MARLENE LÄSST GRÜSSEN




SOMMERTREND | WEITE HOSEN

Auf den Laufstegen der vergangenen Fashion Week hat man in diesem Jahr eine gute alte Bekannte wiedergetroffen – die ultraweite Hose, ob als Marlene- oder Palazzomodell. Als großes, dünnes Ding und bekennender Skinnyhosenträger tue ich mich noch etwas schwer mit der Rückkkehr der weiten Hosenbeine. Meist überlang aus fließenenden Stoffen – und in diesem Jahr sogar häufig wild gemustert – werden wir sie in diesem Frühjahr und Sommer noch häufig treffen.

 

Marlenehose, Bügelfalte von CONLEYS BLACK - BlauMarlenehose von CONLEYS

Meist tritt sie Kombination mit einem anderen wieder auferstandenen Style auf – den ultraspitzen Schuhen, ein weiteres diskussionswürdiges “HOT OR NOT” Thema. Zugegebenermaßen taugt die fließend weite Hose wunderbar für elegante Kombinationen. Ich denke an Cocktails, an Frauen mit Zigarettenspitzen, roten Lippen ondulierten Haaren – und ein Hauch von altem Hollywoodflair liegt in der Luft.

Ob ich tatsächlich selbst diesen Trend mitmachen will? Ich bin unschlüssig.


BUSINESSTAUGLICH

In Schwarz ist die Marlenehose ein richtiger Allrounder, die vom Businessmeeting über das Afterworkshopping, Dinner und Clubbesuch alles mitmacht. Ein paar edel wirkende, klassische Accessoires zaubern einen Look, der feminin und cool ist.



FIGURENSCHMEICHLER?

Juhu, werden einige denken, die Skinnyhosen hassen, da diese nicht gerade bekannt dafür sind, Problemzonen zu überspielen. Natürlich verdeckt ein weiter Schnitt ungeliebte Röllchen – aber auch die Vorteile einer Figur, wenn man nicht ein paar Kniffe beachtet.

Die weite Hose hat ihre Tücken. Bei einem 1,82 m Modell in Heels mögen die Beine endlos wirken, im normalen Leben sieht das leicht anders aus. Man sollte beachten, dass die Beine nicht kurz wirken und der Körper nicht breiter erscheint, als er er ist:

  • Hohe Schuhe, möglichst spitz, machen den Look sehr elegant und die Beine lang! Für den lässigeren Look können es auch Plateaus, Sandaletten mit total angesagtem Blockabsatz oder Wedges sein. Mit einClog und lässigen Varianten aus weich fallendem Denim wird der Look hippiemäßig und Festival tauglich.
  • Taille betonen, d.h. kein weiter Schlabberpulli , der bis zur Mitte der Oberschenkel reicht, dann sieht die beste Figur wie ein Sack aus. Vor allem wichtig, wenn man doch Flats statt High Heels wählt. Also, Bluse zumindest vorne in den Hosenbund stecken – oder direkt mutig zu einem kurzen Oberteil greifen und ein wenig Bauch blitzen lassen (nicht gerade im Büro 😉 )
  • Je flacher der Schuh, desto schmaler das Oberteil, das streckt.
  • Auch farbliche Absetzungen unterteilen und verhindern den Sack- oder Kasteneffekt. Wählt man Oberteil und Hose in der gleichen Farbe, kann ein kurzes Jäckchen darüber oder ein farbiger Gürtel die passende Unterteilung schaffen.

GET THE LOOK

Diesen Style kann man in nahezu jeder Preisklasse nachstylen, wobei günstigeres nicht unbedingt billig aussehen muss. Selbst eine gute Ledertasche in edler Optik ist schon für weniger als 100,00 € zu haben. Nach oben gibt es bekanntlich keine Grenzen – und wenn man es kann, ist eine wirklich gute Tasche schon eine gute Investition in Sachen Fashion, an der man lange Freude haben kann.

