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So viele Halbwahrheiten und Missverständnisse tummeln sich rund um unser Leben. Jeder kennt die Sprüche und Schlagzeilen und auch die Weisheiten, die einem die Großmutter schon mitgegeben hat.

WAS IST DRAN AN SPRÜCHEN, HALBWAHRHEITEN & GERÜCHTEN?

Vitamintabletten verursachen Krebs und Models können essen, was immer sie wollen. Natürlich wiegen sie dennoch nur 48 kg bei 1,82 m und Sharon Stone sieht mit 60 aus wie 28. Selbstverständlich ist das einfach so, weil sie unheimlich viel Wasser trinkt. Wer es heutzutage nicht schafft, vier Wochen nach der Geburt seines Kindes auszusehen wie Giselle Bündchen vor ihren Schwangerschaften, hat sowieso schon versagt.

HALBWAHRHEITEN RUND UM DEN KÖRPER

Ganz viele Halbwahrheiten finden sich rundum das Körpergewicht, das eben auch ein sehr elementares Thema unserer Gesellschaft ist. Daher gibt es hier nun viele Punkte dazu. Nicht, weil das Gewicht das wichtigste Ding auf der Welt ist, sondern weil es hierzu eine Menge falscher Annahmen gibt.

Und bei so mancher Person des öffentlichen Lebens geschehen sowieso Wunder. Brüste und Lippen wachsen von ganz alleine und Altern geht bei vielen rückwärts – dank ausreichend Brokkoli und Superfood. Viel Wasser, dazu jede Menge Vitamine und wir bleiben ewig gesund, schlank, fit und schön? Also, was ist dran, an den ganzen Sprüchen und Erkenntnissen rund um unsere Schönheit und Fitness?

DU MUSST NUR VIEL WASSER TRINKEN!

Der wohl beliebteste Spruch unserer Zeit. Dies gehört auch zu den entzückenden Halbwahrheiten. Wenn es doch so einfach wäre. Allen Schönheiten, Promis, Models & IT-Girls scheint eines gemein: Sie müssen weder hungern, noch sich anstrengen. Sie brauchen nicht schwitzen und zappeln. Dennoch sind sie immer rappeldünn und sie bekommen nicht einmal Falten – auch über 40 oder 50 nicht.

Nein, sie trinken einfach unheimlich viel Wasser und das einfach beständig. Ganz davon abgesehen, dass es ja zu schön wäre, wenn Wasser ein solches Wundermittel wäre. Es ist kalorienfrei, günstig und unschädlich. Dennoch glaube ich auch nicht, dass gerade diese Menschen permanent drei oder vier Liter Wasser am Tag in sich hineinschütten.

Mythen und Halbwahrheiten rund um Schönheit und Gesundheit

Vier Liter Wasser vor den Oscars? Wohl eher nicht, es sei denn ich möchte einen Wasserbauch unter dem Versacekleid. Und wer will da schon den Rest des Abends auf der Toilette verbringen?

Viel Wasser trinken ist sicher gut. Dies hilft dem Körper sich zu entgiften und hält das Blut flüssig. Ab einem gewissen Alter bekommte jeder tatsächlich mehr Trockenheitsfältchen. Dies zeigt sich gerade an den Augen und am Dekolleté, wenn ich zu wenig trinke. Zu den Halbwahrheiten gehörte es deshalb, weil der Umkehrschluss, dass man keine Probleme mehr hat, wenn man genug trinkt, wohl so nicht stimmt. Wasser trinken bewirkt keine Wunder. Es killt nicht wirklich Falten und macht nicht schlank. Dies stimmt nur dann, wenn ich Wasser trinke anstatt zu essen. Es bewahrt auch nicht vorm Älterwerden.

NUMMER 2 DER HALBWAHRHEITEN: SCHLAF MACHT SCHÖN

Noch mehr Halbwahrheiten: „Schlaf macht schön“ – ach, schön wär’s.  Ich z. B. schlafe meist nur 3-5 Stunden pro Nacht. Bin ich jetzt hässlich? Unausgeschlafensein macht sicherlich nicht schöner. Augenringe, mangelnde Ausstrahlung und Vitalität sind die Folge. Wer nicht mehr mehr 20 oder 30 ist, weiß genau, wovon ich rede. Über die Stränge schlagen rächt sich am Morgen mehr als in der Jugend. Daher sage ich immer: Ich kann morgens immer noch gut aussehen. Es dauert nur etwas länger.

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Früher ging es auch nach einer langen und weinseligen Nacht ohne Augengel und eine Tonne Feuchtigkeitscreme. Grundsätzlich ist das Schlafbedürfnis aber etwas sehr individuelles. Manch einer fühlt sich nach sieben Stunden Schlaf noch gerädert, andere benötigen nicht viel Schlaf. So schlafe ich schon immer extrem wenig. Dennoch sehe ich „für mein Alter“ noch relativ jung aus.

NOCH MEHR HALBWAHRHEITEN…

DAS SIND NUR DIE GUTEN GENE

… womit wir direkt beim nächsten Thema wären… Halbwahrheiten rund um die Gene. Unsere Gene sind für vieles verantwortlich, das ist richtig. Doch bei vielen sind es eben nicht nur die guten Gene, denn Botix und Hyaluron sind heute nicht mehr nur ein Privileg der Hollywood-Stars.

