SUBCULTURE MEETS HIGH-FASHION | EDEL-PUNK & -ROCKER

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SUBCULTURE GANZ GESELLSCHAFTSFÄHIG

Längst haben Subculture Styles ihren Weg auf die Laufstege der Designer und in die Schränke der Fashionistas gefunden. „Verrat an der Botschaft“ mag man es nennen, wenn punkige Lederjacken im High Fashion Segment neu interpretiert werden – oder Jeans mit vielen Rissen extra teuer sind.

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FASHION DESIGNER & SUBCULTURE

In den 1980ern war es Jean Paul Gaultier, der die Streetstyles auf die Laufstege holte und auf die Bühne, in dem er für Madonna die Bühnenoutfits schneiderte. Ein andere großer Designer hatte dies aber bereits vor ihm getan: Yamamoto ist für die berühmtesten Looks von David Bowie verantwortlich.

High Fashion und Streetstyle, das ist keine wirklich neue Liebe, schon Coco Chanel brachte den Frauen unkomplizierte Looks, die von der Straße und Marine inspiriert waren. Sie machte den Weg frei für einen Look, den noch viele Frauen heute lieben: Hose und Ringelshirt (das übrigens ja auch Gaultier stets trägt).

Auch in meinen Schrank finden sich zahlreiche Ringel- & Streifen-Shirts und -Pullover, dies ist nur ein Teil davon.

Ein ganz wundervolles Buch, das den DIY-Style des orginalen Punks des Großbritanniens der 1970er zeigt, möchte ich euch hierzu empfehlen. Bie Urban Outfitters* findet ihr mit „Oh So Pretty: Punk in Print 1976-1980“ tolle Lektüre, die die echten Wurzeln und kreativen Gestaltungseinfälle dieser Ära zeigt.

The Punk inside | Mein Outfit mit Urban Outfitters | Vagabond Lace Up Boots Tilda

Aber dies ist Mode. Mode greift Streetstyles auf und spielt mit ihnen. Ob die Rockabillys der frühen 1950er Jahre, die Hippies, Glam-Rocker, Punks oder Grunge-Vertreter, sie wollten provozieren, protestieren, schockieren – und letztendlich haben sie alle eines gemeinsam: Sie haben inspiriert.

MODEEXPERIMENTE & LEBENSPHASEN

Ich habe in jungen Jahren einige Experimente mit den Styles der verschiedenen Subculture-Bewegungen durchlebt, war eher Hippie und Öko, dann punkig und New Wave mit asymmetrischem Undercut und bunten Haaren und immer mit einem Hang zu dem,was man später Grunge nannte. „Gothic“ inspiriert könnte man zu der langen Zeit sagen, in der man Farbe in meinem Schrank vergebens suchte. „Black is beautiful“ war die Devise. Auch eine richtige HipHop Phase gehörte dazu. Destroyed Jeans, Ballon- oder kurze karierte Röcke, derbe Boots und Schuhe, Chucks und Sneakers, Bomberjacken – all das mochte ich seit jeher.

Staple Rizal Hat & Sweatpants (Cream)

Immer wieder gab es Zeiträume, in denen ich nach ´“altersgemäßen“ Kleidungsstilen gesucht habe und natürlich wurden teilweise beruflich eher konservative Look erwartet. Als Redaktionsleitung in der Medizin- & Pharmabranche sind gerade die „Gesundheitsstiefelchen“  Dr. Martens doch eher weniger gefragt. Aber richtig verbiegen lassen habe ich mich nie. Ein cooler schwarzer Boyfriend-Blazer zur Röhrenhose mit einer tollen Stiefeletteistit eher mein Businesslook als ein Kostüm mit Bleistiftrock und den klassischen Businesspumps.

