Topshop

WENIG GEWICHT = VIEL ERFOLG?

Ich habe einige Zeit überlegt, ob ich diesen Beitrag schreiben soll, denn schließlich gehöre ich selbst zur Fraktion der dünnen Blogger – aber immerhin zu den älteren der Bloggerszene. Keine SIZE ZERO zwar, aber eine amerikanische 4, oder eben 34/36. Über Körpergröße hatte ich ja schon einmal in meinem Post “ICH BIN GROSS & DAS IST GUT SO” geschrieben.

Wie dünn muss ein Fashion-Blogger sein?

Heute soll es aber nicht hauptsächlich um mich persönlich gehen, sondern um eine Entwicklung, die ich seit längerem in der Bloggerszene, vor allen bei den Fashionbloggern beobachte. Nicht jede, aber doch viele Bloggerinnen, nehmen mit zunehmendem Erfolg erheblich ab. Oder werden sie erfolgreich, weil sie abnehmen?

GEWICHTIG NUR MIT FLIEGENGEWICHT?

Wie sieht es heutzutage mit Advertorial-Angeboten für Blogs aus? Wie hier nach Vielfältigkeit geschaut? Haben auch kleinere Blogs überhaupt noch eine Chance?

 

Wie dünn muss ein Fashionblogger sein?

Der Anspruch an die Fashion-Aufnahmen ist rasant gestiegen. Wie gerade erwähnt, nach dem Selfie-Shooting im Wohnzimmer kamen die Bilder vorm Haus und auf der Straße, geschossen vom Freund. Die richtig erfolgreichen Blogger fliegen heute schon des Öfteren mit Fotograf oder gar Team nach Ibiza, auf die Malediven und in die Metropolen der Welt, sei es im Auftrag oder aus Eigeninitiative. Oft steckt heute ein ganzes Team hinter einem erfolgreichen Blog – anders wäre diese Qualität, oft auch noch mehrsprachig, gar nicht zu leisten. Vielfach lassen sich die großen Blogger von Agenturen vertreten, weil das mehr Kontakte bringt und gar keine Zeit für ausgiebige Verhandlungen oder der Suche nach passenden Partner für Kooperationen bleibt.

Ich finde das ok, denn ein Blog kann durchaus den Anspruch haben, professionelle Qualität zu bieten, aber muss das automatisch Identitätsverlust bedeuten? Heißt mehr bildnerische Qualität auch weniger Vielfältigkeit, heißt es in jedem Falle DÜNNSEIN?

Was ist ein Blog und was unterscheidet ihn von einem “richtigen” Magazin? War dies nicht immer das Authentische, Persönliche, der Blogger, der eben SICH zeigt, statt einer gecasteten Menge dürrer Bohnenstangen.

DÜRRER KÖRPER – VIELE KOOPERATIONEN?

Doch in letzter Zeit hört man vermehrt von gescheiterten Kooperationen, weil die Bloggerin nach Ansicht des Unternehmens oder Designers “zu fett” ist. Vor einiger Zeit hatte ich auf facebook den → BEITRAG VON KATCHERRY geteilt, der solches widerfahren ist. Ihr wurde bescheinigt, mit einer Größe 36/38 bei 1,80m!!! zu dick für eine Zusammenarbeit zu sein. Das schlimmste was, dass man sie zum Abnehmen aufforderte und ihr unter dieser Bedingung dann eine Kooperation in Aussicht stellte.

Wie dünn muss ein Fashionblogger sein?
Wie ergeht es dann Frauen mit größeren Größen? Eine 36/38 bei 1,80 ist wohl eher das, was unter schlank bis dünn verstehen dürfte. Eine Ausnahme bilden hier dann vielleicht die ganz großen Größen. Diese dürften es teilweise sogar wieder leichter haben, Partner für Advertorials zu finden. Echte PLUS SIZES werden gezielt von entsprechenden Unternehmen “gecastet”, um entsprechende Linien und Produkte zu bewerben.

Es sind vermutlich die Bloggerinnen mit einer 38- 42/44, also genau den “Alltagsfiguren” in denen doch viele Leserinnen die Fashion gerne sehen möchten, die am meisten unter Druck geraten.

 

DER DRUCK DER UNTERNEHMEN

Natürlich mag nun manch einer sagen, solche Anfragen soll man einfach vergessen. Aber so leicht ist das nicht. Zum einen kann man versuchen, so cool zu sein wie man will, irgend etwas bleibt immer hängen, wenn man gesagt bekommt: Sorry, du bist zu dick.

Wie dünn muss ein Fashionblogger sein?

Zum anderen möchten viele nicht nur erfolgreich sein, sie müssen es in einem gewissen Maße auch. Gerade ein Fashion-Blog ist mit viel Aufwand und Einsatz verbunden, Zeit und Geld. Selbst wenn man den Blog nicht hauptberuflich, sondern als Hobby betreibt, muss man sich dieses leisten können. Es muss einfach etwas herein kommen. Darüber, wie notwendig Kooperationen sind, hatte ich schon einmal in meinem Beitrag  → WARUM BLOG-KOOPERATIONEN AUCH DEM LESER NUTZEN geschrieben.

Ich kann mir vorstellen, dass man da ins Grübeln kommt, ob alles wirklich “leichter” wäre, würde man selbst ein wenig an Gewicht verlieren

ERFOLG TUT GUT | ANERKENNUNG IST WICHTIG

Ob als Hobby, Nebenjob oder Hauptberuf: Wer etwas mit Herzblut und viel Aufwand betreibt, möchte auch einen gewissen Erfolg sehen. Macht es Spaß im Lauftreff, wenn man immer eine halbe Stunde nach allen anderen, abgehängt und alleine, ins Ziel kommt? Wer bloggt – gerade im Fashion & Beautybereich – möchte ja auch mal eine Einladung zu einem tollen Event, vielleicht gar zu einem Festival, einer Messe und den Shows der Fashionweeks. Der Blogger möchte auch deswegen ein gesponsortes Outfit, weil es Anerkennung bedeutet. Es ist gut für das Selbstbewusstsein und Anerkennung der Arbeit, wenn man weiß, das Unternehmen sieht einen Imagegewinn darin, dass DU seine Sachen zeigst. Niederschmetternd ist hingegen ein: DU BIST FÜR UNS ZU DICK. Ein dicker Hund ist das! Viele Bloggerinnen sind ja auch sehr jung und noch nicht unerschütterlichem Selbstbild und-bewusstsein ausgestattet, da kann so etwas großen Schaden anrichten – bis hin zur Esstörung.

