Bloom & Wild

Augen auf bei Social Media Kooperationen! Falle als Influencer oder Blogger nicht auf Tricks herein, bei denen du am Ende draufzahlst. Möglicherweise verlierst du sogar deine Follower. Einen Blumentopf gewinnst du mit unseriösen Kooperationen tatsächlich nicht. Du hast einen Instagram-Account oder vielleicht sogar einen eigenen Blog? Hier zeige ich dir, wie du Tricks und Fallen erkennst und umgehst!

Kooperationsfallen bei Social Media vermeiden

FEHLER BEI SOCIAL MEDIA KOOPERATIONEN VERMEIDEN

Ist ein Influencer oder Blogger noch neu im Geschäft, schmeicheln Kooperationsangebote doch sehr. Ein Unternehmen möchte über dich und mit dir werben? Bei aller Freude lohnt es sich zweimal hinzusehen, ob das Angebot lohnenswert ist. 

Unseriöse Angebote für Social Media Kooperationen zielen nur auf eines ab: Sie möchten dein Geld und auch das deiner Follower, ohne eine entsprechende Gegenleistung zu bringen. 

Tappe nicht in Colaboration-Fallen

EITELKEIT MACHT BLIND

Der grundlegende Trick bei diesen unseriösen Social Media Kooperationen ist ganz einfach. Du fühlst dich geschmeichelt, weil jemand dir sagt, wie toll dein Content ist. Tut es nicht gut, dass ein Unternehmen dich als Kooperationspartner möchte? Nein, so ist es nicht in jedem Fall.

Der Schmeichel-Trick funktioniert häufig sehr gut. Er ist so alt wie die Menschheit selbst. Umgarne eine Person und sie erweist sich als dankbar.

AUGEN AUF BEI SCHMEICHELEIEN

Das System ist das gleiche wie bei unseriösen Modelagenturen. Skrupellose Talentscouts erzählen jungen Mädchen, dass ihnen eine große Karriere als Model bevorsteht. Dies funktioniert gerade bei den Menschen, die eben nicht wunderschön, riesengroß und superschlank sind. Wer solche Komplimente nicht oft hört, ist besonders empfänglich dafür.

Social Media Kooperationen | Tappe nicht in Colaboration-Fallen

Social Media Kooperationen | Tappe nicht in Colaboration-Fallen

ZAHLE NICHT FÜR SOCIAL MEDIA KOOPERATIONEN

Der Trick ist immer der gleiche. Eine große Modelkarriere steht bevor. Ein paar teure Laufstegkurse und schon kommt der Ruhm? Die Firma interessiert nicht, ob du Model wirst. Sie möchten nur eines: dein Geld. Dieser Trick funktioniert auch bei talentlosen Sängern und unbegabten Schauspiel-Willigen, die auf eine TV- oder Kino-Karriere hoffen.

TRAUMJOB INFLUENCER?

Früher wollten Kinder ohne Perspektive Model oder Popstar werden. Der neue Traumberuf heißt Influencer. Als Anfänger oder Nano-Influencer* mit geringer Reichweite fühlst du dich durch Anfragen nach Social Media Kooperationen geschmeichelt. Du bist offenbar ein richtiges Mitglied der Influencer- und Blogger-Szene, wenn ein Unternehmen dir sogar eine Zusammenarbeit anbietet. Da bist du gerne bereit, etwas für erfolgreiche Social Media Kooperationen zu leisten.

Diese Tricks sind gerade auf Instagram sehr beliebt und auch Blogger erhalten solche Angebote per E-Mail. Falle nicht auf diese Tricks herein, denn sie kosten dich Geld und verärgern deine Follower.

VORLEISTUNG BEI SOCIAL MEDIA KOOPERATIONEN

Augen auf, wenn die Firma Vorleistungen bei Social Media Kooperationen erwartet! Kaufe nie ein Produkt auf Verlangen der Firma, um es zu bewerben. Hier geht es nur darum, dass du dem Unternehmen Geld gibst und sonst gar nichts. Eine seriöse Firma stellt die Produkte, über die du berichtest und es honoriert deine Arbeit. Hier findest du >> mehr Beiträge mit weiteren wichtigsten Tipps zu Collaborations.

Falle nicht auf schlechte Kooperationsangebote rein!