Reduzierte Farben in einer Skala von Weiß, Beige- und Nudetönen bis hin zu klassischem Schwarz sorgen auch bei preiswerteren Teilen für den richtig edlen Look.

Statt einer sehr edlen, empfindlichen und teuren Seidenbluse kann es auch ein Oberteil aus Chiffon oder Crepe in Polyester oder Viskose oder auch aus zarter Baumwolle sein. Es gibt heute sehr gute und günstige Tops: Stores wie MANGO, ZARA, asos bieten eine Riesenauswahl zum kleineren Preis.

 

Ich mag gute Schuhe aus echtem Leder. Aber für modische Experimente und Schuhe, die man nur sehr selten zu bestimmten Anlässen oder Outfits trägt, kann es auch ein bisschen preiswerter sein.

Bei richtigen High Heels würde ich aber auch nicht zum allerbilligsten Exemplar greifen. Je besser der Absatz steht und je atmungsaktiver das Material ist, desto größer wird das Vergnügen am eigenen Look sein ( und desto geringer die Qual 😉 ).

 


TOP ODER FLOP?

Was sagt ihr zu den neu erwachten Trend – den ultraweiten Hosen? Sind sie wie ein Fluch, der uns alle paar Jahre heimsucht oder doch eher Entspannung vom endlosen Skinny- und Leggingstrend?

Habt ihr schon eine alte weite Hose rausgekramt oder werdet ihr euch eine zulegen? Ich bin noch unentschlossen.

Zum Glück gibt es auch noch viele andere Trends – wie tolle Denimmodelle aller Art und Pants im Joggingstyle (noch ein schönes “HOT OR NOT” Thema…). Da habe ich schon einiges im Auge, was ich in der kommenden warmen Jahreszeit unbedingt tragen möchte.

Dann lasst mal hören… Weite Hose – HOT OR NOT?

 

Euer stylepeacock

Chris

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– beinhaltet Kooperationslinks –

7 comments

  1. NOT – also ich boykottiere diesen Trend. Bin groß und Recht dünn und sehe in diesem Styling total verloren aus. Wie einer dieser Stelzenläufer… 😀 und für Frauen wie mich soll der Style optimal sein?! aber du hast dir Wieder sehr viel Mühe bei der Auswahl und Vorstellung einzelner Kleidungsstücke gegeben und die Pumps und Jacken finde ich super! Was sind das für andere Trends von denen du geschrieben hast?

    1. Liebe Steffi, zu weiteren Frühjahrstrends wird noch einiges kommen. z.B. wird es wiedermal Karottenhosen geben, viel edel gemachte Joggingpants im Alltag sogar zu Blusen und weiße Turnschuhe und viele Overalls (mir meist im Oberkörper leider zu kurz). Auch weiterhin eine Menge destroyed Boyfriend-Jeans, die ich liebe und Männer meist hassen 😀 Die Füße danken es mehr als den weiteren Trend zu wieder total spitzen Schuhen, die ja, gerade in flacher Form, doch eher große Füße “zaubern”. Es gibt viele spitze Slipper und Loafer, aber ich mag lieber die Kombi spitz und Absatz.

      Ach ja und wahnsinnig viele Muster, Blumen und Tapetenmuster, aber ich habe es nicht so mit Mustern (außer Ringelshirts, die liebe ich)

      LG
      Chris

      1. Oh je, das wird ja klamottentechnisch üüüüüüberhaupt nicht mein Jahr

        1. Wo ist der Rest meiner Mail??

        2. Liebe Steffi, der Rest? Zum Glück ist das Credo dieser Saison, dass eigentlich alles möglich ist – sogar der Hosenrock 😉 (grusel).

