DER NÄCHSTE WINTER KOMMT BESTIMMT

Die meisten wagen es noch nicht einmal an Frühling zu denken, da bekommen wir auf den derzeitig laufenden Fashion Weeks, ob New York, London, Mailand, Paris oder Berlin bereits gezeigt, welche Trends uns im nächsten Winter begleiten werden. Auch, wenn wir noch nicht einmal an neuen Sommersachen denken, finde ich es doch immer wieder spannend, wohin die Reise geht.

Zudem bietet der Sale gerade wirklich so viel und mit dabei ist natürlich auch vieles, was auch im nächsten Winter toll mit aktuellen Sachen kombiniert werden kann und absolut Trend ist. Auch wenn man mit zunehmendem Alter immer mehr einen eigenen Stil findet, sind Trends dennoch etwas wirklich spannendes, finde ich.

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Mode ist für mich Ausdruck, Kreativität und Spiel. Ich kann in dem riesigen Cocoonmantel verschwinden, an meinen “Cosy Days” auch in Jogginghosen einkaufen gehen oder mich figurenbetont in Schale werden, wenn mir danach ist – und dabei immer ich selbst bleiben. Und dennoch sind wir nicht unbeeinflusst von Trends, da gefallen einem mit einem Mal doch Farben, die man nie beachtet hat – oder entdeckt etwas für sich, was im Schrank noch nie eine Rolle gespielt hatte.

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Fashion Weeks sind für mich Ausstellungen, ich schaue, sammle Eindrücke, erkenne Dinge und erlebe Neues. Am Ende habe ich einen Kopf voll bunter Bilder und Lust auf neue Styles, auch aus meinen alten Sachen.

Auch in diesen Winter schaue ich nur aus der Ferne, was dank Online-Medien den Informationsfluss kaum bremst, von vielen Shows sieht man so sogar mehr. Dennoch möchte ich vielleicht im Sommer doch einmal live dabei sein. Denn natürlich ist es auch eine Kontaktbörse und die Stimmung kann der Bildschirm auch nicht wirklich übertragen. Vielleicht stürze ich mich zum Frühjahr oder Sommer in das bunter Treiben, den Mix aus Fachmesse, Party und Show.

Bis dahin zeige ich erst einmal, was mir in diesen Tagen an Trends ins Auge gesprungen ist:


LAYERING | SCHICHT UM SCHICHT

Kurz über lang, Röcke über Hosen, überlange Hemden unter kurzen Pullovern, darüber Ponchos und riesige Mäntel, Längen werden spielerisch gemixt. Eine tolle Sache, denn so kann jeder seine Schokoladenseite hervorheben und Problemzonen wunderbar verstecken. Warm ist es dazu auch noch (wenn man nicht gerade Badeschlappen dazu trägt, wie auf der Fashion Week überall gesichtet 😉 )

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SPICY | GEWÜRZFARBEN

Curry, Chili, Paprika und Senf. Farben wie aus dem Gewürzregal sind groß im Kommen, vor allem Curry & Kurkuma. Wem die Töne zum Teint nicht stehen, kann z.B. auch super eine currygelbe Hose mit einem schlichten Oberteil kombinieren. Ob monocrom, duales Colorblocking oder wild gemixt, alles ist möglich.

 


THINK BIG | OVERSIZED MÄNTEL

Große Mäntel bleiben und das ist wunderbar. Denn unter einen Oversized Mantel kann man viel darunter packen, sollte es richtig kalt werden. Und er verzeiht auch ein paar Winterpfunde. Ob Zweireiher mit klassischer Anmutung, Eggshape oder A-Linie, alle Arten sind vorhanden.

Auch die langen Oversize-Mäntel im Kimonostyle mit Bindegürtel bleiben ein großes Thema.

 


ALLES FLIESST | COSY PANTS

Fließende Hosen, ob abendlich aus Samt und Seide oder weichen Trikot- & Sweatshirtstoffen erinnern sie an die Sport- oder Jazzpants der 90er. Etwas schmaler als Palazzohosen, aber sehr lässig und weich fallend. Neu ist, dass man sie nun mit flachen Schuhen kombiniert. Ich bin ja so ein Skinnyhosenfan und muss mit dem Look noch warm werden.