DATENKLAU STATT HONORAR BEI SOCIAL MEDIA KOOPERATIONEN

Es ist recht einleuchtend, kein Geld zu investieren, um für ein Unternehmen Werbung zu machen. Lohnt sich eine Kooperation gegen Ware? Oft handelt es sich um Ware wie Billigtextilien aus Asien, minderwertige Armbanduhren, Fitness-Zubehör oder schlechten Modeschmuck. Hier stellen sich gleich mehrere Fragen:

  • Möchte ich solche Produkte wirklich bewerben?
  • Warum bekomme nicht einfach ein Paket mit Produkten zugesandt, sondern soll in diesem Shop Ware zusammenstellen?
  • Gibt es versteckte Kosten wie für den Versand, wenn mir Ware angeboten wird?
  • Um mögliche (überhöhte) Versandkosten zu zahlen, fragen die Unternehmen dich oftmals nach deinen Kreditkartendaten. Ziel ist es nicht mit dir echte Social Media Kooperationen einzugehen, sondern dein Konto zu plündern. Gib angeblichen Kooperationspartner niemals deine Kreditkartendaten!
  • Sind genaue und faire Vereinbarungen über den Inhalt und Umfang meines Beitrags getroffen?
  • Setze keine Werbe- und bezahlte DoFollow-Links. Honorierte DoFollow-Links schaden dir und deinem Ranking bei Google sehr! Erfahre mehr über richtige Linksetzung und erhalte weitere wertvolle Kooperationstipps >> in diesem Beitrag!
  • Erhalte ich ein (angemessenes) Honorar? Kooperationen sind Werbung für das Unternehmen und das gehört bezahlt. Wie hoch eine Bezahlung ist, hängt von der Art der Kooperation und der eigenen Reichweite ab. Falle nicht auf die Start-Up-Falle herein.

Tappe nicht in Colaboration-Fallen

RABATTCODES & GUTSCHEINE

Es ist verlockend: Das Unternehmen verspricht dir ganz viel neue Follower. Rabattcodes und Gutscheine um Fans zu gewinnen? Funktioniert das? Sei vorsichtig, denn in der Regel erhältst du für diese Leistung keine Bezahlung. Meist bekommst du nicht einmal einen Gegenwert in Form von Ware. Möglicherweise empfiehlst du minderwertige Produkte und deine Follower kehren dir den Rücken. Statt mehr Fans hast du am Ende keine mehr und einen schlechten Ruf. Ein Trick ist derzeit bei unseriösen Firmen besonders beliebt:

FALSCHE TESTWARE BEI SOCIAL MEDIA KOOPERATIONEN

Ein besonders perfider und derzeit sehr beliebter Trick ist es, dir ein hochwertiges Produkt zu schicken. Du bist überzeugt, rührst die Werbetrommel und vergibst einen Rabattcode. Deine Follower bestellen begeistert, denn sie vertrauen dir und deiner Empfehlung. Anschließend liefert dein Kooperationspartner jedoch minderwertige Ware an die Besteller.

Dies passiert selbst bekannten Social Media Stars. RTL online  berichtet darüber, wie eine bekannte Influencerin auf einen solchen Deal hereingefallen ist. Ihre Fans bestellten die von ihr getesteten und empfohlenen Kopfhörer massenhaft. Doch sie erhielten nicht die gleiche Ware wie das Testprodukt, sondern billige und defekte Teile. Dies verursacht einen hohen Vertrauensverlust und einen kaum behebbaren Imageschaden.

AFFILIATE-EINNAHMEN STATT HONORAR?

Statt einem Honorar bekommt der Content-Creator, ob Influencer oder Blogger, eine Gewinnbeteiligung am Verkauf versprochen. Wer nur gegen Beteiligung, also Affiliate-Einnahmen, wirbt, tritt mit seiner Arbeit in Vorleistung. Wer garantiert, dass die Aktion nennenswerte Einnahmen bringt?

Social Media Kooperationen | Tappe nicht in Colaboration-Fallen

VERTRAUEN BEI SOCIAL MEDIA KOOPERATIONEN

Große seriöse Affiliate-Plattformen wie AWIN, REWARDSTYLE oder TRACDELIGHT bieten eine gewisse Sicherheit was die Abrechnung betrifft. Aber selbst hier musst du dich darauf verlassen, dass die Abrechnung korrekt ist. Wie willst du überprüfen, ob  dein Partner dir alle Verkäufe korrekt abrechnet? 

Rein gegen Provision arbeiten bedeutet immer in Vorleistung gehen und möglicherweise gar kein Honorar zu erhalten. Wer noch wenig Reichweite hat, wird auch kaum nennenswerte Umsätze machen. Affiliate-Marketing lohnt sich also nur im großen Stil. Wer Hunderttausende von aktiven und treuen Followern hat, macht über eine Produktempfehlung öfter schnell gutes Geld. Mit wenig Reichweite gelingt das nicht.