DAS EIGENTOR DER DESIGNER & UNTERNEHMEN

Ein Treffer ist es in jedem Fall, einer Bloggerin zu schreiben, sie sei zu fett für die Klamotte. Ein Treffer mitten ins Herz der armen Person und ein EIGENTOR zudem. Wenn ich eine 38, 40 oder mehr bin, dann möchte ich doch eben einmal wissen, wie ein solcher Jumpsuit oder das Shiftkleid aussieht, wenn darin richtig weibliche Formen stecken. Wie wirkt das bei einem runden Po, bei kurzen Beinen oder einer großen Oberweite?

Wie dünn muss ein Fashionblogger sein?

Verpassen hier Firmen nicht die große Chance – und den Anschluss an ihre Zielgruppe? Kauft Frau 42 das Kleid eher, weil sie nicht nur auf dem Plakat, im Magazin und im Onlinestore schon an einem “Besenstiel” (ich darf das sagen 🙂 ) gesehen hat und es nun noch an einer bloggenden Bohnenstange sieht? Würde sie nicht viel eher zugreifen, wenn sie sieht: “Ah, so sieht dies bei einer runden Hüfte aus, ich kann das auch tragen”.  Ich denke da gerade an blogwalk.de. Die Idee, ein Portal recht erfolgreicher Blogger und einem Finanzierungsmodell, das auf Affiliate und Markenkooperation beruht, ist smart und im Grunde eine hübsche Sache.

Die Story der derzeitigen TV-Kampagne von BLOGWALK ist: Ich, eine ganz normale Frau, orientiere mich an der “tollen Bloggerin” und kaufe ihren Style nach. Daran stört mich schon ein bisschen der Grundgedanke. Inspiration gerne, Kopie, nein.  Zudem sehen Vorbild wie auch “Normalo” aus wie frisch gecastete Models. Mit der Wirklichkeit hat das wenig zu tun. Klar, das ist die gängige Marketingmasche. Die Botschaft ist: Wenn du das besitzt, was Angelina Jolie hat, wirst du zu ihr (ein bisschen jedenfalls). Dabei hat BLOGWALK sogar Plus-Size-Bloggerinnen unter Vertrag. Bisher habe ich davon noch keine in der TV Kampagne gesehen. Und ich sehe vor allem überhaupt auch hier nur wieder dünn und dich – und wenig dazwischen. Aber eines haben ALLE GEMEINSAM, sie sind: JUNG! Meist sehr jung!

 

DU MUSST NICHT NUR DÜNN SEIN…

…JUNG musst du auch sein, womit ich dann auch noch durch die Raster falle. Also tröstet euch, eine 34/36 alleine reicht auch nicht (32/34 wäre eh besser 😉 ), du solltest am besten unter 27 bleiben – ein langes Bloggerleben lang. Abnehmen kann man ja noch, mit dem jünger werden, wird es dann richtig schwierig. Manchmal habe ich den Eindruck, dass man als Model älter sein darf denn als Blogger, zumindest was Aufträge und Kooperationen betrifft.

FOREVER YOUNG?

Aber neben der Frage “steht mir da auf mit dickem Hintern” ist doch auch die Frage ganz spannend, wie das denn an mir aussieht, wenn ich Ü 30, 40 oder gar 50 bin? Mein Kleidungsgeschmack ist ja recht “unkonventionell” für mein Alter, auch dazu habe ich bereit einmal einen Beitrag geschrieben. → STYLE MIT 50 | KANN ICH DAS NOCH TRAGEN?

Ich habe es mit meiner Kleidungsgröße auch leicht, shoppe immer noch bei den “Jugendlabels” und trage vieles, ohne dass es mich kümmert, ob man das “noch darf”. Aber ich würde mir auch wünschen, mehr Blogger um die 50 zu sehen und nicht nur eine Handvoll, die dann sehr damenhafte und sehr edle Stücke zeigen. Dass ich mit 50 Chanel und Armani tragen kann, weiß ich, aber das Mango-Kleidchen, das gerade über den Po geht? Machen das andere? Sieht das noch gut an mir aus oder eher lächerlich?

Wie dünn muss ein Fashionblogger sein?

Daher hätte ich auch Lust, selbst gerne mehr Fashion an mir zu zeigen, Styles mit Rissen in den Knien und Off-Shoulder-Biusen, um Frauen zu sagen. Don’t care! Supergerne möchte ich auch Fashionstyles in der kompletten Bandbreite präsentieren, ob lässig, seriös oder edel – aber immer ein bisschen cool und ganz ich.

Ich würde selbst gerne viel mehr Fashion -– auch an mir – auf stylepeaocck.com einbringen. So viele Ideen habe ich und stelle wahnsinnig gerne Styles zusammen. Was mir fehlt, ist ein Fotograf, denn auf Dauer in der Wohnzimmerecke vorm Stativ rumzuhüpfen, macht wenig Sinn. Im Umfeld steht niemand zur Verfügung. Als Blogger wird es zunehmend schwieriger, wenn du keinen studierenden Freundeskreis mit Freiraum mehr hast. Also bastel ich derzeit eher Collagen mit meinen Style-Ideen.

REIF FÜR SENIORENWERBUNG?

Leider kommt auch kaum ein Unternehmen auf den Gedanken, einer Frau in meinem Alter nach eine coole Fashion-Kampagne anzubieten – dann doch eher Werbung für Produkte bei Blasenschwäche 😉

Wie toll wäre es, wenn ich als Blogger für ein cooles Denim-Label o.ä. einmal etwas machen könnte. Dazu hätte ich richtig Lust – genauso übrigens wie vermutlich die 22jährige, die eben eine Jeansweite 30 und nicht rappeldürre Sz 24 hat (keine Angst, hab ich auch nicht). Eine junge Studentin mit “Normalgröße” und Fashionblog möchte nicht nur PLUS SIZE Speziallinien präsentieren, wenn überhaupt. Und ich möchte nicht Kooperationen für Gebissreininger eingehen 😀

Die letzte Kooperationsanfrage, die ich abgelehnt habe, war übrigens für ein Diätprodukt, ich bin also vermutlich doch zu dick 😉

MACHEN WIR UNS DOCH DIE WELT, WIE SIE UNS GEFÄLLT

VIELFÄLTIGKEIT sollte das Zauberwort sein. Professionelle Blogs und kleine One-Women-Shows, IBIZA & GARTEN-SHOOTING. Doch eines sollten alle Blogs behalten: IDENTITÄT. Die Person, die dahinter steht, sollte erkennbar bleiben. Der Blogger sollte er selbst bleiben, ob er den Selbstauslöser drückt oder ein von einem Team geshootet wird.

