wirbeln und Bandscheiben einiges abnimmt. Viel wichtiger als sich sportlich zu schonen, ist es, nicht zu viel zu heben. Das mache ich leider ganz gern und das bezahle ich dann direkt.

HÖRE AUF DEINEN KÖRPER

Sport ist anstrengend, das muss er auch sein, sonst bringt alles nicht. Ein Trainingseffekt entsteht schließlich nur durch Herausforderung und Steigerung. Manchmal muss man den Schweinhund, der so schrecklich gerne auf dem Sofa schnarcht, einfach überlisten. Am besten geht das durch Regelmäßigkeit. Vier Wochen nichts tun und dann 10 km zu rennen, um sich dann wegen des schlimmen Muskelkaters wieder Wochen nicht zu bewegen, ist sicher eher schädlich als gut.

GEWOHNHEITEN SCHAFFEN

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Mache aus deinem Sport einen regelmäßigen Ritus – und du fragst dich nicht mehr dauernd “Soll ich oder lieber nicht?”. Wenn dein Sport eine Gewohnheit geworden ist, wird ihr dir fehlen, wenn du ihn nicht ausübst. Aber höre dennoch auf deinen Körper.

Ich höre auf meinen Körper. Ein leichter Schnupfen ist für mich kein Sporthindernis, eine fiebrige Erkältung, soweit ich überhaupt mal eine habe, schon. Bei großer Hitze nehme ich das leichtere und kürzere Programm oder ich mache auch nur mal eine halbe Stunde Wii-Joggen und danach ein paar Bauchübungen, während ich Shopping Queen schaue 🙂

Im Urlaub ersetzen Schwimmen im Meer, Strandpaziergänge – oder auch mal Joggen an der Küste – sowie Besichtungsmarathone das übliche Sportprogramm.

Joggen am Strand auf Gran Canaria

Beim Joggen auf Gran Canaria

FÜHL DICH GUT & STRAHLE

Sport kann die eigene Körperwahrnehmung steigern, die Haltung verbessern und auch das Selbstbewusstsein. Wer aufrecht mit einer guten Rückenmuskulatur durch die Welt geht, fühlt sich auch besser, selbstbewusster und strahlt dies auch auf andere Menschen aus. Das Feedback wird entsprechend sein. Gerade ein Kampfsport oder an Kampfsport angelehnte Sportarten wie Fitnessboxen oder Tae Bo können die Selbstsicherheit sehr pushen. Auch die reale Sicherheit wird gestärkt. Denn Frauen, die aufrecht flott gehen und selbstbewusst wirken, werden weniger zum Opfer als unsichere gebeugte..

Wer sich alleine fühlt, kann über den Sport neue Menschen kennen lernen. Gerade wenn man z.B. alleine in eine neue Stadt zieht, kann eine Sportgruppe oder ein Studio eine der ersten Möglichkeiten sein Gleichgesinnte zu treffen. Und dann geht man schnell nach dem Sport auch schon etwas zusammen trinken.

 

STARTE DURCH | WERDE FIT

Macht du bereits Sport oder hast du Lust bekommen, dich mehr zu bewegen? Ich möchte noch einmal kurz zusammenfassen, was wichtig ist, damit der Sport einem auch gut tut und man mit Lust und Laune bei der Sache ist.

  • Finde heraus, welcher Sport-Typ du bist und was dir Spaß macht.
  • Suche dir die dafür passende Sportart, probiere ruhig einiges aus.
  • Frage deinen Arzt, wenn du gesundheitliche Probleme hast oder dich schon lange nicht mehr sportlich betätigt hast.
  • Lege dir hübsches und gutes Fitness-Equipment zu!
  • Setze dir realistische Ziele, lieber viele kleine Etappen, step by step, so kommst du zum Ziel.
  • Überwinde den inneren Schweinehund!
  • Motiviere dich durch kleine Belohnungen.
  • Höre auf deinen Körper!

 

Selbst meine Mom hat nach ihrer Krebserkrankung und trotz Herzerkrankung, vielen Jahren Sportpause und mit über 70 wieder angefangen, regelmäßig etwas zu tun. Sie geht nun seit über einem Jahr 3x in der Woche ins Kiesertraining und fühlt sich seitdem körperlich viel besser– wie auch seelisch ausgeglichener.