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Altern finde ich übrigens nicht in jeder Hinsicht so toll. Mich ärgern auch meine zunehmenden Falten unter den Augen und meine abgesunkenen Augenbrauen. Ich habe hängende Lider, die ich immer hochziehe. Das widerum führt zu Falten auf der Stirn. Aber einen Vorteil hat das Alter, denn ich werde gelassener und sehe vieles .nicht mehr so eng

Schaut auch mal in meinen Beitrag „TURNING 50 | WARUM 50 SEIN ECHT TOLL IST„, dort gibt es noch mehr Erkenntnisse über das Älterwerden.
Ja, manches machen wirklich die Gene.

Wenn die Mutter mit 70 noch eine tolle Haut hat, ist die Wahrscheinlichkeit für uns größer lange jung auszusehen. Aber sicher spielen auch Lebensweise und Pflege eine große Rolle. Wenn wir uns unser Leben lang in der Sonne Mallorcas und im Solarium dauergrilllen, knicken jedoch auch die besten Gene vor der UV-Belastung ein.

Und so kommen wir auch gleich zum nächsten Punkt: dem Gewicht. Dieses ist zu einem großen Teil auch genetisch bedingt, aber eben nicht nur.

ICH KANN ESSEN, WAS ICH WILL UND BIN IMMER DÜNN

Auch dies gehört zu den wunderbaren Halbwahrheiten. Manch einer hat auch einen schnellen Stoffwechsel wie ich und ist eher schlank. Andere freuen sich dafür über ein tolles Gesicht und eine wunderschöne Nase oder herrliche gerade Zähne. Dennoch beinflusst unsere Lebensweise einiges. Wer ständig zu viel und falsch isst, wird fast immer irgendwann Gewichtsprobleme bekommen und zunehmen.

Ich gehöre wirklich zu den dünneren Menschen. Schon als Kind war ich ein ständig in die Höhe schießender Spargeltarzan. Zwei Schnitzel zu verdrücken, war mir ein leichtes und dennoch war ich immer dünn. Aber bei uns gab es wenig Süßigkeiten und keine zuckerhaltigen Getränke. Statt dessen bekamen wir viel Obst und Gemüse und waren ständig draußen am Toben. Zur Bewegung erfahrt ihr mehr weiter unten.

Lecker und gesund essen

Ich esse tatsächlich viel eher Männerportionen und ich trinke auch gern einen guten Wein oder auch mal ein Bier. Von Unmengen Pommes und Mayo nimmt aber auch ein Mensch wie ich zu.

…UND NEHME EINFACH NICHT AB

Auch ich habe Freundinnen, die haben es da wirklich schwerer als ich. Sie essen tatsächlich weniger und nehmen leichter zu. Aber es lohnt sich nicht nur die Gene verantwortlich machen. Jeder tut gut daran, auch die eigenen Gewohnheiten zu überprüfen. Selbst ein träger Stoffwechsel lässt sich mit viel Bewegung und richtiger Ernährung auf Trab bringen.

DIÄT-HALBWAHRHEITEN: WER ABNEHMEN WILL MUSS EINFACH HUNGERN

Eine der schlimmsten Halbwahrheiten. Ganz im Gegenteil mag ich da sagen, denn wenig essen macht nicht auf Dauer schlank. Immer verzichten und hungern, macht eher dick. Wer nicht satt wird, spielt seinem Körper eine permanente Versorgungskrise vor. Der Mensch möchte überleben und das möglichst effektiv. Also schlachtet er das wenige, das man ihm anbietet, bestmöglich aus. Jede Kalorie wird verwertet und nichts ungenutzt ausgeschieden. Bekommt der Körper dann doch mal mehr, wird das gleich gespeichert. Der Stoffwechsel geht auf Sparflamme, wenn ich ständig zu wenig esse.

Mythen und Halbwahrheiten rund um Schönheit und Gesundheit | Schlank ohne Mühe

Mein Körper hingegen reguliert sich sehr gut. Nehme ich aus Stress, Krankheit oder Kummer ab, kommt sehr bald vermehrter Appetit zurück. So erreiche ich schnell wieder mein reguläres Sollgewicht.

Es geht nicht so sehr darum, wie viel oder wenig man iss, sondern WAS man isst…

ERNÄHRUNG & HALBWAHRHEITEN: KOHLEHYDRATE MACHEN DICK

Auch hier wechseln die Erkenntnisse und es tummeln sich viele Halbwahrheiten. Früher waren es Diäten in denen man Fett vermeiden sollte. Nun sind es die „bösen Kohlehydrate“, die angeblich dick machen. Fest steht, wir brauchen alle drei Hauptbestandteile der Nahrung: Kohlehydrate, Proteine und Fette. Eine einseitige Ernährung ist ungesund oder gar gefährlich. Keine Kohlehydrate zu sich zu nehmen, macht übellaunig und energielos Es ist noch immer umstritten, ob zu viel Protein die Nieren belastet.

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Wichtig ist was wann man isst. Die Gesamtmenge an Kohlehydraten, Fetten und Eiweißen ist entscheidend. Auch ich habe hier mein Essverhalten in den letzten Jahren etwas verändert, denn…

Ü 40 WIRD MAN EINFACH DICKER

… und das ist auch nicht so ganz aus der Luft gegriffen. Mit zunehmnedem Alter bauen die Muskeln vermehrt ab und der Stoffwechsel wird langsamer. Gerade bei Frauen kommt eine massive Verschiebung im Hormonhaushalt hinzu. Dazu wird das Bindegewebe schwächer und wir geraten mehr aus der Form. Die Silhouette erscheint weniger straff und formloser.