 


SUPER SKINNY | LEATHER LEGGINGS

Die Gegenbewegung zur weichen, fließenden Pant ist die superenge Leggings, die im kommenden Winter vor allem aus Leder ist. Kombiniert wird sie mit weiten Mänteln, Überwürfen und Ponchos. Das ist natürlich wieder ganz meines – wenn nur eine anständige Lederleggings nicht so schrecklich teuer wäre. Ich besitze seit Jahren eine wunderschöne, aber sie mir etwas groß und wirft Falten. Ich erwäge sie ändern zu lassen, für den Schrank ist sie einfach zu schade.

Natürlich gibt es den Style auch aus veganen Materialien.

 


MITTELMASS | MIDIRÖCKE GANZ GROSS

Die knieumspielende Rocklänge ist ebenfalls großes Thema. Eigentlich ein sehr praktischer Look, mit dem man auch im Job stets ordentlich angezogen ist. Aber irgendwie haben die mittellangen Röcke immer etwas braves an sich, sobald sie nicht von einem 18jährigen klapperdürren Modell mit verrücktem Styling getragen werden. Man sieht sowohl enge als auch weit schwingende Teller- & Glockenröcke in Knielänge.

Schnell wirkt der Lok mit knielangem Rock bieder. Ich glaube, ich bin hier 80s traumatisiert und verbinde damit modische Entgleisungen wie Rüschenblusen mit Schulterpolstern zu Gauchostiefeln.

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BLACK MEETS CAMEL | SLEEK STYLE

Ein wirklich großes Thema ist die Kombination aus Schwarz und kamelbeigen Tönen. Ein toller Look, mit dem man überall gut angezogen ist. Schlichte Schnitte und die stringente Kombination von nur zwei Tönen schafft einen cleanen, edlen Look mit Understatement und wirkt weniger extrem als reines Schwarz.

 


BACK TO THE ROOTS | ETHNO STYLE

Ethnoelemente fehlen in keiner Saison. Ich mag gerne kleine Anspielungen wie eine Mütze mit Muster, eine Fransentasche oder Ethnoschmuck. Der komplette Look erinnert mich an Indianerkostüme zu Fastnacht. Lieber Akzente setzen, als auszusehen als käme man gerade vom Treffen der Gruppe “Mach dich stark für Andenbewohner”. Da wird schnell die Luft dünn 😉

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BALL FLACH HALTEN | FLATS STATT HIGH HEELS

Alle, die Probleme mit hohen Schuhen haben, werden aufatmen. Flats, wohin man sieht. Flache Schuhe in extrem rustikalen Varianten, von der Badeschlappe über den Birkenstock bis hin zu Loafern und Schnürschuhen im Herrenstil mit dicker Sohle. Selbst zu zarten Stoffen, Kleidern und Röcken wird das rustikale Schuhwerk nun kombiniert.

Grundsätzlich mag ich ja punkige Chunkyshoes. Nur diese Schnürtreter mit dicker Sohle sehen an meinen dünnen Knöcheln häufig aus, als würde ein Kind Papas Schuhe probieren. Ich muss mich da mal durchprobieren.

 


THINK BIG | GROSSE ROBEN

Große Roben sieht man viele auf der Fashion Week in Berlin. Opulente Kleider mit bodenlangen ausladenden Röcken aus meterlangen Stoffbahnen, oft aus glänzendem Taft schweben über den Catwalk. Nach vielen Jahren elfenhafter zarter Abendkleider mit dünnen oder ohne Träger kommen nun sogar zahlreiche langärmlige Versionen aus kräftigeren Materialien wie Seidentaft und Brokat. Vielfach sind es Zweiteiler, also lange, üppige Röcke, fast wie aus längst vergangenen Zeiten, und dazu opulente Blusen.