STAY YOURSELF

Wenn jemand abnehmen möchte, weil er sich nicht wohl fühlt, weil er vielleicht fitter werden möchte oder automatisch Gewicht verliert, weil er seine Lebensweise durch eine neuen Sport oder andere Ernährung geändert hat – prima. Ich glaube jedoch auch daran, dass wir alle haben ein persönliches Sollgewicht besitzen. Dies ist das Gewicht, das wir problemlos halten, wenn wir und ganz normal ernähren und im normalen Maß ausreichend bewegen. Dies ist bei jedem verschieden – und das ist doch auch gut so. Der eine hat schönere Beine, der nächste tollere Haare.

Es wäre schade, wenn Blogs ihre Identität verlieren und es bei den erfolgreicheren nur noch eine riesige Menge im Vogue-Style geshooteter Kampagnen superdünner, blutjunger Blogger (nicht einmal Frauen) geben wird und eine Handvoll exemplarischer “Plus-Sizes”.

Ich möchte ALLES sehen, Blogs mit dürren Mädchen und kurvigen Frauen, verrückte 60jährige Blogger und preppy Youngsters. Ich möchte günstige Kleidung sehen, die jeder nachkaufen kann und Stücke, die nur im Kopf zum Träumen mit ins Bett nehme.

Ich kann jedem nur raten, sich nicht von Forderungen möglicher Kooperationspartner einschüchtern oder beirren zu lassen und sich nicht dem Druck zu beugen.

EIN APPELL AN UNTERNEHMEN & DESIGNER

Ihr lieben Fashion-Unternehmen, -labels & Designer: Schneidert eure Samples ruhig weiter in kleiner Einheitsgröße, aber nutzt die vielen tollen verschiedenen Blogs. Zeigt uns, wie eure Kreationen im Alltag bestehen. Lasst ganz unterschiedliche Blogger eure Kreationen tragen. Was taugt ein Kleid, das nur gut aussieht, wenn man 20 ist und 49kg bei 1,80m wiegt? Blogs und individuelle Bloggerinnen sind doch eine große Chance, die Mode vielfältig zu präsentieren. Und dann geht einen Schritt weiter und macht mal ein Plakat auf dem ihr das gleiche Kleid an 5 Bloggerinnen verschiedenen Typs, Alters und in allen möglichen “gängigen” Konfektionsgrößen zeigt.

Wie dünn muss ein Fashion Blogger sein?

Sucht nach vielfältigen Kooperationen, fragt junge Blogger und ältere, dickere und dünnere. Das macht es doch erst spannend – und das macht auch eure Produkte für die Käufer interessanter und überzeugender! Sicher existieren mehr Blog von jungen Leuten, aber es gibt sie auch die Ü 40, Ü 50 & more Bloggerrinnen, die mehr im Kopf und Schrank haben als Sanitätsprodukte.

Und wer schon immer mal eine Kampagne mit einer 50jährigen in Ripped Jeans oder für Fitness machen wollte, ich bin dabei 😀 (wenn die Konditionen stimmen).

BLOGGER, VERBIEG DICH NICHT!

Und für alle die ein bisschen größer, kleiner, dicker oder dünner als andere sind, ihr seid wunderbar so. Lasst euch nicht beirren, ob Blogger oder Leser. Allen, die manchmal Schwierigkeiten haben, passende Kleidung zu finden, lege ich zwei meiner Lieblings-Online-Stores ans Herz: ASOS* & MANGO*. Bei asos bekommt man diverse Kollektionen für die unterschiedlichsten Typen, NORMAL, PETITE, CURVY & TALL. Mango wartet mit der Kollektion VIOLETA* mit wirklich schönen Styles für größere Größen auf und hat auch nun ganz neu tolle MATERINITY-Teile* für die Schwangerschaft.

NO BODY IS PERFECT

Ich bin zwar 1.78m groß, habe aber normalerweise keine Probleme mit Hosen, da ich eher kurze Beine habe mit einer Inch-Länge von 32-33. Dafür ist mein Oberkörper umso länger, was mir häufig Probleme bei Jumpsuits macht. Häufig sind sie im Oberteil zu kurz. Die Einteiler von Mango passen mir erstaunlicherweise meist, obwohl es ein spanisches Label ist und Spanierinnen ja meist nicht gerade besonders groß sind. Nun habe ich ganz neu noch einen superschönen Overall von ASOS TALL*, der mich restlos begeistert. Er sitzt einfach perfekt – und das für unter 50,00€!. Diesen findet ihr nun auch in Tragebildern an mir in meinem POST ZUR HOCHZEIT meiner lieben Nichte Anna!

Wie denkt ihr über den Trend von Unternehmen, nur mit modelhaft dünnen – und vor allem auch sehr jungen Bloggern kooperieren zu wollen? Was möchtet ihr auf den Fashion-Blogs sehen? Ideals oder normale Frauen?

Ich freue mich auf eure Ansichten und Kommentare!

 

Euer stylepeacock

Chris

 

 

− beinhaltet Affiliatelinks −

 

 

44 comments

  1. Echt super Beitrag! Einfach so wahnsinnig WAHR! Bin ganz deiner Meinung – bitte mehr Vielfalt!

  2. Ich muss ehrlich gestehen: Ich habe die Schnauze voll von den dürren Standartmodels an denen irgendwie jedes Kleid aussieht wie ein Sack den man für die Fotos hinter ihrem Rücken mit klammern gestrafft hat (was ja sowieso gemacht wird). Ich habe ja wenigstens den Vorteil, dass ich mit meinen 1,75 ähnlich groß bin, wie die – aber das ist nunmal nicht die Realität. die meisten Frauen sind kleiner, haben wenigstens etwas Brust und haben meistens etwas gemütlichen Speck auf den Rippen.

