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THEMA DANKBARKEIT: WOFÜR DANKBAR SEIN?

Dankbarkeit, das klingt so selbstverständlich, ist es aber oft nicht. Wofür soll man eigentlich tatsächlich dankbar sein oder warum muss es manchmal auch nicht? Schlimme, schmerzliche Erfahrungen lehren einen Demut vor dem, was bleibt. Wer viele geliebte Menschen verliert, weiß solche, die geblieben sind, zu schätzen. Wer Krankheit bei sich oder im Umfeld erlebt, begreift, welch kostbares Gut Gesundheit sein kann.

[unbezahlte werbung]Dankbarkeit | Wie dankbar muss ein Mensch sein? & Wohnzimmer Makeover

Viel über meine Schicksalsschläge erfahrt ihr Im Beitrag “PATCHWORK-FAMILIE & TRAUER | ES FEHLT AN ALLEM” und in meiner Kategorie “THE POTSDAM PROJECT”.

WAS BEDEUTET DANKBAR SEIN?

Ehrlich gesagt, halte ich mich für keinen undankbaren Menschen. Manchmal sehr traurig, mitunter auch verzweifelt, doch wieder zunehmend mehr auch fröhlich mit dem mir zueigenen bissigen Witz. So bin ich vielen Menschen in meinem Leben für ihre Unterstützung dankbar. Und ich empfinde Dankbarkeit für die Kraft, die mir geholfen hat, weiterzugehen.

 

WIE DANKBAR MUSS ODER SOLL MAN SEIN?

Wie dankbar muss man für sein Leben sein, auch wenn es nicht immer leicht ist? Dankbarkeit empfinden, kann einen erden und vor echter Verzweiflung bewahren.

DANKBAR FÜR VIELES

[unbezahlte werbung]Bin ich undankbar?Dankbar bin ich dafür, dass ich es geschafft habe, mir selbst treu zu bleiben und für mich einzustehen. Großen Dank empfinde ich dafür, dass ich das schlimmste Jahr meines Lebens überstanden habe. Ich bin dankbar dafür, dass Potsdam mir eine neue Heimat gegeben hat, wie sie schöner nicht sein könnte.  An manchen Tagen empfinde ich einfach große Dankbarkeit und eine Ahnung von echter Freude, wenn ich durch die Straßen von Potsdam oder den Park Sanssouci laufe. “Sans Souci” bedeutet “ohne Sorgen” und dies ist von großer Bedeutung für mich. Dankbar bin ich für wunderbare Menschen, die ich seither kennenlernen durfte und die mir echte Freunde geworden sind.

DANKBARKEIT: EINE FRAGE DES GLAUBENS?

Dankbarkeit ist an keinen religiösen Glauben und keine Lebenseinstellung gebunden. “Dankbar sein” heißt nicht anderes, als ist Demut vor dem zu empfinden, was einem gegeben wird. Schöne und gute Dinge nicht als selbstverständlich zu nehmen, ist mir sehr wichtig. “Not to take it for granted” heißt es im Englischen und dies meint, das man Gutes, das einem zuteil wird, nicht als Selbstverständlichkeit erachtet.

DANKBAR FÜR GEFÜHLE

[unbezahlte werbung]Dankbarkeit | Was bedeutet das eigentlich?Gerade die Zuneigung, die einem durch andere Menschen zuteil wird, darf man niemals “for granted” nehmen. Dankbar bin ich aber auch dafür, dass ich noch in der Lage bin, überhaupt zu fühlen. Dankbar bin ich, mich über Dinge und an der Liebe durch andere zu freuen und selbst Wärme und Liebe für andere empfinden zu können.

Wenn Menschen ihr Herz nicht öffnen können, ist das eine traurige Sache. Jemandem, der aus Angst vor dem Risiko verletzt zu werden oder sich abhängig zu fühlen, Menschen abweist, fehlt es an Dankbarkeit. Er weiß nicht zu schätzen, was ihm entgegengebracht wird.

BIN ICH DENNOCH UNDANKBAR?