          LG
          Chris

  2. Hallo liebe Chris,
    ein interessanter, aufschlussreicher Artikel! Ich musste mehrfach schmunzeln, denn Einiges hat für mich hohen Wiedererkennungswert 🙂 Es werden seit kurzem ja einige “Kellerleichen” wieder ans Tageslicht befördert, wobei manches durchaus vielversprechende Stylings möglich machen könnte.
    Damals hatte ich ein Designer-Outfit (mir fällt nur partout nicht mehr ein, von wem) in kittfarben (damals war ich noch brünett), bestehend aus einer extrem weit geschnittenen Marlene-Hose und dem passenden, ebenso weit geschnittenen Mantel in einem sehr modifizierten Trench-Style (da war das Vorbild wirklich nur noch an Details zu erahnen). Tja, das war ein echter Hingucker für Trägerinnen, die gerne auffallen! Ich liebte es, weil es so schön “bequem” war. Einige Marlene-Hosen in schwarz aus unterschiedlichen Materialien, z.B. einer sehr feinen Cool Wool, ergänzten das Ganze. Und mit “bequem” sind wir schon am Ende vom Anfang angekommen!
    Du hast das alles sehr schön beschrieben; die Hosenform ist definitiv für großgewachsene Ladies, die aber auch eher sehr schlank sein sollten.
    Hochgewachsen war ich, doch tatsächlich nicht schlank. Man sah auch einige Miss Piggy;, jede davo eine zu viel, unter 1.65 m und jenseits der Größe 36/38! Die Hose war ja sooo schön bequem … ebenso wie die Legging, die auch den wenigsten Damen wirklich steht.
    Tja, liebe Chris, Du hast es auf den Punkt gebracht. Kann ein toller Style sein, doch nur für sehr Wenige. Alle anderen sollten lieber die Finger davon lassen! Der unsägliche Hosenrock, ein teuflischer Verwandter, grinst mittlerweile mit seiner bösen Fratze ja auch schon wieder um die Ecke … schade, dass bei bösen Mode-Geistern kein Knoblauch hilft 🙂 Nein, im Ernst, ich persönlich lasse da die Finger von; trage sowieso am liebsten Kleider oder auch mal ein Kostüm. Und selbst die Skinny-Hosen (die ich auch sehr mag) stehe kräftigen Frauen besser, wenn ansonsten die Proportionen stimmen (ich trage die auch sehr gerne, besitze ein ganzes Sortiment 🙂
    Nein, aber mal im Ernst, ich sage mal eher not statt hot, einfach, weil ich diese Form auch unsexy finde.
    Liebe Grüße an Dich und alle hier von Ulrike 🙂
    PS: Gute Besserung 🙂

    1. Liebe Ulrike,
      danke für deinen Kommentar, du bringst es mal wieder auf den Punkt, Vogue und Bazaar Fotos und der Alltagslook liegen doch oft Welten auseinander. Ich finde übrigens ja auch, dass Skinny Hosen, gerade mit einem lässigen Oberteil kombiniert, eine tolle Figur machen, auch jenseits der 36/38. Ich habe doch meine Mom, die immer dachte weitere Hosen schmeicheln ihr, dazu gebracht, sich mit schmalen Hosen einzudecken dun räumt nun – jenseits der 36(/38 und jenseits der 70 Komplimente ab. Ich denke auch für ein besonderes Event, wenn man .B. wirklich zur Fashion Week geht o.ä, kann man sicher ein tolles Styling im Marlene Stil zaubern, aber im Alltag gebe ich da auch anderen Hosen den Vorzug. Hosenröcke ist auch so ein Stichwort, da bin ich traumatisiert. Die bekam auch aus Pseudo-Denim und Trevira Stoffen in der Kindheit von meiner Mutter genäht und habe sie gehasst. Ich war eine riesige dürre Bohnenstange mit dicker Kassenbrille und diesen gruseligen Dingern an den Beinen, ich mag gar nicht mehr dran denken. Einfach nur furchtbar.

      Ich wünsch dir einen wunderschönen Tag!

      LG
      Chris

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