    Ich glaube die Firmen könnten einen größeren Verkauf erzielen, wenn sie über Blogs oder auch auf ihrer eigenen Produktseite die Kleider an unterschiedlichen Körpern zeigen. Ich weiß, das ist viel mehr aufwand und man muss mehr Models bezahlen – aber gerade H&M sollte es ja an diesem Punkt nicht an Geld fehlen und die meisten haben sowieso ihre Firmeneigenen Models.

    Wieso kann man dann nicht einfach ein paar andere Typen ablichten: Kleine Frauen, normalgewichtige Frauen, Frauen mit großen Brüsten, Frauen mit breiten Hüften – eben so die “größten Problemzonen” zeigen und klar machen: Hey, das Kleid steht nicht nur dürren Bohnenstangen, sondern du mit deiner Doppel-D passt da auch noch rein!

    Vielen Dank für diesen toll geschriebenen Beitrag.

    Liebe Grüße > sara

    1. Liebe Sara, ja, man versteht wirklich, dass die Firmen nicht die Gelegenheit nutzen, die gerade Blogger ihnen bieten, sondern auch diese vielfach noch in die Size 0 Ecke drängen wollen. Menschen sind verschieden und das ist gut so!

      Viele liebe Grüße
      Chris

  3. Super Beitrag Christina! Das sind alles Gedanken, die ich auch schon oft hatte. Erstens bin ich auch “schon” 36, zweitens habe ich eine 38/40 und zudem fehlt mir ebenfalls der Fotograf. Mein Mann hat eine super Kamera, aber leider wenig Lust auf meine “Spinnereien”. Aus diesem Grund kann ich meine Kategorie Fashion bisher nicht groß füllen. Das ist extrem schade. Aber wer weiß, was noch kommt. Abnehmen habe ich gerade schon gestartet 😉 aber keine Sorge, nicht wegen der Branche. Liebe Grüße Christine

    http://www.pretty-you.de

    1. Liebe Christine,
      wenn wir in einer Stadt leben würden, könnten wir uns gegenseitig fotografieren, das wäre was 🙂

      LG
      Chris

  4. Du sprichst mir aus der Seele! Ich gehöre zwar eindeutig noch zu den unter 27-jährigen, allerdings habe ich anscheinend viel zu spät mit dem Bloggen angefangen und daher viel zu wenige Follower für gute Kooperationen – auf Instagram. Macht ja nichts, da ich bei 1,75 Größe 36/38 trage, bin ich meist sowieso raus. Mittlerweile rege ich mich einfach gar nicht mehr drüber auf und verlege mich immer mehr auf die niederländische Version von meinem Blog…da ist es nämlich ein bisschen besser. Schade, mir macht das sprachlich zwar wenig aus, aber das kann doch irgendwie auch nicht der Sinn der Sache sein, oder? Sehr guter Post, sehr schön geschrieben..ich drücke dir die Daumen, dass das mit der Jeans Kampagne noch klappt!

    1. Liebe Alex, ja schade, das man von Unternehmensseite im Bereich Fashion nicht die Vielfalt sucht 🙁 Auch sollte man mit kleineren Bloggern zusammenarbeiten und ihnen beim Aufbau helfen. Wenn mir ein Unternehmen schreibt, ich kann gerne wieder kommen, wenn ich 50k Follower auf instagram habe (die dann vermutlich gekauft wären, die kommen nicht über Nacht), dann mag ich vielleicht auch nicht mehr mit dem Unternehmen arbeiten. Es gäbe für Firmen auch tolle Partner zu entdecken, wenn sie nicht nur nach Zahlen schielen würde. Eine Frau, die vielleicht “nur” 1000 echte dun interessierte Follower in der Zielgruppe hat, kann ja vielleicht mehr erreichen als eine mit gekauften, nicht realen Followern.
      LG
      Chris

  5. Ganz toller Post! Ich teile deine Meinung total 🙂 Ich selbst bin keine große Bloggerin, mache es eher in einem sehr kleinen Rahmen hobbymäßig, und da habe ich kein Problem damit, nicht annähernd dem zu entsprechen, was von großen Bloggern erwartet wird. Und genau das möchte ich auch bei anderen gar nicht sehen – mir ist es sowas von egal, ob eine Bloggerin Größe 34 oder 42 trägt, ob sie 18 oder 40 Jahre alt ist – Hauptsache, ich kann mich mit ihr identifizieren 🙂 Und genau das fällt mir leider sehr schwer, wenn es diese ‘perfekten’ Seiten sind, mir ist das alles zu sehr in eine Richtung gelenkt.

    1. Ja, genau, das sollte Blogs im Vergleich zu Magazinen ausmachen. Ich hoffe, dass mehr BloggerInnen auch mutig genug sind, nicht zu verbiegen
      LG
      Chris

  6. AMEN!

    Hallo liebe Chris,

    Du sprichst mir aus der Seele!
    Ich habe eine Hand voll Blogger, denen ich eigentlich sehr gerne folge, aber mittlerweile ist mir das einfach zu langweilig geworden. Gibt es ein IT-Piece, sieht man das auf allen Kanälen ununterbrochen rauf und runter – genauso ein Style, der gerade angesagt ist (z.B. Stichwort Coachella). Wo bleibt denn die Individualität? Auch als Blogger muss man doch nicht jedem gerade angesagten Stil folgen wie ein frommes Lamm. Privat möchte ich das nicht und wäge für mich ab ob ich irgendwo “mitmache” oder gegen den Strom schwimme. Genauso ist das auch mit dem Körperbau eines Mädches/einer Frau. Es müssen nicht alles gleich sein! Ich stelle mir die Innenstadt z.B. vor, wo nur Dürre Mädels rumlaufen im Offshoulder Kleid oder Top mit genau der angesagten GUCCI-Tasche und den it-piece Bommel-Schuhen. Ist das nicht meeeeega langweilig und vor allem eintönig? Das Leben ist doch so viel schöner, wenn man individuell ist und sich “von der Masse” abhebt.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deinem Blog. Ich “komm” gerne wieder…

    1. Liebe Anuschka, ich stelle mir gerade diese Stadt vor der dürrem Mädchen mit den Off Shoulder Teilchen und Bommelsandalen – und immer ganz viel Weiß und nie wird etwas dreckig, nicht mal in der Wüste verfärbt sich der schneeweiße Stoff. Ich freue mich, wenn du wieder kommst 🙂