Ich selbst kenne diese Angst, wieder verletzt zu werden, nur zu gut. Einige Freunde und eine sehr große Liebe habe ich gehen lassen müssen, weil diese Menschen selbst keine echte Wärme und Zuneigung gezeigt haben. Und mir sind liebende und warme Menschen entrissen worden, die ich gerne in meinem Leben behalten hätte. Lest hier zu auch meinen Beitrag “FREUNDSCHAFT & LOSLASSEN: LAUT GEDACHT”.

Doch muss man für alles dankbar sein? Gerade, wenn man sich in einer schwierigen Situation befindet, gibt es die Menschen, die einem wirklich die Hand reichen und aufhelfen. Aber es finden sich leider auch andere, die es schaffen, einem mit vermeintlichen Hilfsangeboten das Gefühl geben, nichts wert zu sein.

EIN RECHT AUF WÜRDE

“Die Würde des Menschen ist unantastbar” heißt es in unserem Grundgesetz. Wer Menschen helfen möchte, sollte immer darauf achten, diese Menschen nicht zu verletzen, zu beschämen oder ihnen ihre Würde zu nehmen. Einer Freundin abgelegte Klamotten mit dem Hinweis anzubeten, dass sie einem als man dick war, auch noch gepasst hätten, ist verletzend. Dankbarkeit ist hier weder nötig noch sollte sie erwartet werden. Man hat ein Recht darauf, nicht immer und für alles dankbar sein zu müssen.

DANKBARKEIT FÜR HILFE ODER BESCHÄMUNG?[unbezahlte werbung]Dankbarkeit: Wie dankbar muss ein Mensch sein?

Als ich durch die Umstände des letzten Jahres in echte Not gekommen bin, hat mir eine Freundin angeboten, sich dafür einzusetzen, dass ich bei ihr im Unternehmen anfangen kann. Dies war ein liebevolles Angebot auf echter Augenhöhe. Dass ich es ausgeschlagen habe, lag vor allem an der schlechten Erreichbarkeit mit dem Nahverkehr. Tatsächlich hätte es mehrere Stunden Fahrzeit jeden Tag bedeutet. Doch ich war ihr dankbar dafür, dass sie mir diese Möglichkeit eröffnet hat. Und tatsächlich hatte ich lange ein schlechtes Gewissen, weil ich ablehnen musste.

Ich bin dankbar dafür, dass ich in meinem derzeitigen Sommerjob Menschen eine gute Zeit geben kann.  Das macht mir wirklich Spaß. Nicht so wahnsinnig dankbar bin ich für diesen Job an sich, denn er ist hart und die Bezahlung alles andere als gut. Es wird viel verlangt und wenig geboten. Doch es bringt mich wenigstens über den Sommer, bis ich etwas besseres gefunden habe. Es macht Freude, Besuchern der Schlösser ein schönes Erlebnis zu bereiten, Kinder glücklich zu sehen und Eltern, die der Familie echte Kultur statt nur Freizeitparks bieten. Doch für die Job-Konditionen bin ich nicht dankbar.

MUSS ICH FÜR ALLES DANKBAR SEIN?

Eine Freundin auf eine passende, adäquate Stelle aufmerksam zu machen, ist eine liebevolle Hilfe. Der Marketing-Expertin einen Job in einer Putzkolonne oder als Aushilfsschreibkraft zum Mindestlohn zu empfehlen, ist hingegen Demütigung. Eine solche Arbeit findet die Freundin auch ohne seinen solchen “Tipp”.

Als ich ein solches “Angebot” in Frage gestellt habe, bekam ich von einer Bekannten einiges zu hören. “Wenn du meinst, dir leisten zu können, das abzulehnen”, war die Antwort. “Dann wünsche ich dir viel Erfolg bei der Suche nach einem Job, den du für dich für angemessen hältst”, wurde noch recht süffisant nachgesetzt.