Aber auch diesen Faktoren sind wir nicht komplett ausgeliefert. Zu Zeiten meiner Großmutter galt eine Frau über 40 als „Matrone“ und das war keineswegs ein Schimpfwort. Sie hatte eben „etwas darzustellen“.  Ich muss zugeben, dass ich mit meiner beginnenden Hormonumstellung auch Veränderungen wahrgenommen habe. Schlank und drahtig  fühle ich mich einfach am wohlsten. Bei mir kamen in den letzten Jahren mehrere schwere Bandscheibenvorfälle hinzu. Dies waren Zeiten in denen ich mich nicht viel bewegen konnte und Cortison eingenommen habe. Mein Körper verliert nun unter solchen Bedigungen schneller die Form als in jüngeren Jahren. Von Bier bekomme auch ich nun ein Bäuchlein. Taille und Hüften werden speckiger und weicher, wenn mir Bewegung fehlt.

Mythen und Halbwahrheiten rund um Schönheit und Gesundheit

Abends nehme ich jetzt einfach weniger Kohlehydrate zu mir. Und oft esse auch abends viel und auch sehr spät. Ich bin kein Mensch, der mit knurrendem Magen ins Bett gehen kann. Aber die Pommes zum halben Hähnchen esse ich nun (meist) nicht mehr, eher mehr Salat. Der abendliche Chipsesser war ich eigentlich sowieso nie.

Morgens hingegen esse ich viel Kohlehydrate, meist in Form von Müsli, aber auch gerne mal Kuchen oder Puddingteilchen.

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Der Körper verändert sich und damit müssen wir alle leben. Doch wir entscheiden mit unserem Verhalten wie schnell und wie weitgehend er dies tut.

MIT DEM RAUCHEN AUFHÖREN MACHT DICK

Eine gefährliche Annahme unter den Halbwahrheiten, denn es hält viele davon ab, das Rauchen aufzugeben. Ich habe das Rauchen mit Ende Dreißig aufgehört. Abgesehen von Pausen wie in der Schwangerschaft, Stillzeit und mehreren Rauchstopp-Versuchen war ich ein richtiger abhängiger Raucher seit meinem 16. Lebensjahr. Dick geworden bin ich nun nicht, aber viel gesünder. Früher jagte mich eine Mandelvereiterung und Bronchitis nach der anderen durch den Winter. Wenn ich heute mal eine Erkältung erwische, ist das echt selten.

Smoking Girl | Comrade King | https://www.flickr.com/photos/56380734@N05/
Smoking Girl | Comrade King | https://www.flickr.com/photos/56380734@N05/

Klar, erst einmal fährt ohne Nikotin der Stoffwechsel eher herunter und viele trösten sich eben mit Gummibärchen. Aber letztendlich landet eben auf den Hüften, was was ich esse, nicht, was  ich weniger rauche. Mit dem Rauchen aufzuhören ist auch für Bewegungsmuffel die beste Gelegenheit mit Sport anzufangen. Wer das Qualmen sein lässt, bemerkt wie viel besser er Luft bekommt. Die Kondition steigt rasant. Das ist ein motivierender Faktor. Wer bisher ein Sportmuffel war, fängt mit flotten Spaziergängen an. Mit der Zeit schneller werden und das Walking beginnen. Aus so manchem ehemaligem Raucher wird ein erfolgreicher Jogger. Sport regt zudem den Stoffwechsel an. So bleibe ich auch ohne Zigaretten in Form.

Sollten es doch ein paar  mehr werden, ist die höhere Lebensqualität se sicher wert! Meist reguliert sich das dann auch wieder. Nach ein oder zwei Jahren Rauchfreiheitlanden die meisten mit normaler, gesunder Ernährung wieder bei alten Sollgewicht.

Noch ein Tipp: Wer es wie ich geschafft hat, sollte dabei bleiben und NIE mehr an einer Zigarette ziehen. Ich kenne Unmengen von Menschen, die mal eben wieder „eine“ auf der Party oder nach dem Essen rauchen. Am Ende sind sie weider regelmäßiger Raucher.

CELLULITE HAT NUR WER DICK IST

Es gibt dicke Menschen, die kaum oder keine Cellulite haben und ganz dünne Typen mit böser Orangenhaut. Wie auch die Neigung zu Krampfadern, ist dies tatsächlich weitgehend genetisch bedingt. Cellulite ist zu einem großen Teil Veranlagung. Ein schwaches Bindegwebe ist die Hauptursache.

Mythen und Halbwahrheiten rund um Schönheit und Gesundheit | Orangenhaut

Bewegung regt den Stoffwechsel an und strafft das Gewebe. Spezielle Cremes in Verbindung mit unterstützenden Massagen straffen. Eine gesunde Ernährung hilft auch, aber dies alles beseitigt Cellulite nicht vollkommen.

KINDER BEKOMMEN & STILLEN RUINIEREN DIE FIGUR

Ja, nicht nur das Rauchen aufgeben, ruiniert die Figur, auch Schwangerschaften, oder doch nicht? Auch dies gehört zu den schlimmen Halbwahrheiten. Der Trend geht eindeutig zur Leihmutter. Wer braucht schon gerissene Haut und hängende Brüste?