Es geht nicht darum, dass jeder ein Fitnessfreak sein oder einen “perfekten” Körper haben muss. Ich glaube sowieso an individuelle Schönheit. Es in der Hauptsache um Gesundheit und ein besseres Lebens- & Körpergefühl. Durch sportliche Aktivität verändert sich unsere Beziehung zu unserem Körper und er gehört zu uns wie unser Geist. Sich fitter, selbstbewusster fühlen, um aufrecht durch das Leben gehen, sollte das Ziel sind.

Wie geht es euch? Heute schon gesportet? Welche Sportarten betreibt ihr?

Ich gehe dann mal eine Runde trainieren und freue mich auf eure Kommentare!

 

 

Euer stylepeacock

Chris

 

 

 

– *beinhaltet Affiliatelinks –

 

 

10 comments

  1. Du hast so einen klasse Körper – nicht zu dünn und einfach super trainiert 🙂 Ich werde jetzt mit den wärmeren Temperaturen hoffentlich auch wieder in die Gänge kommen und meine Motivation finden, denn ich liebe Sport im Freien 😀

    Liebe Grüße, Eva
    http://www.thesophisticatedsisters.com

    1. Liebe Eva Maria,

      danke dir 😀 Sport im Freien kann ich leider nicht viel machen, weil ich so starken Heuschnupfen habe 🙁 Joggen etc. geht für mich fast nur am Meer.

      LG
      Chris

      LG
      Chris

  2. Liebe Chris,
    so ein wichtiges Thema. Und wie viele kennen das, den Wunsch zu haben, ein bewegtes Leben zu führen, aber nach guten Ansätzen immer wieder zu scheitern. Einer Deiner wichtigsten Sätze in dem Artikel ist wohl, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und das muss man sich zu nutze machen. Mich hat nie ein Sport so begeistert, dass ich ihm auf Dauer treu geblieben bin. Dabei habe ich vieles ausprobiert und war auch anfänglich immer hoch motiviert. Dann habe ich mir überlegt, was ich wirklich gerne mache. Naja und das Ergebnis ist echt unspektakulär. Ich gehe wegen der Eindrücke, die man unterwegs immer sammelt, viel lieber zu Fuß als dass ich mit dem Auto fahre. Dann habe ich angefangen, alles -wirklich alles- zu Fuß zu erledigen und das Auto stehen zu lassen. Aber reines Spazieren gehen, gibt mir gar nichts. Ich muss ein Ziel haben, etwas erledigen und dann wieder nach Hause gehen. Wie die Hunde, die immer nur mit einem Stöckchen in der Schnute Gassi gehen, weil sie eine Aufgabe brauchen. An den Tagen, an denen ich nicht draußen unterwegs war, gehe ich abends eine halbe Stunde auf das Trimmrad. Mehr schaffe ich konditionell nicht, aber das ziehe ich ohne Ausnahme durch. Ansonsten habe ich mein Leben auf ganz einfachen Regeln aufgebaut, denn alles Komplizierte läßt mich auf Dauer scheitern. Meine Regeln sind 3 Mahlzeiten am Tag, keine Zwischenmahlzeiten und Abends keine Kohlenhydrate. Was mich wirklich reizt, ist das Trimmrad durch eine Vibrationsplatte auszutauschen. Die Dinger faszinieren mich. Aber ich weiß nicht, ob sich das mit einer überstandenen Netzhautablösung verträgt, oder ob diese Vibrationen schaden. Da müsste ich mich mal schlau machen.

    1. Liebe Libby, viel zu Fuß zu gehen ist durchaus nicht zu unterschätzen. Es geht ja nicht darum, dass jeder ein mega-Sportler sein muss, nur bewegen wir uns alle im Alltag in der Regel eben viel zu wenig. Und das rächt sich dann, wenn man älter wird. Stramm laufen ist ein guter Weg. ich laufe auch viel, da ich gar kein Auto habe und ehe ich an der Bushaltestelle bin, bin ich auch schon fast in der Innenstadt, ich wohne ja ein paar Minuten hinter dem Hauptbahnhof. Aber reines Spazierengehen finde ich auch super langweilig. Das habe ich schon als Kind gehasst und musste immer mit zu den Sontagsspaziergängen.