KOSTENLOSE WARE GEGEN BEWERTUNGEN?

Es klingt zu schön, um wahr zu sein. Du bestellst, was immer du brauchst oder möchtest, schreibst eine kleine Bewertung und bekommst für alles dein Geld wieder? In diesem Fall gehst du nicht nur in Vorleistung, du gibst sogar noch Geld aus. Wer garantiert, dass du den Betrag erstattet bekommst? Falls ja, dann sicherlich nur, wenn du das Produkt in deiner Bewertung kritiklos lobst. Dies ist nicht nur unseriös, sondern es ist schlichtweg Betrug. Amazon-Verkäufer suchen auf diesem Weg auf Instagram willige Leute für falsche Produktrezensionen. Sie schreiben gerne Nano-Influencer mit wenig Reichweite an, weil diese oft noch scharf auf kostenlose Produkte sind. Ich rate davon ab. Es ist moralisch verwerflich und dazu verlierst du so irgendwann deine Glaubwürdigkeit.

Passe auf bei Collaborations!

FREMDCONTENT BEI KOOPERATIONEN PLATZIEREN

Bekommst du auch diese Mails und Anfragen? Oft sind sie in schlechtem Englisch geschrieben, aber auch deutsche Angebote sind dabei. Die Agentur bietet dir den angeblich perfekten Text, bereits fix und fertig geschrieben. Einfach einfügen und Geld erhalten? Ich platziere bei Social Media Kooperationen niemals fremden und vorgeschriebenen Content. Hier geht es den Firmen nur um eines: Sie benutzen deine aufgebaute Reichweite und Zielgruppe, um fragwürdige DoFollow Links zu platzieren. Dies ist für sie sogar billiger als jede bezahlte Google-Werbung. Mein Blog und meine Social Media Accounts sind keine Plattform für Fremdcontent. Auch bei Kooperationen gestalte ich die Inhalte selbst.

Hier habe ich zusammengefasst, auf welche Weise du schlechte und fragwürdige Angebote erkennst:

SCHÜTZE DICH: ERKENNE FAKE & BETRUG

Grundsätzlich gibt es einige Anzeichen, an denen du unseriöse Angebot gleich erkennst. 

  • Angebot in (schlechtem) Englisch: Als Anfänger und Nano- und Micro-Influencer mit wenig Reichweite hast du sicher keine große internationale Followerschar. Welchen Grund hat ein ausländisches Unternehmen mit dir, dem Einsteiger ohne internationale Reichweite, zu kooperieren? Schlechtes Englisch in der Anfrage spricht für Abzocken aus dem Ausland, denn seriöse Firmen schreiben anders.
  • Anonyme Ansprache: Anonyme Anrede? Ein Unternehmen, das ernsthaft mit dir arbeiten möchte, kennt deinen Namen. Alles andere ist Massenspam.
  • Seltsame Absender & Accounts: Schaue dir E-Mail-Adressen und Instagram-Accounts, von denen du Angebote für Social Media Kooperationen erhältst genau an. Gibt es eine seriöse Firmenwebsite und einen Handelsregistereintrag? Wie viele Follower hat der Instagram-Account und wem folgt das Unternehmen? Handelt es sich um echte Follower oder Fake-Accounts?
  • Leere Versprechungen und Schmeicheleien: Diese dienen nur dazu dich einzulullen und unkritisch zu machen. 
  • Der Ambassador-Trick: Du bist vom Unternehmen als Markenbotschafter erwählt? Zu schön, um wahr zu sein. 
  • Unpassende Nischen: Ständig bekomme ich auf Instagram nervige Angebote. Die Firmen wünschen, dass ich Goldkettchen, Plastikhandtaschen und Billigkosmetik promote. Angeblich sind diese Waren so geeignet für meinen Content. Passt dies wirklich zu einem Interior-Blog mit dem Schwerpunkt auf Vintage und Nachhaltigkeit?

Wenn ihr solche Anfragen erhaltet, löscht diese am besten und blockiert den Absender.

In meiner Kategorie >> ABOUT BLOGGING findet ihr noch mehr wertvolle Tipps rund um Social Media und das Bloggen!

Ich hoffe meine Zusammenstellung hilft euch zu beurteilen, was eine seriöse Social-Media-Kooperation ist. Denn immer mehr Anfragen zielen nur darauf ab gerade unerfahrene Nano-Influencer abzuzocken.

Kennt ihr diese Tricks bereits, erhaltet ihr unseriöse Anfragen oder habt ihr sogar selbst schon negative Erfahrungen gemacht?