      LG
      Chris

  7. Super Artikel und auch so wahr. Ich hatte auch eine Begenung mit einer 48 jährigen Bloggerin und war hin und weg von ihr. Ich fand sie um einiges authentischer, als so manche 18 jährige die nur oberflächlich agieren ( es gibt aber auch da Ausnahmen).
    Ich habe jedoch mit einigen Firmen geredet, die lieber ab mit Mitte 30 Bloggerinnen arbeiten, weil die viel zuverlässiger sind als so manche jungen Kolleginnen. Nur jedoch nicht mit Kleidergröße 38 . Entweder man ist über der Kleidergröße 40 oder unter Kleidergröße 36. Ich bin mittlerweile aber soweit, dass ich mir sage, wer nicht will der hat schon.
    Blöd für manche Designer ist jedoch, dass sich Jungendliche meist nicht die teuren Designersachen leisten können, sondern eher die Frauen, die mitten im Leben stehen. Vielleicht wachen die mal auf ;). Daher, meine Hoffnung stirbt zuletzt.

    Ganz liebe Grüße
    Katharina

    Ps: vielen lieben Dank fürs Verlinken

    1. Liebe Katharina, ja, nicht nur zuverlässiger, auch erfahrener, gewandter im Schreibstil. mehr Menschenkenntnis, Urteilsvermögen, Durchblick, alles, was eben Lebenserfahrung mit sich bringt. Ich finde auch, dass eben dieses an der Zielgruppe bleiben total verloren geht, es ist echt schade 🙁
      Ach ja, gerne verlinkt, das war ja ein klasse Artikel, wenn auch mit trauriger Wahrheit!
      LG
      Chris

  8. Den Beitrag bei Katcherry fand ich auch sehr erschreckend!

    1. Ja, schlimm, oder? ich habe gerade ein Interview mit der GNTM Gewinnerin Barbara Meier gesehen (die mit den roten Haaren, die auch für Schaebens wirbt), die darüber sprach, dass sie das Modeln aufgibt, weil es nur um dünner, dünner, noch dünner geht. Und jetzt sind die Bloggerinnnen wohl auch “fällig”. Bei den Models ist wohl 34 schon indiskutabel dick (bei Körpergrößen um die 1,80m) – autsch. Das aber so eine Manglernährung später auch mit Osteoporose etc bezahlt werden kann, daran denkt wohl niemand, wenn er 18 oder 20 ist. Denn man kann wie ich von Natur aus ziemlich schlank sein, aber ab einem gewissen Punkt ist das nur mit extremen Hungern noch zu erreichen, was ja auch den Stoffwechsel zerstört und echte gesundheitiche Folgen hat.
      🙁

      LG
      Chris

  9. Liebe Chris,
    ich finde Deinen Artikel super klasse und muss Dir in allen Punkten recht geben. Es ist nicht so leicht an vernünftige Kooperationen zu kommen, wenn man die 20 weit überschritten hat, dazu kommt dann auch noch die Reichweite. Ob man als 40+ Blogger schöne Fotos und einen guten Content liefert, scheint für viele Firmen kaum eine Rolle zu spielen, Hauptsache jung und dünn mit vielen Followern.
    Mit meinem Fashionblog zeige ich den Mädels Ü40 dass wir doch fast alles anziehen können wonach uns der Sinn steht und dass es auch gerne mal etwas sein darf, was sonst nur von den Youngstern getragen wird. Wenn Du Lust und Zeit hast, schau doch mal vorbei. LG Mo
    http://www.just-take-a-look.berlin
    http://www.instagram.com/fashion_in_berlin

  10. Sehr gut geschrieben, da kann ich mich nur anschließen! Ich möchte auch alles sehen -egal ob jung alt dünn dick- beim Bloggen oder auch Vloggen zählt doch die Persönlichkeit und der Inhalt. Und in Zeiten, wo alle immer dicker werden und dick sein Standard ist, sollten Bekleidungsfirmen endlich mal tragbare Mode für alle herausbringen.

  11. Was kann ich den anderen Kommentaren noch hinzufügen?! Super Artikel der das wiederspiegelt was ich auch schon seit einiger Zeit in der Fashion-Bloggerszene beobachte. Schade – denn es sind wirklich die “etwas ausgefalleneren” Leute, die einen mehr interessieren – wenn ich glattgebügelte junge Mädels sehen will, dann kann ich mir ja auch eine Zeitschrift kaufen… 😉 Ich hoffe schon etwas länger auf eine Mentalitäts-Wende im Fashionblogger-Einheitsbrei & habe eine Reihe Blogs ge-“unfollowed”, weil der immer gleiche weichgespülte Stil und die beständig unrealistischer werdende Selbstdarstellung einfach nichts für mich sind. Das heißt nicht, dass die Mädchen (& Frauen) nicht toll sind, sondern einfach nur, dass sie für mich nichts mehr interessantes haben.
    Ich habe auch schon oft mit dem Gedanken gespielt, vielleicht doch wieder ein Blog anzufangen – fühle mich aber eingeschüchtert, weil ich so… normal bin. Und auch ich wiege nicht mehr das gleiche wie mit 18, und werde die Model-Maße nicht erreichen ;D Umso spannender finde ich Blogger, die noch als echte Charaktere hinter ihren Insta-Bildern auftauchen, und ehrlich und erfrischend sind… so wie ein gewisser Peacock mit viel Style 😉

    1. In einem kann ich dich trösten, du bist gewisslich jung genug und wunderhübsch, du “darfst” wieder bloggen 😀 Aber du hast recht, ich wollte auch mal ein paar Sachen aussortieren dun unfollowen, vor allem auf instagram, da bekomme ich nur noch hüpfende Mädels in weißen wehenden Kleidern an azurblauen Küsten gezeigt – oder eben all die viele dicken Eishörnchen, Donuts und Riesenbuffets, die sie jeden Tag verschlingen – und dabei ja 40kg wiegen 😉 Darüber habe ich auch schon einen Post angefangen. Ich wäre deine erste Stammleserin wenn du was aufziehst, ich würde mich freuen!
      LG
      Chris

      1. Ach Chris, da werd ich ja rot! Vielen Dank für deine lieben Worte!
        Bin super gespannt auf den von dir schon begonnenen Post – und nochmal: ich finde du bringst eine super Mischung, ganz ohne Scheu auch mal die “Problemthemen” der Blogszene sachlich und witzig zu hinterfragen… Damit man nicht ratlos vor seinem IG-Feed sitzt und sich fragt ob das alles nur einem selbst komisch vorkommt…
        (Und ja, diese 7+€/$ Donuts/ Kaffees/ Eiscremes… da Frage ich mich IMMER wie das finanziert und dann auch noch figurtechnisch weggesteckt wird?!)