Was will man der “Freundin” damit sagen? Was besseres findest du sowieso nicht, selbst dafür braucht es noch “Hilfe”? Mehr bist du nicht wert? Ich frage mich, warum Menschen solche Dinge tun. Fühlt man sich selbst besser, wenn man andere herabsetzt? Mir ist dies fremd.

Wer hier Dankbarkeit erwartet, sitzt auf einem sehr hohen Ross und sollte sich hüten, nicht selbst einmal herunterzufallen, um dann ähnliche schmerzliche Ratschläge .zu erhalten. Wer wirklich selbst dankbar ist, neigt weniger dazu, sich selbst höher zu stellen als andere. Ich weiß, es ist manchmal schwierig Menschen in Not zu helfen ohne sie zu beschämen, aber es ist möglich.

DANKBARKEIT FÜHLEN & ZEIGEN!

Am einfachsten zeigt mal Dankbarkeit, indem man es einfach ausspricht. Ein kleines “DANKE” ab und an, ist eine schöne Sache. Kleine Gesten und Aufmerksamkeiten, selbst auch da zu sein, wenn man gebraucht wird, dies alles sind Zeugen echter Dankbarkeit. Für Freunde oder meinen Schatz koche ich sehr gerne etwas, ob aus einem konkreten Anlass oder um einfach mal wieder “danke, dass es dich gibt” zu sagen.

DANKBAR STATT NEIDISCH

Dankbarkeit ist der Gegenspieler zu Neid. Dankbar sein macht uns glücklich, denn wir empfinden, dass wir Wertvolles besitzen und genießen dürfen. Dies kann die Liebe anderer Menschen, Gesundheit oder auch durchaus etwas Materielles sein. So freue ich mich an meinem schwer erkämpften Heim. Wenn ich nach Hause komme, geht mein Herz auf.

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EIN KLEINES STÜCK VOM GROSSEN GLÜCK

Wenn ich die kleine Wendeltreppe meiner Puppenmaisonette nach oben gehe, weiß ich, hier bin ich angekommen. Ich liebe dieses Zuhause und ich liebe diese Stadt. Potsdam kann einen nur mit Staunen und Dankbarkeit versetzen. Wer Neid empfindet, wird von negativen Gefühlen zerfressen. Man kann sich erden, indem man sich klarmacht, was man selbst alles hat. Ein neidischer Mensch bin ich zum Glück grundsätzlich eher nicht. So einiges wünsche ich mir noch für mich und mein Leben, aber nichts, was andere haben oder weil sie es besitzen.

BEWUNDERUNG & DANKBARKEIT STATT NEID

Ich folge einer Menge Interior-Blogs und Instagram-Accounts und bewundere die tollen Remisen und ausgebauten Dachgeschosse. Ich liebe die einzigartig heiter-bunte Wohnung von Melanie aus Berlin, mit der sich mir jeden Tag neue Inspirationen mit ihrem Account _duundich_ auf Instagram schenkt.  Sie schafft es, ähnlich wie ich, auch mit wenig Geld durch Kreativität, Vintage-Accessoires und Fundstücke viel zu machen.

MEHR BEWUNDERNSWERTE INTERIOR-ACCOUNTS

Ein tolles Projekt, das ich sehr bewundere, ist das HEYHEYHAUS von Steffi aus Hamburg. Mit unglaublicher Hingabe gestaltet sich die Familie ein wunderschönes Altbauhaus von 1910 liebevoll um. LIEBLINGSMÄDCHEN Ani aus Berlin besitzt nicht nur ein unglaublich schönes Heim, sondern zwei Katzen, wie ich mir keine tolleren vorstellen könnte. So wahnsinnig gern hätte ich solche Fellbällchen. Solange mir dies nicht vergönnt ist, freue ich mich jeden Tag aufs Neue an Pablo und Emil. Ich liebe die Kunst von Ani, ihre Mitbewohner mit ihrem skurrilen Humor und den einzigartigen Schnappschüssen, jeden Tag so liebenswert in Szene zu setzen. Dankbar zu sein für Inspirationen, statt Menschen ihre Fähigkeiten und Besitztümer zu neiden, macht einen viel glücklicher.