Nein, im Ernst. Ein Teil ist es natürlich auch Veranlagung, ob wir Schwangerschaftsstreifen bekommen. Doch selbst wenn unsere Mutter schlimme hat, steht und dieses Schicksal nicht unbedingt bevor. Meine Mom hat richtig starke Dehnungsstreifen und diese bereits durch die erste Schwangerschaft. Ich hingegen habe gar keine Dehungsstreifen und ich hatte echt einen richtig großen Bauch. Diesen habe ich allerdings permanent geölt, da ich unter Schwangerschaftsjucken litt. Vielleicht hat das meine Haut gerettet.

HÄNGEBRUST DURCH STILLEN?

Dreißig Kilo in der Schwangerschaft zuzunehmen ist sicherlich nicht hilfreich und auch nicht gesund. Aber das muss auch nicht sein. Ich kenne sogar Mütter, die nach Schwangerschaft und Stillzeit eine bessere Figur hatten als je zuvor.

Ich habe meinen Sohn auch gestillt und meine Brüste haben nicht gelitten. Sie haben nur ihre Zeit gebraucht. Überhaupt ist Stillen doch das beste, um wieder ins Form zu kommen. Wer stillt, braucht keine Diät nach der Geburt. Die Milchproduktion verbraucht massenhaft Kalorien und so kommt die junge Mutter schneller wieder in Form.

Nach dem Abstillen hat auch in meiner Brust das Fettgewebe teilweise gefehlt. Diesen Raum nimmt zunächst in der Stillphase das Drüsengewebe ein. Meine Brust war noch kleiner als vor der Schwangerschaft. Aber mit der Zeit ist alles wieder normal geworden und ich habe die gleichen (relativ kleinen) Brüste wie zuvor. Zu schnelles Abstillen ist sicher nicht so gut für das Gewebe. Manches sicher auch Veranlagung. Meine Schwester hat drei Kinder bekommen und mit jedem wurde ihre Brust sogar üppiger, obgleich sie ansonsten schlank ist. Manches bewirken eben doch die Gene. Stillen macht jedoch nicht grundsätzlich die Brust kaputt und Schwangerschaften ruinieren nicht automatisch die Figur.

JEDE FRAU KANN 5 WOCHEN NACH DER GEBURT BESSER AUSSEHEN ALS ZUVOR (ODER?)

Ja, heutzutage machen es einem die Topmodels ja vor. Vorreiter war Heidi Klum. Ob das den Frauen einen Gefallen tut? Der Körper benötigt nach der Schwangerschaft einfach Zeit.

Ja, eine Frau Klum hat Nannies, die die Kinder versorgen, während ihr Personal Trainer sie mit Nahrungsentzug und eisenhartem Training foltert. Fragt lieber eure Hebamme welche Bauchübungen ihr direkt nach der Geburt machen sollt, statt direkt mit hartem Training loszulegen. Vieles ist diekt nach der Geburt gar nicht gut oder gar gefährlich. Frauen sind keine Versager, wenn sie nicht sechs Wochen nach der Geburt wie ein dürres Topmodel aussehen.

Ich hatte das große Glück, trotz vielen Futterns in der Schwangerschaft wenig zuzunehmen. Das hat sich alles mein Sohn geholt. Er wog dann vier Kilo. Von den gut zehn Kilogramm, die ich zugenommen hatte, war tatsächlich schon beim Verlassen des Krankenhauses nicht mehr so viel übrig. Dennoch habe ich über ein halbes Jahr in keine alte Jeans mehr gepasst. Der Bauch ist weicher und das Becken ist noch geweitet. Ich mache Tae Bo als Sport und selbst Billy Blanks, der Erfinder dieser Sportart und ein echter „Fitnessguru“ sagt den Frauen: Wieder in Form kommen, dauert genauso lange wie die Schwangerschaft selbst. Und mal im Ernst: Who cares? Ihr habt das schönste Baby der Welt, das zählt.

HALBWAHRHEITEN RUND UM HAARE

Auch rund um unsere Haare grassieren eine Menge Mythen und viel Aberglauben.

DIE SCHÖNSTEN HAARE HAT, WER SIE NICHT WÄSCHT

Zum Glück ist der Trend zum Stinkkopf nun wieder vorbei. Eine der größten Mythen und idiotischsten Trends der letzten Jahre. Und bei keinem Hype, nicht einmal, was aufgespritzte Lippen betrifft, wurde so viel gelogen wie hier.

Da behaupteten auf einmal Hollywoodstars und Models, sie hätten seit Monaten keine Haare gewaschen. Seltsamerweise hatten sie alle perfekte Frisuren, locker und duftig und die karamelfarbenen Strähnchen waren auch ganz frisch. Wie geht denn so etwas? Haare färben ohne Waschen?

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Im Ernst, unsere Kopfhaut ist, wie der Name schon sagt, Haut – genau wie das Gesicht und jeder andere Teil des Körpers. Warum sollte ich dieses Stück Haut verdrecken lassen? Ja, früher haben die Menschen weniger Haare gewaschen, weil es die Möglichkeiten dafür nicht gab. Doch dann war der Schopf tatsächich fettig. Das Sebum wurde von der Kopfhaut via Bürsten bis in die Spitzen verteilt. In diesen Zeiten mangelnder Hygiene hatte auch so mancher noch unangenehme Mitbewohner auf dem Kopf. Da bevorzuge ich doch Waschen und Haaröl für meine trockenen Spitzen.

Feststeht, dass zu häufiges und aggressives Reinigen das Nachfetten der Haut fördert, ob auf dem Kopf, im Gesicht oder sonstwo. Die milden Shampoos heutzutage sind, je nach Bedarf, auch täglich anwendbar. Zu viele Silikone machen die Haare jedoch pappig und schwer. Ich verwende silikonfreie Haarprodukte.