        1. Ja, die Finanzierung, zumal das Zeug dann sicher im nächsten Mülleimer landet, ich glaube nicht, dass das gegessen wird, ebenso wenig wie die opulenten Frühstücksteller… Das ist doch dekadent. Ich kann echt viel essen und tue das auch, habe einen Bombenstoffwechselh und mache eben auch fast jeden Tag was sportlich. Aber wenn ich nur von Donuts, Megarieseneiswaffeln dun all diesen Zuckerfrappuccinos leben würde, dann sähe ich auch nicht so aus. Ich finde die Bilder ästhetisch oft wirklich hübsch, aber es ist halt echt so dekadent und so Scheinwelt und… überhaupt
          So ich gehe dann mal zu Starbucks am Bahnhof und auf dem Weg bei Dunkin Donuts vorbei, so ein 6er Karton als Zwischenmahlzeit, aber nur Triple Choc… Und zum Nachtisch ein Mammuteis.
          LG
          Chris

    1. Liebe Julia, danke dir 😀 Ich hoffe, dass die Industrie ein bisschen aufwacht, wenn sie merken, wie die Leute ticken.

      LG
      Chris

  12. Schoen geschrieben!
    Ich bin selbst 1,76 und mit einer 38 zu “dick” – Spass! Ich shoote fuer ein Sportlabel, bekomme nichts aber die Bilder sind authentisch. Nichts ist schlimmer als Fake-Bilder. Wenn ich heute nach Feierabend laufem gehe sehe ich keine abgemagerte Modegoere sexy geschminkt und makellos auf der Strecke. Frage mich manchmal wer die Zielgruppe ist, die Agenturen erreichen wollen.

    LG, Alexa.

  13. Also ganz ehrlich: Du bist toll! Ich habe deinen Text gerade gelesen und finde ihn ausgesprochen gut und verdammt ehrlich! Ich denke gerade jetzt immer öfter darüber nach, ob diverse Blogger noch “echt” sind oder einfach wie eine Barbiepuppe sich an- und ausziehen lassen wie es andere wollen und nichts selbst mehr in die Hand nehmen.

    Dünn sein ist toll, wenn man es kann (und nicht übertreibt und noch ohne Zweifel als Frau erkennbar bleibt!) Ich selbst habe da so meine Probleme mit meiner Figur und muss häufig achten was ich mache oder esse (…ich liebe Essen :D), aber manchmal muss man akzeptieren so wie man ist. Auch wenn mich meine “Monsterwaden” manchmal echt stören.

    Großartiger Text! – ich weiß ich wiederhole mich , aber ich muss das hier nochmal verdeutlichen!
    Ich habe sogar einen Lieblingsabsatz 🙂

    “Ich möchte ALLES sehen, Blogs mit dürren Mädchen und kurvigen Frauen, verrückte 60jährige und preppy Youngsters. Ich möchte günstige Kleidung sehen, die jeder nachkaufen kann und Stücke, die nur im Kopf zum Träumen mit ins Bett nehme.”

    Ganz ganz liebe Grüße
    Anne von FASHION LOVE

    1. Liebe Anne , da werde ich ja ganz rot bei so viel lieben Worten. Ich habe manchmal Hemmungen solche Sachen zu sagen, weil ich zwar alles andere als ein Topmodel, aber eben eher dünn bin (obgleich ich heute wieder gehört habe, dass nun bereits 34/36 als dick gilt, nur noch Haut und Knochen ist angesagt, maximal 32 bei Größen um 1,80m, das ist doch irre) Ich bin eben so und andere anders und es gibt so tolle wunderschöne Frauen mit Kurven, mit großen Nasen, was auch immer. Jeder hat Problemzonen und schönes. Authentische Blog, die viele erreichen, weil sie bekannt und erfolgreich sind, könnten da viel erreichen. Nur sieht man in oberen Liga zunehmend wirklich nur noch Magazincharakter und die Bilder werden auch immer extremer im Posing. Ich hoffe, dass mehr Unternehmen wieder das individuelle entdecken und sehen, dass gerade damit die “Masse” der Käufer zu erreichen ist.
      LG
      Chris

      1. Du bist so schön wie du bist! (Obwohl ich leicht verwundert war über dein Alter. Hätte ich niiiiiiiemals gedacht. Ich hoffe ich sehe später auch noch so toll aus wie du!)<3 <3 <3

        Ich glaube in Bezug auf die ganzen erfolgreichen Blogs und die Person(en) die dahinterstecken, wird es noch eine Weile dauern bis sie einsehen, dass Individualität und keine Hungerkarken-Figuren der Schlüssel ist.
        Perfekt abgelichtete Bloggger in Size Zero vorzugsweise ohne viel Oberweite, blutjung und biegsam, komplett eingekleidet in den teuersten Marken der Welt, die sich ein Otto Normalverbraucher niemals leisten kann, werden wir wohl noch häufig zusehen bekommen… Da kann man nur noch abwarten was die Zeit bringt und für uns bereit hält…

        In der Mode gibt es eigentlich nur Exteme, wie jetzt die ganzen "Size Zero Girls" und die sogenannten "Curvy Girls" (wobei ich unter kurvig nicht Größe 50 verstehe, aber nun gut.) Beides Körperformen, die offensichtlich auffallen und natürlich einen meist bleibenden Eindruck hinterlassen, aber irgendwie doch nicht gut sein können! Weder für die Gesundheit und schon gar nicht als Vorbildfunktion. Und doch werden dünne Blogger gepusht, um noch dünner zu werden – sowie extrem kurvige Blogger und Frauen dazu ermutigt werden sich in ein figurbetontes Kleid zu schälen oder bauchfreie Tops zu tragen und ein "Ich liebe mich selbst so wie ich bin" dazu zu flöten. Wenn sie sich wohlfühlen ist das ok, aber ich kann es mir nicht vorstellen, weil ich eben auch mal fett (ich darf das sagen) war. Es ist so schwer sich zu bewegen, im Sommer ist es noch unangenehmer, vor allem wenn die Oberschenkel aneinanderreiben beim gehen und die Haut oder Hose dadurch "aufgescheuert" wird. Alles ist irgendwie anstrengend und Klamotten sehen an einem auch nicht toll aus. Was denkst du ?

