R.I.P. | BYE BYE DAVID BOWIE

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EIN GANZ GROSSER UNSERER ZEIT IST GEGANGEN

Heute morgen kam es gerade auf INSTAGRAM als ich mein IPAD aufschlug, DAVID BOWIE ist gestern, nur 2 Tage nach der Veröffentlichung seines neuen Albums BLACKSTAR, in New York gestorben. Glauben konnte ich es kaum, denn an diesem Wochenende hatte ich noch sein Album gehört und gesagt: es ist so düster, es ist wie sein Vermächtnis. Es hat mir wirklich Schauer über den Rücken gejagt und ich hatte das Gefühl, dass er sich verabschiedet. Den Titel BLACKSTAR habe ich beim ersten Mal gar nicht fertig hören können, so anstrengend traurig fand ich dieses Lied.

Sein Sohn, der Regisseur DUNCAN JONES (*1971) hatte es kurz zuvor über Twitter mitgeteilt und gebeten, die Familie in Ruhe trauern zu lassen. David Bowie (David Robert Jones) ist gestern im Kreis seiner Familie seinem Krebsleiden erlegen. Er hinterlässt neben seinem Sohn Duncan Zowie Haywood Jones auch seine Frau, das Model Iman und die gemeinsame Tochter Alexandria Zarah (*2000).

Jetzt wissen wir warum, dieses Album eine düster wirkende Zeitreise durch Landschaften seiner Alben ist, mit vielen Bildzitaten versehen – und musikalisch doch wieder ganz neu, nicht rockig, nicht poppig, sondern von Jazz & HipHop inspiriert. DAVID BOWIE hat uns zu seinem 69. Geburtstag tatsächlich dieses letzte Album BLACKSTAR (→ amazon*) als Vermächtnis hinterlassen.

BLACKSTAR ist experimentell, kompromisslos– und, wie mir jetzt klar wird, schonungslos. Bis zuletzt hat Bowie daran gearbeitet, hat noch einmal alles gegeben, auch sich nicht geschont, um seine Inspirationen und seine unendliche Kreativität in ein – wieder komplett neues – Werk zu packen. Anstelle eines selbstgefälligen Best Off Albums leichter Hits, verlässt er seine Fans und die Welt mit einer neuen Herausforderung an seine Musik, ein schweres, düsteres und unglaublich spannendes Album. Ein würdiger Abschied für einen großen Musiker, anders kann man es nicht sagen.

SPACE ODDITY

Zu Weihnachten hatte ich dieses Mal für den TP, für den Bowie ein ganz wichtiger musikalischer Begleiter war, anlässlich des neuen BLACKSTAR Albums einen Geschenketisch unter dem Motto SPACE ODDITIY kreiert.  Zwar wusste man, dass Bowie schon einmal vor Jahren einen Herzinfarkt erlitten und früher ein wirklich wildes Leben geführt hatte, dass er aber tatsächlich mit dem Erscheinen seines neuen Albums würde selbst gehen müssen, konnte niemand außenstehendes ahnen.

ZOGGY STARDUST & SPACE ODDITY | Remember David Bowie

So bekommt dieser Weihnachtstisch, angesichts seines Todes, noch einmal eine besondere Bedeutung. In den TP-Adventskalender hatte ich dieses Mal jeden Tag auch einen Liedtext von Bowie gesteckt. Das finde ich gerade irgendwie fast unheimlich. Ich bin wirklich sehr betroffen von dem überraschenden, zu frühem Tod. Wenn ich mich an dieses Weihnachten erinnere, werde ich immer daran denken, dass es das Weihnachten von Bowies letzem Album und einem kurz darauf erfolgten Tod war.

 

EIN GROSSER KÜNSTLER IN VIELEN BEREICHEN

26 Soloalben hat David Bowie seit 1967 geschaffen und dazu noch bei zahlreichen musikalischen Kooperationen mitgewirkt. Als Schauspieler hinterlässt er ein großes Werk mit mindestens 25 Filmen, an denen er gespielt hat. Auch als Maler hat er zahlreiche Bilder geschaffen. Musiker, Schauspieler, Maler, er war ein Mensch, ein Künstler, dessen riesige Kreativität immer wieder neue Kanäle brauchte.

Immer wieder hat er sich neu erfunden, Kunstfiguren geschaffen – und sich wieder gehäutet, um mit neuen Ideen und Visionen zu überraschen. Menschen wie er sind Ausnahmeerscheinungen, die unser Leben und unsere Kultur sehr bereichern.

BOWIE & BERLIN

Retroperspektive Bowie in Berlin August 2014

Die große Retroperspektive über Bowie 2014 in Berlin war für mich ein wirklich beeindruckendes Erlebnis, aber auch für meinen Sohn, der ja nun schon weit weg vom Glamrock der frühen Rockgeschichte ist. Auch Bowie verband viel mit Berlin und seine „Berliner Zeit“ hat seine Musik geprägt.  In meinem BEITRAG vom August 2014 über meinen Trip nach Berlin, findet ihr ein klein wenig zu meinem Ausstellungsbesuch, wenn man auch darin nicht fotografieren durfte.