Jedenfalls bin ich froh, dass die meisten Menschen (wieder) ihre Haare waschen. Ich selbst hatte es nie aufgegeben.

REGELMÄSSIG SCHNEIDEN MACHT DICKERE HAARE

Schön wär’s. Frisch geschnittene Spitzen wirken einfach kräftiger, weil die dünn gewordenen Haarenden weg sind. Das ist der ganze Zauber. Nein, sie wachsen durch Schneiden nicht schneller. Das Haar wächst oben aus der Kopfhaut und bekommt gar nicht mit, dass unten etwas gekürzt wird. Regelmäßig geschnittenes Haar ist gesünder und bricht weniger ab. Doch Haare schneiden begünstigt nicht das Wachstum.

VOM RASIEREN BEKOMME ICH MEHR HAARWUCHS

Auch dies gehört zu den herrlichen, immer weiter bestehenden Halbwahrheiten. Der Rasierer schnippelt das ausgedünnte Ende des Haares ab. Dies ist der gleiche Effekt wie beim Haareschneiden. Nur in diesem Fall ist der Effekt eben kontraproduktiv. Das rasierte Haar am Bein – oder gar der Oberlippe, kommt mit gekapptem, nicht ausgedünntem Ende wieder.  Daher wirkt es dunkler und dicker. Es empfiehlt sich einen Damenbart lieber nicht rasieren, sondern zu anderen Methoden greifen.

TEURE PRODUKTE SIND IMMER BESSER

Dass Teures besser ist, gehört zu den buchstäblich wunderschönen Halbwahrheiten in Sachen Beauty! Ach ja, wenn die Drogerie-Creme schon ein bisschen schön macht, was muss man erst Edelmarke bewirken?

Mythen und Halbwahrheiten rund um Schönheit und Gesundheit | Highend Cosmetics

Firmen, die teure Kosmetik produzieren, stecken in der Regel viel Geld in die Forschung nach neuen Anti-Aging-Wirkstoffen. Zu dem investieren sie Unsummen in die Werbung und auch in eine edle Verpackung. Letzendlich aber bestimmt der Preis nicht die Wirksamkeit.

Eine teure Creme gibt dem Verbraucher das Gefühl von Exklusivität und sich etwas zu leisten. Dennoch ist die Wirksamkeit von Cremes einfach endlich. Sie wirken an der Hautoberfläche und können weder tiefe Mimikfalten wegbügeln noch ein ausgeprägtes Doppelkinn straffen.

Mythen und Halbwahrheiten rund um Schönheit und Gesundheit | Highend Cosmetics

Eine Creme, die tausend Euro kostet, ist ihren Preis mit Sicherheit nicht wert. Welche Wunder soll sie denn bewirken? Hier geht es darum sich abzuheben. Ich kaufe das, weil ich es kann, heißt die Devise. Dieses Geld ist dann in Sachen Schönheit tatsächlich effektiver in einem Beautyeingriff angelegt. Ob jemand dies möchte, ist indivuelle Einstellungssache. Klar ist nur, eine Creme für tausend Euro bewirkt keine Wunder.

SIND ALSO GÜNSTIGE SACHEN AUTOMATISCH SCHLECHTER?

Nein! Als ich anfing, die ersten teureren Produkte in einer Parfümerie zu kaufen war ich gut zwanzig Jahre alt. Damals geschah dies eher aus der Not heraus. Im Drogeriebereich standen zu dieser Zeit überhaupt keine vernünftigen Produkte für eine empfindliche, aber fettige Allergikerhaut zur Verfügung. Für mein Studentenbudget waren die Parfümerieprodukte von Clinique wirklich „Highend“. Aber sie halfen mir meine Haut in den Griff zu bekommen. Die exklusiven Firmen forschen weiter, die günstigen Anbieter bauen nach – ähnlich wie in der Pharnaindustrie. Die Billiganbieter stecken viel weniger Geld in die Entwicklung, Verpackung, und Imagepflege. Daher sind sie in der Lage ihre Produkte zum Bruchteil eines Preises anzubieten.

Mythen und Halbwahrheiten rund um Schönheit und Gesundheit | Günstige Kosmetik

Heutzutage gibt es auch im Drogeriesegment sehr gute Marken und Artikel. Mittlerweile ist die Auswahl riesig, selbst an Naturkosmettik.

Bei dekorativer Kosmetik spielt heutzutage auch der psychologische Effekt des Luxus eine große Rolle. Vor zwanzig Jahren gab es kaum einen vernünftigen günstigen Lippenstift und wenig Farbauswahl im Billigbereich. Nicht jeder billige Lippenstift ist gut, aber es gibt auch hier richtig tolle. Als Studentin habe ich mir neben der Pflege von Clinique auch meine Chanel Foundation vom Mund abgespart. In der Drogerie gab es damals überhaupt keine sehr hellen Töne und schon gar kein Make-Up für (meine damals) fettige Haut.

Aber auch bei Foundations ist die Auswahl extrem gestiegen und die Qualität der preiswerten Sachen hat sich stark verbessert. Jeder ist heuzutage in der Lage mit kleinem Budget ein großes Makeup zu zaubern.