        Einen kleinen Tipps habe ich für alle Frauen mit Normal/Durchschnittsgewicht und mit Busen und Po: Jestil.de! Das ist eine Bloggerin, die – wie ich finde – wirklich authentisch ist und sich mit ihrem Körper bestens arrangiert und immer noch sie selbst ist (und hoffentlich bleiben wird. Bei ihr schaue ich auch immer gerne vorbei.

        Liebe Grüße
        Anne
        http://annesfashionlove.blogspot.de/

  14. Ein sehr schöner Beitrag! Ich stehe mit meinem Projekt uniqueStyler auf beiden Seiten und teile 100% Deine Meinung. LG Kristiina

    1. Ach wie cool,da ist ja mal ein tolles Ding, ich habe mir deine Seite angesehen! Tolle Geschäftsidee und super aufgemacht!

      LG
      Chris

      Chris

  15. Ich lese fast nie Fashion-Blogs, eben weil die meisten, die ich entdecke, von Mädels gemacht werden, die ne Figur haben wie ich mit 18, nur nochmal etwas größer. Jetzt bin ich 34 und habe viel zu breiten Hüften und wenig Oberweite. Ich sehe eher nie Blogs, in denen die Damen auf den Fotos meine Figur haben. Was soll ich mir also Klamotten anschauen, die ich eh nie werde tragen können? Dass ich jetzt nochmal 20kg abnehme und so dürr werde wie mit 18 ist ja auch eher utopisch… Von daher stimme ich dir zu, es sollte viel mehr Blogs von “normalgewichtigen” (dass es so ein Wort überhaupt geben muss) Frauen geben und nicht nur von superdürren, superjungen Mädchen. LIebe Unternehmen, mit 18 habe ich noch Taschengeld bekommen, mit über 30 verdiene ich richtiges Geld und könnte es bei euch lassen, aber nicht, wenn ihr nur magersüchtige Jugendliche fördert!

    1. Liebe Tanja, ja genau, wie recht du hast, die Konsumerzielgruppe, sind die Frauen, die im Leben stehen, vor allem Frauen mit Verstand und einem Einkoemmn:-D

      LG
      Chris

  16. Sehr wichtiges Thema das du da ansprichst. Ich bin neu in dem Business und hatte noch keine Kooperation jedoch verfolge ich viele andere Blogs und bei manchen merkt man das der Erfolg nicht nur gute Seiten hat. Abgesehen davon das sie abnehmen, diese und jene Diät machen und davon schwärmen, am meisten nervt mich das viele mit dem Erfolg ihre Authentizität verlieren. Man merkt es ist Ihr Beruf Produkte weiter zu empfehlen (was ja auch in Ordnung ist) nur bei vielen merkt man wie gezwungen das ganze schon ist und dann verlieren sie auch Leser.

    Ganz toller Artikel und toller Blog 😉

    1. Liebe Steffi, ja, es ist schwer und man muss auch mal nein sagen können und eben wirklich bei vielem 2x hinsehen. Kooperationen sind, gerade wenn man viel Zeit und Geld in den Blog steck, natürlich wichtig, aber man muss grundsätzlich bei sich bleiben. Natürlich entwickelt man sich, arbeitet am Layout, an seinen Foto Skills… Das ist ja auch gut so, aber eben nicht so, dass man werden will wie X oder Y. Und schon gar nicht von aussen sagen lassen, wie du und dein Blog sein sollen, denn das ist dein Projekt, das du dir aufgebaut hast
      LG
      Chris

  17. WOW!
    Ich liebe dich für diesen Beitrag! :”)
    So gut geschrieben und leider soooooo wahr!
    Das ist ein Aspekt, das mich persönlich mega krass nervt. Man gibt den ganzen Jungen Mädchen da draußen einfach so ein falsches Bild von Schönheit!

    Weiter so!

    XX,

    http://www.ChristinaKey.com

    1. Ja, ich habe auch gerade Angst um die jungen Mädchen, die tun noch viel, wenn sie denken “es hilft”. Und es ist schade, wir brauchen Blogs, damit sie eben etwas anderes zeigen als die Magazine!

      LG
      Chris

  18. Hallo,
    ein interessanter Artikel. Ich kenne übrigens einige Ü40 Blogger, die recht erfolgreich sind und Kooperationen haben und auch nicht gerade dünn sind, aber gut die sind vielleicht die Ausnahme. Bei mir (Mitte 40) gibt’s auch mal den ein oder andern flippigen Fummel und auch die Jeans mit Rissen fehlen bei meinen Outfits nicht. Und ja…ich trage auch lieber solche Modelle als ein Chanel-Kostümchen.
    Ich bin klein, ich bin nicht dünn und ich bin zu alt – vielleicht habe ich deswegen bisher so gut wie keine Kooperationen im Fashionbereich….?
    Auf jeden Fall gebe ich Dir Recht, ich will keine jungen dürren Mädels in den Klamotten der Labels sehen, sondern normale Frauen – auch gerne über 30. Ganz ehrlich, es ist für mich ein Grund, Kleidung nicht zu kaufen, weil sie von extrem dürren Mädchen getragen wird (wie z.B. gerne bei Zala….gezeigt).
    Achja…ich hätte auch gerne einen Fotografen und Shootings all around the world..
    LG Anja

    1. P.S. Es ist vielleicht meinem extrem hohen Selbstbewußtsein zu Verdanken, dass ich trotzdem weiterblogge und micht toll finde wie ich bin.