Vintage-Sachen liebe ich auch, so trug ich in meiner Oberstufenzeit einen Wildledermantel meiner Mutter aus den 1960ern, mein absolutes Lieblingsstück. Leider weiß ich nicht, was aus ihm geworden ist. Gerade erleben die

SUBCULTURE VON DER STRASSE FÜR DEN SCHRANK

Wer schon immer mit gerne punkig-grungige Elemente mochte, sollte sich auch trauen, sie zu tragen. Wie ihr es auch in meinem Post „STYLE UNLIMITED“ sehen könnt, kann man in jedem Alter coole Looks tragen. Wer sagt, dass ab einem bestimmtem Zeitpunkt Risse in den Knien tabu sind, Shorts nicht mehr gehen oder Miniröcke nur etwas für U 30jährige sind?

The Punk inside | Mein Outfit mit Urban Outfitters

Älter werden bedeutet auch, mehr Selbstbewusstsein entwickeln im wahren Sinnes des Wortes. Sein Ding machen, sich nicht mehr verbiegen lassen, dazu stehen wer man ist. Meine wieder gewonnene Freiheit als Freiberufler gibt mir auch die Möglichkeit, im Alltag meine eigenen Ideen eines Looks auszuleben. Natürlich kann ich auch „schick“ und manchmal macht das richtig Spaß, aber für mich ist es doch eher wie „Verkleiden“ als Ankleiden.

SUBCULTURE STYLE FÜR EINSTEIGER

Rockige-punkige Elemente kann man in jeden Look einbauen, ob es nur eine kleine nietenbesetzte Abendtasche ist, Skull-Schmuck oder ein paar derbe Boots als Stilbruch kombiniert. Wäre das nicht ein herrliches Thema für die Shopping-Queen?

MOTTO: WECKE DEN PUNK-ROCKER IN DIR!

Man kann ja anfangen, mit ein paar Elementen sich auf dieses Gebiet zu wagen, wenn bisher eher weniger zu solchen Style-Elementen gegriffen hat.Hier kommt ein Style, der einfach cool, aber nicht zu ausgeflippt oder auffällig ist:

 

 

SUBCULTURE STYLE FÜR FORTGESCHRITTENE

Mutigere trauen sich bereits an Shorts mit Overknees und/oder Netzstrümpfen. Labels wie Schott NYC & Balmain bieten coole Subculture Streetstyles auf höherpreisigem bis High Fashion Niveau an. Von Balmain (z.B. über YOOX* oder JADES24*) gibt es wahnsinnig coole Stücke, leider meist nicht für ein Taschengeld. Aber ehe man zu sehr teuren Lederjacke von diesem Label greift, kann man ja mit einem Shirt beginnen.

Designer-Vintage-Stücke zum Bruchteil des Neupreises findet man bei REBELLE*, das ist echt DER Online-Luxus-Secondhand-Store.

 

SUBCULTURE STYLE FÜR FASHIONISTAS

Die echte Subculture Fashionista fühlt sich ein bisschen wie Cyndi Lauper in ihren besten Tagen, und kombiniert punkige Elemente locker mit Gothic, New Wave und New Romantic. Ein Style, der gleichzeitig bequem ist, aber auch für den roten Teppich von Film- und Musikpreisverleihungen oder Filmpremieren taugt.

 

 

ACCESSOIRES ZUM SUBCULTURE LOOK

Lederambänder, am besten gleich mehrere, geht immer wenn man nach Subculture aussehen möchte. Skulls, also Totenköpfe sind ein klassisch rockiges Symbol, das sich durch alle Sparten zieht, von Punk bis Heavy Metal. Ich liebe die Armbänder von der Berliner Manufaktur TWELVETHIRTEEN*, die ich euch bereit in einem anderen Beitrag vorgestellt hatte.

Twelve Thirteen Skull Silber Hunter Armband

Natürlich ist auch bleibender Körperschmuck ein großes Thema der echten Subculture-Szene. Piercings, Tattoos, Tunnel und allerlei dauerhafter Körperschmuck gehört dazu. Ein Relikt aus meiner wilden Zeit sind meine Zahlreichen selbstgestochenen Ohrlöcher, von denen ich aber meist nur noch die ersten, die vom Juwelier gestochenen besetze :-).