Immer hat er viel widersprüchliches in sich vereint. So wissen viele, welch wilde Jahre er in Berlin gemeinsam in den späten 1970ern mit Iggy Pop durchebt hat, Partyleben und Drogenentzug… Aber die wenigsten wissen, dass er in dieser Zeit zum alleinerziehenden Vater für seinen Sohn Duncan wurde. 1980 wurde die Ehe von der Mutter seines Sohns, Angela Barnett, geschieden und Bowie erhielt das alleinige Sorgerecht. HIER findet ihr ein  wirkliches interessantes Statement zu Duncan Jones Kindheit und wie er die Berliner Jahre empfand. „Welthauptstadt des Heroins“ nannte Bowie Berlin zu dieser Zeit in einem Interview.

ÜBERRASCHENDER TOD

Dass er seit 1 1/2 Jahren einen schweren Kampf gegen den Krebs geführt hat, konnte er gut verbergen. Auch wenn sein Album für mich bereits wie ein Vermächtnis klang, habe ich doch niemals damit gerechnet, heute die Nachricht von seinem Tod zu erhalten. Ich bin wirklich tief berührt und traurig. Meine Gedanken sind mit seiner Familie, R.I.P.  David Bowie.

Mich macht sein Tod sehr traurig; in dieser Welt wird man ihn vermissen. Er war einer der Menschen, die unserer Erde Farbe und Inspiration gegeben haben. David Bowie wird fehlen und nicht vergessen werden!

Verbindet auch euch etwas mit Bowie? Zumindest die älteren unter euch dürfte seine Musik, wenn vielleicht auch nur entfernt, ja irgendwie begleitet haben.

Euer stylepeacock

Chris

Nachgedanke am Abend: Es ist wirklich wohl so, dass er unbedingt noch dieses Album zu Ende bringen wollte, es ist ja auch recht kurz, mehr ging wohl nicht mehr. Als es fertig war, hat er die Bühne verlassen 🙁 Gerade so, wie er immer wieder sein Alter Ego verlassen hat, nur, dass er diesmal nicht mehr mit einer neuen Überraschung wiederkehrt… Sein Tod hinterlässt eine wirkliche Lücke in unserer Welt und unserer Kultur.

Awesome
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6 Kommentare

  1. Mein Mann und ich sind auch sehr traurig. Wir lieben seine Musik. Er musste zu früh gehen……Liebe Grüße Kristina

  2. Ground Control to Major Tom
    Ground Control to Major Tom
    Take your protein pills and put your helmet on

    Ground Control to Major Tom
    Commencing countdown, engines on
    Check ignition and may God’s love be with you

    Spoken:
    Ten, Nine, Eight, Seven, Six, Five, Four, Three, Two, One, Lift-off

    This is Ground Control to Major Tom
    You’ve really made the grade
    And the papers want to know whose shirts you wear
    Now it’s time to leave the capsule if you dare

    This is Major Tom to Ground Control
    I’m stepping through the door
    And I’m floating in a most the peculiar way
    And the stars look very different today

    For here
    Am I sitting in a tin can
    Far above the world
    Planet Earth is blue
    And there’s nothing I can do

    Though I’m fast one hundred thousand miles
    I’m feeling very still
    And I think my spaceship knows which way to go
    Tell my wife I love her very much (she knows!)
    Ground Control to Major Tom
    Your circuit’s dead, there’s something wrong
    Can you hear me, Major Tom?
    Can you hear me, Major Tom?
    Can you hear me, Major Tom?
    Can you hear….

    Here am I floating ‚round my tin can
    Far above the Moon
    Planet Earth is blue
    And there’s nothing I can do

    David Bowie – Major Tom Lyrics | MetroLyrics

    … mehr kann ich dazu nicht sagen. Ein großer Schmerz!

    • Danke, das ist eine schöne Ehrerbietung an ihn. Ich hatte dieses Jahr für meinen TP im Adventskalender zu jeder Sache einen Liedtext von Bowie, natürlich auch diesen. Aber dennoch hat mich sein Tod nur 2 Tage nach Erscheinen von BLACKSTAR heute morgen echt umgehauen. Ich klappe mein Ipad auf und sehe direkt die Anzeige, die gerade auf instagram erschienen war. Ein trauriger Tag 🙁

      • Mich auch – ich steh echt neben mir. Ich kam noch nicht einmal dazu, sein neues Album zu hören… aber Hut ab: kreativ bis zum Schluss.

        Ich hab es in den nachrichten von Spreeradio Berlin gehört – die senden aus den Studios in denen David Bowie „Heroes-Helden“ damals aufgenommen hatte. Der Moderator Jochen Trust kannte ihn auch und war am Radio sichtlich geschockt. Und dann spielte er „Heroes“ *gänsehaut*

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