Wer einen Hang zum großen Auftritt hat, wird diesen Look lieben. Ich bin da eher pragmatisch. Wann soll man das tragen? Für einen Ball zu üppig und zu warm (und wann geht man noch auf solche Bälle?) – und selbst in der Oper fällt man mit Jeans heute weniger unangenehm auf als mit dem großen Abendkleid.

Vielleicht das passende, wenn man von einem High Society Charitiy Event und von einem Red Carpet zum nächsten eilt?

Die Kleider haben für mich etwas von Kostüm, Verkleiden und Ausleben von Designerträumen. Ich kann mir vorstellen, dass einige (die es sich leisten können) den üppigen Roben erliegen und sie dann Jahre im Schrank verbringen.

 


BLACK IS THE NEW BLACK

Wer mit Farbe wenig anfangen kann, darf sich im nächsten Winter gerne auch komplett in Schwarz hüllen. Monochrom schwarze Looks sind ebenfalls super angesagt. Immer wieder versucht man Schwarz zu ersetzen, ruft Mitternachtsblau oder Grau zum neuen Schwarz aus. Aber Schwarz ist eben Schwarz, zeitlos und immer toll. Ich liebe Black-Styles.

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NOT AGAIN | PANNESAMT

Autsch. Ein Stoff, der mich verfolgt und den ich schon immer gehasst habe. Pannesamt! Hemmungslos hauptsächlich zu Hosen verarbeitet, begegnet er einem überall auf der Fashion Week. In den 1980ern war er überall, ob Hose, Top oder Sofakissen, meist in Weinrot, Flaschengrün und Dunkelblau. Mich gruselt es schon, wenn ich an die Haptik denke, wie es sich anfühlt. Nein, das ist nicht mein Material. ich finde es auch nicht edel, es hat immer etwas von zuviel Polyesterschimmer.

 


TRIBUTE TO BOWIE

Und natürlich durften nach dem überraschenden Tod von auch entsprechende Zitate auf den Laufstegen der Mercedes Benz Fashion Week Berlin nicht fehlen. Ich befinde mich ja noch immer in persönlicher Trauer um diesen großartigen Künstler, daher gibt es – ihm zu Ehren – auch dieses Bild von der Fashion Week.


SHOP THE STYLE


FASHIONFAZIT

Die Berliner Fashion Week ist dafür bekannt, eher umsetzbare Looks zu präsentieren als abgehobene Fashionfantasien. Und so ist es auch in dieser Saison. Denkt man sich den Laufsteg-Klimbim weg, bleiben viele sehr schöne und tragbare Trends. Und es ist für jeden etwas dabei, ob man man enge Hosen liebt oder weite, es rockiger oder eleganter mag. Mode ist ja sowieso sehr facettenreich geworden, den ultimativen Trend gibt es nicht mehr.

Die friedliche Koexistenz von Mini-, Midi- & Maxiröcken, neben Skinnypants und Palazzohosen hat etwas sehr entspanntes. Stil ist für mich, wenn man auf eine sehr persönliche Weise Zeitgeist wiederspiegelt – und dies kann auch ein Retrolook sein.

Die Fashion Week in Berlin geht heute zu Ende und vielleicht packe ich es ja, bei der nächsten vor Ort zu sein. Noch liebe wäre mir natürlich NYC 😀

Die Bilder habe ich auf Instagram zusammengestellt, dort findet man viele INfos zur Fashion Week, ebenso wie auf der offiziellen Seite zum Event. Auch die Seite zu den Fashion Events der Fashionveranstaltung PANORAMA ist sehr informativ.

Drzeit keine Fashion Week Bilder aber viel anderes findet ihr bei STYLEPEACOCK AUF INSTAGRAM.

Mich freut es zur neuen Saison immer wieder Anregungen für innovative Kombinationen zu entdecken, um für mich daraus den Look zu schaffen, in dem ich mich wohlfühle. Wie gefallen euch die Bilder aus Berlin? Gibt es einen Trend, der euch besonders gefällt oder den ihr ganz gruselig findet?

 

Ich freue mich auf eure Kommentare!

 

Euer stylepeacock

Chris

 

 

– *beinhaltet Affiliatelinks  –

 

 

 

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