BOTOX KANN FÜR IMMER LÄHMEN

Cremes sind keine Wundermittel und wer glaubt, dass als die Hollywooddiven eben nur viel Wasser trinken, ist selbst schuld. Gerade um Botox kursieren ja die ulkigsten Geschichten und super viele Halbwahrheiten. Eigentlich geht es um den Wirkstoff Botulinum, der unter verschiedenen Handelsnamen vertrieben wird. Ich habe als Medizinjournalistin gearbeitet, daher kenne ich den Wirkstoff nicht nur aus der Schönheitsindustrie. Botox wird schon lange gegen Migräne, spastische Verspannungen und übermässiges Schwitzen eingesetzt. Auch gegen chronisches Augenzucken ist es das Mittel erster Wahl. Solche Patienten erhalten oft sehr hohe Dosen und nehmen keinen Schaden davon.

Der schlechte Ruf kommt sicher daher, dass an viele Orten Menschen ohne richtige Ausbildung Botox spritzen. Als der Boom einsetzte, wurde der Wirkstoff vielfach überdosiert. Gesichter erschienen wirklich bis zur (vorübergehenden) Lähmung glatt gespritzt.

Die Wirkung von Botox selbst hält maximal sechs Monate, denn es baut sich kontinuierlich ab. Um eine dauerhafte Gesichtslähmung zu erreichen, müsste man schon den Nerv stark beschädigen. Dies geschieht wahrscheinlich eher bei einem Facelift. Aber natürlich treten mitunter ungewollte Effekt wie ein hängendes Lid oder zu starre Mimik auf. Für immer lähmen wird Botox nicht. Nach spätestens einem Jahr ist der Wirkstoff komplett abgebaut. Wer also eine solche Behandlung erwägt, konsutiert besser einen erfahrenen Facharzt. Lasst euch auf keinen Fall auf Partys oder in Kosmetikinstituten spritzen.

VITAMINTABLETTEN VERURSACHEN KREBS

… ist eine Headline, die regelmäßig erscheint. Der Volksmund bezeichnet  gerne alles als „Vitamine“, was als Nahrungsergänzungsmiteln in Form von Pillen oder Brause angeboten wird. Hier machen eine Menge Halbwahrheiten die Runde. In Überdosierug gefährlich sind vor allem fettlösliche Vitamine, die im Gewebe und den Organen gespeichert werden und sich anreichern können.

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Nach heutigen Erkenntnissen ist Vitamin E, D und K in höheren Dosen und ohne ärtzliche Empfehlung nicht empfehlenswert. B- und C-Vitamine werden hingegegen vom Körper ausgeschieden. Sie führen bei starker Überdosierung aber zu Verdauungsbeschwerden. Ich selbst mache viel Sport, nehme zusätzliches Magnesium und Mineralstoffe zu mir und für meine lausigen Haare schwöre ich auf Priorin. Das hat wirklich meinen Haarausfall gestoppt und lässt sie schneller wachsen. Natürlich macht es aus meinem feinen Haar keine Wundermähne.

Es gibt also durchaus Vitamine, die in Verdacht stehen gewisse Tumorarten zu fördern. Natürlich ist dies auch eine Frage der Dosierung. Der mögliche Bedarfs an Zusatzpräparaten ist von Ernährungsgewohnheiten, Lichtverhältnissen, Konstitution, und Vorerkrankungen abhängig. Auch in unserer Überflussgesellschaft ist mancher aufgrund diverser Gewohnheiten vor bestimmten Mängeln nicht gefeit. Im Zweifelsfall ist es empfehlenswert lieber einfach den Arzt des Vertrauens zu fragen.

SICH REGEN BRINGT SEGEN

Da sage ich grundsätzlich erst einmal JA! Grundsätzlich bewegen sich heutzutage die meisten Menschen viel zu wenig. Stundenlanges Sitzen führt zu Rückenproblemen. Bei mangelnder Bewegung versteifen die Gelenke und die Kondition lässt nach. Unsere Muskeln halten unseren Körper aufrecht und entlasten die Gelenke. Somit ist es wichtig sich zu bewegen und Sport zu treiben. Auch das Herz ist ein Muskel und will trainiert sein, um nicht zu sehr abzubauen.

… ODER: WER RASTET, DER ROSTET

Wenn ich stundenlang angestrengt und selbstvergessend am Rechner sitze, roste ich mittlerweile regelrecht ein. Sport hilft mir beweglich zu bleiben und meinen Rücken zu entlasten. Als schöner Nebeneffekt regt er den Stoffwechsel an, sorgt für ein gutes Immunsystem und einen straffen Körper. Und das alles gibt es eigentlich supergünstig. Ein kleines bisschen Anstrengung bewirkt so viel Gutes für den Körper und auch den Geist. Sport hilft auch bei Depressionen.

Mythen und Halbwahrheiten rund um Schönheit und Gesundheit

Im Zweifelsfall lieber den Arzt des Vertrauens fragen, ehe ich einen neuen Sport anfange. Überbelastung oder eine Fehlhaltung sind eher schädlich als nützlich. Im Krankheitsfall, gerade bei Viruserkrankungen, lieber mal pausieren. Es besteht die Gefahr einer Herzbeutelentzündung, die bis zum Herzversagen führen kann. Ich kenne eine junge Frau, die als Jugendliche zu früh nach Pfeifferischen Drüsenfieber wieder trainiert hat. Sie bekam eine sehr schwere Herzbeutelentzündung. Nur ein neues Herz hat sie gerettet. Dies ist sicher eine extrem seltene Komplikation. Doch sie zeigt, dass wir immer wieder besser auf unseren Körper hören und bei Krankheit nicht trainieren.