Demnächst muss ich unbedingt mal einen Beitrag mit allerliebsten Interior-Blogs und -Accounts für euch machen. Ich bin dankbar für die zahlreichen Inspirationen, aber ich verspüre keinen Neid, weil andere ein vielleicht größeres und tolleres Haus oder mehr Budget zum Umsetzen ihrer Träume besitzen.

WIE DANKBAR SEID IHR?

Wie geht es euch? Ärgert ihr euch auch, wenn Dankbarkeit für ungebetene “Hilfe” erwartet wird, die einem die Würde nimmt? Meint ihr an solchen Menschen nagt tief im Inneren Neid, so dass sie andere herabsetzen, um sich selbst größer zu fühlen? Oder denken sie einfach tatsächlich nicht nach und haben kein Empfinden dafür, wie sie Mitmenschen beschämen und verletzen?

Kennt ihr hingegen auch dieses Gefühl großer Dankbarkeit, wenn ihr einfach durch einen Park lauft und ein Eichhörnchen euren Weg kreuzt? Spürt ihr den inneren glücklichen Frieden, wenn ihr eure Liebsten betrachtet, die spielenden Kinder, den in sein Tun vertieften Partner? Fühlt ihr Dankbarkeit, wenn ihr daheim auf dem Sofa sitzt und euch umschaut? Spürt ihr die Freude und Dankbarkeit in dem Augenblick, wenn euch klar wird, dass ihr ein schönes Zuhause besitzt und dies nicht selbstverständlich ist?

Ich freue mich auf eure Kommentare und Meinungen!

 

EUER STYLEPEACOCK

CHRIS

 

 

DeLife Stoengrce Natural Interior

2 comments

  1. Liebste Chris,
    danke für Deinen interessanten Artikel zum Nachdenken. Ja, Dankbarkeit ist ein hohes Gut und sollte nicht unerwähnt bleiben. Dankbar zu sein, ob für große oder kleine Dinge, Gesten, Gefühle und auch für Erlebnisse, Gefühle zeigen zu können und auch mal Nein sagen zu können finde ich persönlich sehr wichtig. Menschen, die es gut mit einem meinen, sollte man aber nicht vor den Kopf stoßen. Da ist sicher ein bisschen Diplomatie ganz gut. Dennoch kann man sicherlich auch ein gut gemeintes Angebot oder einen Vorschlag ablehnen (schließlich hat man seine Gründe dafür).
    Trotzdem glaube ich nach wie vor, dass auch nicht ganz so passende Infos gut gemeint sind und nicht auf Herabsetzung gedacht sind.
    Vielleicht sollte man an diesem Punkt noch mal gezielt nachfragen und sich darüber austauschen und auch dankbar für diese Hilfe sein.
    Ich weiß, es ist echt nicht immer einfach den richtigen Ton zu finden und oftmals ist es eine echte Gradwanderung zwischen positiven und negativen Gefühlen, die super leicht kippen können und trotzdem empfinde ich auch in solchen Situationen Dankbarkeit. Nämlich, dass ich für andere wichtig bin und sie sich Gedanken und vielleicht auch Sorgen um mich machen.
    Das macht mich dankbar.
    Ich bin dankbar für mein derzeitiges Leben, denn auch das war nicht immer so. Es gab auch bei mir so einiges negatives. Aber die Möglichkeiten, die sich daraus auftaten, auch mit Hilfe und Ideen von anderen, denen ich dafür immer noch dankbar bin, haben mir zu meiner jetzigen Lebenssituation geholfen, auch wenn ich deswegen schon mal als oberflächlich betitelt wurde.
    Ganz liebe Grüße,
    Mo

    1. Liebe Mo, ja, ich denke auch, dass manches nicht so gemeint ist, wenn allerdings dann nochmals verbal nachgetreten wird, muss man sich schon fragen, wo die gute Absicht liegt. Aber grundsätzlich bin ich trotz aller schweren Dinge in meiner jetzigen Situation für wirklich vieles sehr dankbar.
      Allerliebste Grüße
      Chris

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