Aber natürlich muss das nicht sein und das kann jeder halten wie er möchte. Das wunderbare ist ja die Freiheit, auch NEIN sagen zu können und sich auf echte Accessoires zu beschränken.

 

NOCH MEHR SUBCULTURE-INSPIRATIONEN

 

DAS TITELBILD

 

Welches wäre euer Subculture Look? Oder sind rockig-punkige Elemente so gar nicht eures? Wer von euch hat Dr. Martens oder ähnliche Stiefel im Schrank?

Ich freue mich auf eure Kommentare!

 

Euer stylepeacock

Chris

 

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7 Kommentare

  1. Da sind echt tolle Sachen bei! Du hast mich dran erinnert, mir wieder ein Ringelshirt zuzulegen! Ich finde Punk und Grunge nicht nur vom Stil her toll (abgesehen von der Botschaft) sondern nutze das auch als Ausrede – Ist dein Pulli kaputt? Nö das soll so, is Punk!

  2. Hach, Subkulturen! Ich bin der überzeugung ein bisschen spät geboren zu sein, zu gerne hätte ich die 80er richtig mitgeschnitten!
    Subkultur muss man nicht zwingend 24/7 ausleben, sondern berufsbedingt kann man das durchaus etwas in die Freizeit verlegen. Ich habe zB mehrere Piercings, nur im Job werden sie eben nicht „besetzt“, so wie deine Ohrlöcher 🙂 Es ist eine Frage der Flexibität – bietet der Job sie nicht, muss man sie eben selbst haben.
    In meinen Augen nicht dramatisch, auch wenn ich durchaus etwas sehnsüchtig den mermaid-hair-pastelligen Mähnen der Bloggerriege hinterherschaue…
    Vielleicht im nächsten Lebens- und Job-Abschnitt, wer weiß?
    Schicke Sachen hast du da rausgesucht, wobei ich immer etwas… kritisch auf die großen Labels schaue wenn sie mal wieder „Punk“ oder „Gothic“ ausrufen. Meist ist es dann eben doch nicht authentisch, aber manchmal sind richtige Perlen dabei!

    • Ja, leider sind die coolsten Sache, die eben von den Laufstegen kommen, dann so nette Dinger wie Lederhöschen für 2400€ – will mir irgendwie niemand schenken 😉 ? Ich schneide mir oft selbst die Knie an den Jeans auf, DIY-Punk eben 😀 Aber ich finde auch, man kann das gut hinbekommen mit Job und Freizeit, deswegen rate ich auch immer eher zu Tattoos, die nicht gerade auf der Stirn prangen. Der schlimmste Albtraum meines Lebens war übrigens, dass ich mir die Flintstones habe auf die Stirn tätowieren lassen, diese Erinnerung werde ich nie mehr los. Ich habe in meinem Traum ständig überlegt, warum ich das getan habe.r

      LG
      Chris

      • Oh Gott, die Flintstones auf die Stirn… 😀 in der Tat ein Albtraum!! Was unter Unterbewusstsein da manchmal anstellt ist schon echt abgefahren… Was ich an Subkultur-lastigen Vorstößen der Mainstreammode liebe ist eigentlich eher, dass ich Secondhand dann sachen abgreifen kann die ich mir zum vollen Preis nie geleistet hätte – wenn die Vorbesitzerin feststellt, dass die punkigen Stiefel nicht mehr auf Instagram in sind 😉 In die Laufstegsachen würde ich nicht mehr passen – die Zeiten der 32-34 sind vorerst vorbei 😉 aber auch das ist okay…

  3. Hallo Chris, ich habe genau die pinken Dr.Martens von deinem Foto 🙂 ich lege mich nicht auf einen bestimmten Stil fest, das ist meist spontan nach Lust und Laune.
    Liebe Grüße Steffi

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