      LG
      Chris

  3. Ich mach dich fit in 10 Wochen, in 8 Wochen zur Bikinifigur … wenn man das alles liest, hat man das Gefühl ein totaler Versager zu sein. Man kauft sich eine CD, kann 90% der Übungen nicht ausführen und ist nur noch sauer.
    Es war schön, deinen Beitrag zu lesen – ich mache eine ähnliche Geschichte durch und kann es mit beiden Händen unterschreiben – es ist wichtig, auf eigenen Körper zu hören (der sagt aber meistens am Anfang nur: Muskelkater und ich kann nicht mehr), dann kann es helfen, mit ganz einfachen Übungen beim Zähneputzen oder sogar im Bett zu beginnen – aber dafür JEDEN TAG. So lernt man Selbstdisziplin, irgendwann bekommt man Lust auf mehr und etwas Neues. So habe ich angefangen. (nach einer OP) – jetzt bin ich im Vergleich zum Jahresanfang echt fit – aber noch lange nicht dort, wo ich hin will. Ich bleibe dran und das wünsche ich allen, die es auch wollen bzw. müssen.
    Ein schöner Beitrag.

    1. Liebe Sylvia, genau, erstmal ein bisschen ist in der Tat besser als im Geiste das große Programm, das man doch nie macht. Wenn ich echt daran denke, dass ich so etwas von wieder auf null war, dass ich mit den Fingerspitzen nicht mehr bis auf Kniehöhe kam und auch immer gedacht habe, was soll das bisschen Krankengymnastik erreichen? Ich bin so froh, dass wieder ziemlich alles geht, aber ja, manchmal muss man Geduld haben und immer dran bleiben ist wirklich das wichtigste. Mit dem Erfolg kommt der Spaß.

      LG
      Chris

  4. Wow! Du hast eine tolle Figur! Ich finde es unglaublich, dass man die Energie aufbringen kann trotz
    Job und Kind und alleinerziehend am Ball zu bleiben.
    Mir ist das nicht gelungen.
    Ich bin nach 2 Jahren Elternzeit wieder in den Job zurück und es dauerte ein paar Jahre
    bis ich Sport wieder fest in den Alltag integrieren konnte. Ich war abends platt und mein Liebster ist
    beruflich immer mal ein paar Tage die Woche unterwegs, wie soll man da zum Sport? Kind alleine lassen ging nicht.

    Heute jogge ich 3 mal pro Woche und fahre so oft es geht mit dem Rad. Meine Tochter ist 8 Jahre alt, jetzt kann ich meine 3 Trainingseinheiten die Woche einhalten. Sie macht Hausaufgaben und ich laufe los.
    Immer montags, mittwochs und freitags…
    Sonntags kommt sogar die ganze family mit! Kind mit dem Rad und mein Liebster mal mit Rad und mal zieht auch er die Laufschuhe an. So komm ich schon fast auf 4 Trainingseinheiten die Woche. Viele liebe Grüße Patty

    1. Liebe Patty, das klingt doch nach echtem Sportsgeist 🙂 ich würde auch gerne mehr draußen laufen, aber da ich fast das ganze Jahr Heuschnupfen habe, geht das nicht 🙁 Ich bin leider auf echt alles allergisch, was blüht – außer Kräuterpollen, ist echt ein Witz. Also “bleibe ich auf dem Teppich” 😉

      LG
      Chris

  5. Wow Chris, du bist ja top in Form. Ich gehöre zu denen die ohne Sport schlank sind glücklicherweise und bin eine echte couchpotatoe… Ich geh gern schwimmen und spazieren, im Winter auch Eislaufen zB. Das hält fit. Ne Weile bin ich mal zum Aerobic gegangen. Kennst du power plate? Das hab ich ne Zeit lang regelmäßig gemacht und das war ne super Sache. Sehr effektiv in kurzer Zeit und leider auch sehr kostspielig. Liebe Grüße

    1. Liebe Steffi, danke dir, ich brauch den Sport einfach, sonst laufe ich im Kreis, sitzt ja sonst meist am Rechner.Und mein Rücken braucht die Muskeln dringend. Ohne Sprot wäre ich auch nicht dicker, nur schlaksiger, dank meines Turboantriebs.

      LG
      Chris

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