 

EUER STYLEPEACOCK

CHRIS

 

 

*Nano-Influencer: Influencer mit einer Follower-Zahl von 50 bis 10.000.



 

PS: Mehr spannende Tipps rund um Social Media und wertvolle Bloggertipps findet ihr auf meinem Pinterest Board BLOG & BLOGGEN

 

 

 

 

 

youplant Pfalnzen online

6 comments

  1. Liebe Chris,
    ein sehr interessanter Artikel von Dir. Danke dafür. Zurzeit mehren sich diese seltsamen Koops auch bei mir, aber ich klicke sie gleich weg. Gerade auf Insta ist es wie eine Pest. Ich arbeite eigentlich nur mit mir bekannten Agenturen zusammen und die schreiben mich auch ganz korrekt per Mail an. Da weiß ich dann auch, dass es insgesamt klappt.
    Liebe Grüße
    Mo
    http://www.just-take-a-look.berlin

    1. Liebe Mo, ja, das hast du recht. Es lohnt sich nicht mit solchen ominösen Firmen zu arbeiten. Ich hoffe, dass das immer mehr erkennen udn solche Angebote ablehnen.

      LG
      Chris

  2. Leider, finden sich immer Leute die da mitmachen und somit unterstützen sie die Firmen, die nie für Werbung bezahlen müssen. Ich habe schon viele lächerliche Nachrichten bekommen. Mich hat eine (ziemlich gut bekannte Marke) Ende des Jahres angeschrieben, ob ich ein Gewinnspiel bei Instagram organisieren würde. Ich bekomme 2 Artikel. Eins für mich und das andere für meine Gewinnerin. Abgesehen davon, dass eine bekannte Firma das Posting nicht bezahlen wollte, sollte ich noch die Versandkosten für die verloste Ware tragen. Vor diese Dreistheit habe ich auch in meinen Storys gewarnt. Leider zieht die Masche trotzdem und ich sehe bei gefühlten jeden 5 kleineren Account die gleichen Bilder. Aber ich finde gut, dass man darüber spricht! Liebe Grüße!

    1. Mir hat man heute als “Bonus” geboten, dass der Rabattcode 7 statt 4 Tage für meine Follower gültig ist, das sollte der Ersatz sein, weil man das geforderte Honorar nicht zahlen wollte. Ich überweise dann 3 Tage Rabattcode ans Finanzamt statt Steuern oder alternativ bezahle ich bei Lidl damit. Dazu schickte man mir einen Knebelvertrag, bei dem ich nur gegen Ware einen aufwändigen Blogpost und Social Media machen sollte und unterschreiben sollte, dass ich, falls alles nicht “für immer” online bleibt, ich finanziellen Wert- und Schadenersatz zu leisten hätte. Also ich soll umsonst arbeiten und falls es Instagram einfällt, mir den Account dicht zu machen, soll ich auch noch Regress zahlen. Wunderliche Geschäftsmethoden! Ja, wenn es niemand mehr machen würde, müssten die Bedingungen geändert werden. Das mit den Versandkosten wird übrigens auch oft genutzt, um deine Kreditkartendaten abzufangen. Schlimm!

      LG
      Chris

  3. Danke für deine Zusammenfassung der Fallstricke bei Kooperationen. Ich denke, sie sind gerade für Blog-Anfänger sehr verlockend und gefährlich.
    Ich erhalte im Moment auch sehr viele diesbezügliche Anfragen – trotz Corona! Wundert mich irgendwie …
    Inzwischen handhabe ich es so, dass wenn ich den Absender oder die Agentur nicht kenne oder beides nicht ersichtlich ist oder mir das ganze sowieso seltsam vorkommt, erstmal nicht antworte. Die, die es Ernst meinen, fragen irgendwann zurück, ob man denn die Mail nicht erhalten hätte.
    Und da ich auf meinem Blog sowieso Affiliate schalte, bin ich ehrlich gesagt gar nicht mehr so scharf auf Kooperationen, besonders wenn sie eine Dofollow-Verlinkung ohne Kennzeichnung wünschen.
    LG
    Sabiene

    1. Liebe Sabiene, ja, das kenne ich auch. Total unseriöse Anfragen und dann noch vorwurfsvolle Nachfragen, furchtbar! Meine letzte Anfrage war für einen Fremdtext über industrielle Schwermaschinen, weil das doch perfekt für mich wäre. Und dann auch die Nachfrage, warum ich nicht antworte. Zum Schreien! ich hoffe, dass einige ein bisschen gewarnt werden.

      Liebe Grüße und einen schönen Tag!

      Chris

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