Mythen und Halbwahrheiten rund um Schönheit und Gesundheit

WO EIN WILLE IST, IST AUCH EIN WEG

… ist sicher nicht die schlechteste Weisheit zum Schluss. Allen Halbwahrheiten und echten Erkenntnissen zum Trotz: Wie schön und vor allem wie glücklich wir sind, hängt nicht davon ab wie glatt unsere Haut oder wie dünn unser Körper ist. Hängt euch nicht an Halbwahrheiten auf. Letztendlich machen uns ausreichend Bewegung und eine vernünftige Ernährung fit und schön.  „Von nichts, kommt nichts“ hat meine Oma immer gesagt – und das ist wirklich wahr.

Wie denkt ihr über solche Mythen, Halbwahrheiten und Schwindeleien rund um Schönheit und Gesundheit? Was ist euer liebster Spruch, ob wahr oder einfach nur absurd?

Ich freue mich auf eure Kommentare, „Weisheiten“ und Meinungen!

Euer stylepeacock

Chris

Habt ihr mich schon auf PINTEREST & INSTAGRAM besucht? Dort gibt’s noch viel Spannendes zu entdecken.

blume2000

15 comments

  1. Wow, da sind dir ja wirklich einige Halbwahrheiten eingefallen. Danke für die Aufklärung! Einige Dinge müssen auch einfach mal gesagt werden, vor allem der Unsinn mit dem Essen. Blogger sollten viel häufiger mal Klartext reden, anstatt bei dem Unsinn auch noch mitzumachen!

  2. Super! Vielen lieben Dank für eine solche hilfreiche Übersicht. Das hat die ein oder andere Unklarheit bei mir ausgebessert 🙂

    Allerliebste Grüße,
    HOLYKATTA || INSTAGRAM || FACEBOOK

  3. Hi Chris,

    ja, vieles ist wirklich überzogen, wenn es um gewisse Themen geht und manches wird viel zu heiß gekocht. Ich habe mir bereits 3 mal Botox spritzen lassen. Jeweils in die Stirn, dort wo die Zornesfalte sitzt. Die war bei mir recht ausgeprägt und hat tatsächlich zu Kopfschmerzen geführt. Ich mache das ungefähr 1-2 mal im Jahr. Ich spreche natürlich auch normalerweise nicht drüber 😉 aber meine engsten Freunde wissen es.

    LG Christine

    1. Ah, du auch :-D, ich hebe ja genau das gleiche Problem, gerade durch meine extreme Fehlsichtigkeit ist die Falte und auch die Migräne immer schlimmer geworden. Falte lahmgelegt – Migräne weg. Es sin ja solche minimalen Mengen, wenn man sieht, welchen Dosen da auch medizinischen Gründen z.B. bei Spastikern gespritzt werden. Und man kann froh sein, dass es diese Möglichkeiten gibt.

      LG
      Chris

  4. Toller Beitrag und ich stimme dir da voll zu, zuviel trinken kann übrigens auch schädlich sein und ich will den mal kennenlernen, der wirklich alles essen kann was er will ohne zuzunehmen ^^

    1. Ja, jeden Tag 4 riesige Becher von Starbucks, Pizza, Bagel und Burger ohne Ende… und dann 49kg bei 1,80 wiegen 😉 Das gibt’s vielleicht im Modelhimmel, auf der Erde sicher nicht 😀

      LG
      Chris

  5. Hallo Chris! Habe mit Begeisterung auch diesen Beitrag von dir gelesen….danke dafür :-* . Ich denke auch, man muss sich selbst lieben und schön finden, nur dann kann man das auch ausstrahlen. Ich habe 2 Kinder und in jeder Schwangerschaft habe ich 25 kg zugenommen. Übriggeblieben sind je Kind 3 Kilos. Aber wenn ich mir heute meinen kleinen Bauchspeck ansehe und die „Verursacher“ dafür mir sagen „ich hab dich lieb“ dann sind mir diese 6 kg schnuppe. Ich denke, die meisten Tips von früher sind „Halbwahrheiten“. Gesunde Ernährung, viel trinken und ausreichend Bewegung sind meiner Meinung nach das A und O für einen Wohlfühlkörper. Und der eine fühlt sich schlank wohl, der andere eben etwas kuscheliger. Ich bin völlig normalgewichtig und inzwischen taub für Weisheiten anderer (hab durch meine MS diesbezüglich jede Menge solcher gehört 😉 ). Und kein Model kann mir erzählen, dass es isst, was es will…komisch, dass man auf Fotos meistens salatknabbernde, wassertrinkende Models sieht….da lob ich mir mein Gläschen Rotwein! In diesem Sinne: Prost. Ganz liebe Grüsse Mona

    1. Liebe Ramona, da stoße ich doch genr´ne gleich mal mit dir an 🙂 Vergesssen darf man ja auch nciht, dass glücklich sein gesund hält und Salatblatt und Wasserglas sind sicher nicht der Schlüssel zum Glück 😀