    2. Liebe Anja, genau das ist der Vorteil, wenn man älter ist, man hat, zumindest oft, mehr Selbstbewusst sein. Ich glaube, als ich so 19, 20 war, war ich innerlich doch sehr unsicher, mich hätte da manches mehr getroffen als heute. Ja – und ich finde, es ist an der Zeit, dass man einfach macht, was einem gefällt – und die Unternehmen könnten sehen, dass das auch für sie von Vorteil sein kann! Meine Mutter trägt schneeweiße AirMax mit Röhrenjeans – sie wird dieses Jahr 79 (sieht ihr aber niemand an). Ja, es gibt schon auch nicht “Ideal-Blogger” mit Kooperationen, aber wenn ich die Entwicklung sehe, wie die großen Blog immer gleicher werden… und die Bloggerinnen eben immer dünner und einheitlicher.. ich finde es schade. Da kann ich mir die Vogue kaufen und mich in die Sonne setzen.
      LG
      Chris

      LG
      Chris

  19. Hallo Chris, ich finde es toll, dass Du dieses recht schwierige Thema auf Deinen Blogg veröffentlichst…. Es gibt ja auch schon mit 20 immer mehr Mädels die schon Übergrössen tragen. Oder wenn ich mich in meinem Freundeskreis so umschau’ …. auch wenn aktive Frauen ab 38+ viel Sport machen gibt es richtige Probleme bei der aktuellen Mode.Ob am Oberschenkel, den Hüften, Schultern oder Oberarmen… Mit etwas Sport sprengt Frau so schnell mal die Nähte oder Passform. Wir stehehn mitten im Berufsleben, haben Familie und wollen das Leben etwas geniessen. Auf Feiern oder beim Lunch nicht nurm Salatblatt knabbern. Promifrauen können statt 8 Stunden im Job ins Gym spazieren. Haben noch ihren PT! Oder eben wie Jelo mit 47 – die hat ihre eigenen Designer. Aber das ist eben nicht die breite Masse oder eben der Markt. Und der Markt wird ja eher älter. Meine Oma ist jetzt 95 und möchte modisch gestylt spazieren oder zum Cafe gehen. So ein Einkaufsbummel kann schon mal 4 Generationen zusammenbringen und verdammt schwierig sein. Aber die Oma bekam ihre Jeansjacke, helle Hose und einen Poncho. Dazu ein Hütchen und die riesige Sonnenbrille. Wir haben dabei so einige Läden aufgerollt und es fiel auf, dass das Angebot ab dem gewissen Alter sehr mager wird….. 3 Frauen gingen übrigens ohne Einkauf nach Hause, weil erst mal die Oma für ihre Reise wichtig war! Spass hatten wir trotzdem. Die Kosmetikindustrie hat schon längst umgeschwenkt und den Markt erkannt. Zeitschriften ebenso…. Aber Frau möchte ja auch gut gekleidet durch die Jahre spazieren. Ach ja, das Schlimmste waren die Schuhe. Da hat die Oma nun ihre ersten Sneacker. Alles andere war ein “no go” wie die Oma frech den Verkäufern erklärte Übrigens hat unsere Oma den Einkauf mit dem Handy fotografiert und will das bei der nächsten Familien Feier zum Besten geben

    1. Liebe Rike, das erinnert mich daran, wie ich mit meiner Nichte Anna und meiner Mutter, also ihrer Oma, shoppen war und meine Mom bekam Röhrenjeans und AirMax. Die Enkel nennen sie “Hipster-Oma” seit sie auch noch eine RayBan hat 😀 Ja, das mit den Passformen ist schwierig, da eine Jeans zu finden, war auch nicht leicht. Von Mac die haben gute, die höher geschnitten sind, aber Raum für etwas Bauch lassen und dennoch ein schmales Bein nach unten zu haben. Promifrauen lassen oftmals ja auch anderes machen, damit der Körper in die Sachen passt – neben Personaltrainer und Diät. Ich denke auch, umdenken ist angesagt, auch !ältere! wollen heute gut aussehen und nicht die letzten 40 Jahre ihres Lebens Polyester Kleider mit Kittelschürzendruck tragen, wie das früher mal war. Schuhe sind auch so ein schwierigens Thema, wenn die Füße nicht mehr so in Schuss sind, ich will dann auch nicht mit beigen Sanitätshaustretern irgendwann runlaufen 🙁

      LG
      Chris

      1. Dankeschön für Deinen Hosentipp☺ die Marke ist gespeichert und ich habe schon 2 Geschäfte entdeckt, die diese Marke führen und gut erreichbar sind!! Vielleicht kann ich bei der Marke auch meine Mam glücklich machen Blogge bitte weiter so fleissig und Dir noch eine schöne Restwoche. LG Rike

        1. Liebe Rike, die Hosen sind echt super, auch die Kollektion für Männer, die habe ich meinem Traumprinzen verpasst, ich finde die super, sie sind modern schmal für Männer ohne zu eng zu sein. Bei P&C gibt es die auch und bei Appelrath und Cüpper.
          LG
          Chris

  20. Das ist mir auch schon seit einiger Zeit aufgefallen, dass erfolgreiche Fashionblogs immer mehr irgendwelchen Hochglanzmagazinen gleichen und die Klamotten eigentlich nur noch an Modeltypen gezeigt werden. Wenig Persönlichkeit, dafür Idealmaße und jugendliches Alter – optimiert für Profi-Fashion-Fotos. Ganz unter uns, aber solche Blogs schaue ich mir meist gar nicht mehr groß an.

    Ich liebe eher die Blogs mit Persönlichkeit und ja, wo eben auch mal eine Größe 40 auf 165 cm Körpergröße präsentiert wird oder die Bloggerin eben nicht den gängigen Schönheitsidealen entspricht. Wegen mir muss sie auch nicht nach Ibiza fliegen oder auf die Malediven, um ein paar seelenlose Fotos zu präsentieren. Von mir aus kann sie ihren Look gerne zuhause vor dem Spiegel, in der heimischen Kleinstadt oder sonstwo fotografieren. Die anderen Bilder bekommt man ja ohnehin in der Art immer serviert, sei es im Modemagazin oder in irgendwelchen Katalogen o.ä.

    Ich bin auch dafür, dass Styles nicht nur an Bloggerinnen, die jugendliche Modeltypen verkörpern, gezeigt werden, sondern durchaus auch an “richtigen” Frauen, die gerne älter als 27 sein dürfen, gerne auch 75+ Jahre alt (advanced style), und die auch Konfektionsgrößen tragen, die der Normalverteilung entsprechen und nicht nur dem Ideal ^^

    Schaumermal, ob es bald mutige Firmen gibt, die Kampagnen unter solchen Voraussetzungen entwickeln. Ich wäre jedenfalls auch dabei 🙂

    Liebe Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

    1. Liebe Salvia, ja, es wäre wünschenswert, dass die Firmen da Potential der Vielfältigkeit erkennen, du hast recht, wir brauchen keine tausendfache Ausgabe der Vogue online.

      LG
      Chris

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