      LG
      Chris

  6. Liebe Chris, vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag. Ich bin ja hier eine der Ältesten, vermute ich mal, und kann z.B. bei den Erfahrungen Ü40 nur zustimmen, was Ernährung und Stoffwechsel betrifft. Ich war immer sehr schlank aber seit ich über 55 war habe ich trotz Essen in Maßen zugenommen, seit ich ein Medikament gegen Bluthochdruck nehmen muss ist es noch extremer geworden. Ich treibe allerdings auch keinen regelmäßigen Sport. Habe alles Mögliche früher gemacht, Yoga, Kieser Training ect. Da ich häufig an Migräne leide habe ich das wieder aufgegeben. Irgendwann werde ich mal wieder was ausprobieren 😉 Mit dem viel Wasser trinken rätsele ich heute immer, wie ich das früher ausgehalten habe, als noch gar nicht bekannt war bzw. so aufmerksam gemacht wurde, dass man mindestens 2 Liter am Tag trinken müsste. Da habe ich viel weniger getrunken als heute aber schlecht ging es mir da auch nicht. Und nun noch was zu Botox – ich lasse mir seit ca. 8 Jahren bei meinem Hautarzt die ‚Zornesfalte‘ glätten, so alle 9 Monate, so lange hält es bei mir an. Ursprünglich wollte ich auch etwas gegen meine lästige Migräne tun, sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich bin sehr zufrieden, habe halt nicht diese tiefen Falten zwischen den Augen ( die man ja mit Ü60 auf alle Fälle bekommt) , ich sehe dadurch nicht so müde und abgespannt aus. Ich habe das Botox auch sehr gut vertragen, kann aber nur für mich sprechen (schreiben) Liebe Grüße Kristina

    1. Liebe Kristina, ja, genau das sind gute Gründe für Botox die blöde Zornsfalte und Mirgräne. Warum soll man immer aussehen, als sei man schlecht gelaunt, wenn man es gar nicht ist? Ich finde es gut, wenn Menschen dazu stehen, das räumt doch einige Vorurteile aus. Noch immer gibt es ja Fernsehsendungen, in denen von Lippen aufspritzen mit Botox die Rede ist… Aufklärung tut Not. Dass es länger hält ist übrigens auch, weil man den Muskel abtrainiert und der dann sich erst wieder langsam aufbaut und in Fahrt kommt, wenn der Wirkstoff abgebaut ist. Ich hba eiene Freundin, bei der ist das auch genaus so. Meine Mom war früher auch superschlank und hat dann auch zugenommen, sie nimmt übrigens auch Medikamente gegen Bluthochdruck. Dass man etwas zunimmt seinauch gut, hat meine Frauenärztin mir erklärt, zur Vorbeugung gegen Osteoporose, dazu neigen sehr dünnne Frauen wohl mehr. Mich hat sie gleich mal zur Knochendichtemessung geschickt, aber meine Knochen sind (noch) Bombe, aber ich bin halt so ein Bewegungsjunkie, wie mein Tp gerne sagt. Meine Mon macht übrigens mit knapp 80 2x/Woche Kieser, sie hat nach ihrer Krebserkrankung damit angefangen und es bekommt ihr richtig gut, sie ist stolz auf ihren Bizeps
      Viele liebe Grüße
      Chris

      1. Liebe Chris, da hast Du ja Glück, dass mit Deinen Knochen alles o.k. ist, ich glaube, dass es viel ausmacht, wenn man wie Du ein Bewegungsjunkie ist 😉 So eine Messung werde ich auch mal machen lassen. Deiner Mama wünsche ich weiterhin viiiiel Spaß beim Kieser Training und alles Gute! 🙂 Liebe Grüße Kristina

  7. Hallo Chris,

    vielen Dank auch von mir für diesen erfrischenden Beitrag. Es fällt manchmal nicht leicht bei dieser ganzen Flut von claims und hypes noch die Durchsicht zu wahren. Da finde ich es super, dass du dir die Zeit genommen hast, um uns wieder auf den Teppich zu holen. Man muss sich einfach immer wieder selbst dazu bringen sich die Zeit heraus zu nehmen und sich zu fragen, was ist denn dran? Macht das Sinn?Was sind die Fakten? Gibt es vielleicht sogar Studien? Kritische Reviews?
    Aber selbst Wissenschaftler, wie ich, verirren sich auch mal recht leicht in dem Chaos von Marken und ihren Versprechen. Beispiel Inhaltsstoffe von Kosmetika und auch ihr Preis-Wirkungs-Verhältnis. Das fällt mir jedes mal wieder schwer, das zu durchschauen, das gebe ich zu. Ich lege jedem deshalb die beautypedia reviews ans Herz (paulaschoice.com/beautypedia/). Auch wenn ich es hasse Werbung zu machen. Das ist mir jedes mal die Hilfe kritisch zu bleiben.
    Alles Liebe, Julia

  8. Ach, meine Liebe- danke, danke, danke für den tollen Mega Beitrag!!! Auch wenn ich selten kommentiere, lese ich täglich bei Dir!
    Am meisten hat mich der Absatz über Botox interessiert. Ich werde mir im Herbst meine erste Behandlung bei einer guten Dermatologin leisten. Dein Beitrag hat mich darin bestärkt, dass es nichts “schlimmes“ ist. Persönlich stehe ich sowieso zu dem, was ich an mir “verbesserte“, aber man wird eben immer wieder mit den Halbwahrheiten konfrontiert 😉
    Liebe Grüße
    Sylvia

    1. Liebe Sylvia,
      ich bin selbst in der Entscheidungsphase zu diesem Thema und habe mich damit schon sehr viel auseinander gesetzt, wenn es dazu kommt, dann werde ich auch berichten. Ja, das ist immer noch eher ein Tabuthema. Ich finde es gut, das es heute solche Möglichkeiten gibt und viel schlimmer als etwas machen zu lassen, finde ich wirklich, so zu tun, als käme es vom guten Quellwasser 😉
      Es freu mich, dass dir der Beitrag ein bisschen weitergeholfen hat.
      LG
      Chris

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