KENNZEICHNUNG VON BEITRÄGEN? WAS IST WERBUNG? SO GEHT’S…

23

Deko Trend 2017_728x90

KENNZEICHNUNG(SWAHN) ODER TRANSPARENZ?

Welche Kennzeichnung muss mein Beitrag haben? Ist es bereits Werbung, wenn ich das Produkt gestellt bekomme? Oder handelt sich erst um Werbung, wenn man mich für den Blog Post bezahlt? Ist es vielleicht sogar Werbung, obwohl ich die Sachen selbst gekauft habe, aber die Marke lobe?

Richtige Kennzeichnung von Beiträgen, Blog Posts und Instagram

Ich weise hier gleich am Anfang darauf hin, dass dieser Beitrag auf meinem persönlichen Kenntnisstand beruht und keine rechtsverbindlichen Aussagen enthält. Ich bin kein Jurist und gebe die Dinge so wieder, wie ich sie recherchiert und verstanden habe.

EIN MONSTER NAMENS ABMAHNUNG

Derzeit geistert ein besonderes Monster durch die Blogger- & Influencer Welt. Es handelt sich um den Schrecken der Abmahnung. Keine oder vielleicht nur falsche Kennzeichnung? Der Abmahnanwalt ist dir auf den Fersen. Diese besondere Spezies der Juristen hat in Bloggern und Influencern eine neue Einnahmequelle gefunden. Doch so jung wie die Bloggerwelt auf die Menschheitsgeschichte betrachtet ist, so groß ist die Rechtsunsicherheit, was Kennzeichnung betrifft. Selbst Blogger, die Kennzeichnung gar nicht umgehen wollen, wissen oft einfach nicht, was gefordert ist. Zudem ändern sich hier auch die Regeln ständig, neue Urteile werden gefällt und andere Verordnungen geschaffen.

VERWIRRUNG ODER DURCHBLICK VIA KENNZEICHNUNG?

Vielfach macht die neue Kennzeichnung die Dinge aber nicht wirklich klarer. Hierzu hatte ich mich auch bereits im Beitrag „WERBUNG? ANZEIGE? SPONSORED? IRREFÜHRENDE TRANSPARENZ?“ geäußert. Meiner Meinung nach sind viele der nun geforderten Arten der Kennzeichnung eher unsinnig, aber leider offenbar nötig.

Auch Artikel für die man nur das Produkt, aber kein Honorar erhalten hat, müssen nun mit dem Wort „WERBUNG“ oder „ANZEIGE“ gekennzeichnet sein. Ich halte diese Ausdrücke als Kennzeichnung gar nicht für förderlich, eher für missverständlich. Ein einfaches „PR SAMPLE“ sagt doch viel klarer, um was es sich handelt. Mittlerweile bin aber auch ich dazu übergegangen, Beiträge mit PR Samples als „Werbung“ oder „Anzeige“ zu kennzeichnen.

Richtige Kennzeichnung von Beiträgen, Blog Posts und Instagram

SCHON ABGEMAHNT WORDEN?

Abmahnungen können richtig teuer werden und sie treffen durchaus auch den kleinen Blogger, der sich keiner Schuld bewusst ist. Auf der anderen Seite gibt es viele große Blogger und Influencer, die immer noch wenig oder gar nicht kennzeichnen und damit offenbar durchkommen. Eine Abmahnung stürzt einen Kleinverdiener schnell in echte Verzweiflung.

Dennoch sehe ich auch eine Tendenz großer Blogger und Influencer plötzlich deutlich zu kennzeichnen – vor allem auf Instagram. Hier mag vielleicht der eine oder andere schon böse und teure Post erhalten haben.

 

KENNZEICHNUNG FÜR ALLES?

Viele Blogger, die gerne transparent arbeiten möchten, sind mittlerweile so verunsichert, dass sie damit beginnen, einfach fast alles zu kennzeichnen. Zu viel Kennzeichnung kann aber genauso falsch wie zu wenig sein.

Nach meinem Rechtsempfinden liegt keine Werbung vor und ist somit keine Kennzeichnung nötig, wenn man nicht in Vereinbarung mit einem Unternehmen handelt. Es sind keine Produkte gestellt bekommen und es fließt auch kein Geld für den Beitrag? Hier eine Marke zu nennen, bringt keinen persönlichen Profit, sondern hat nach meiner Meinung einen informellen, also redaktionellen Charakter.

Wer nun meint, es sei einfach sicher alles zu kennzeichnen, kann möglicherweise genau hierfür abgemahnt werden. Denn wo alles als Werbung deklariert wird, verliert die Kennzeichnung ihren informativen Charakter. Ein Nasenring und blaue Haare mag für manchen Bürger erschreckend sein. Wenn aber jeder einen Nasenring und blaue Haare trägt, verliert diese „Kennzeichnung“ ihren Schrecken, und somit die eigentliche Aussage.

Richtige Kennzeichnung von Beiträgen, Blog Posts und Instagram

ZU VIEL KENNZEICHNUNG? GIBT’S DAS?

Wie also soll der Leser noch feststellen, was wirklich in Kooperation entstanden ist, wenn alles als Werbung deklariert wird? Ja, man kann auch zu viel kennzeichnen und dadurch Gefahr laufen, abgemahnt zu werden. Man hat die Pflicht, eindeutig und transparent zwischen redaktionellen und werblichen Inhalten zu unterscheiden.

KENNZEICHNUNG! WIE MACHE ICH ES RICHTIG?

Hier fasse ich euch nun nach meinem augenblicklichen Kenntnisstand – und wie ich die Rechtslage derzeit verstehe – zusammen.

KENNZEICHNUNG BEI BLOGPOSTS

Wie also kennzeichne ich meine Blogposts nun so, dass ich nicht abgemahnt werde und meinen Lesern eine transparente Darstellung gebe? Wichtig ist es stets, den Leser bereits am Anfang zu informieren, wenn eine Kooperation, als nach Gesetzeslage „Werbung“, vorliegt.

BLOGBEITRAG MIT PR SAMPLE

Blogbeiträge für die ich PR Samples zur Verfügung gestellt bekommen habe, versehe ich nun mit einer solchen Kennzeichnung:

  • WERBUNG | PR SAMPLE (oder umgekehrt)
  • PRSAMPLE | ANZEIGE
  • BEINHALTET WERBUNG | PRSAMPLE

 

PR Sample ist hier nicht Pflicht, aber ich möchte meinem Leser Klarheit darüber geben, welche Form der Kooperation hier besteht. „Werbung“ oder „Anzeige“ reicht aus. Wichtig ist, dass für den Leser am Anfang des Textes ersichtlich ist, dass hier eine Kooperation mit einem Unternehmen besteht. Sei es, dass Produkte zur Verfügung gestellt wurden, bzw. Werbung beinhaltet ist. Wie früher oft praktiziert, ist es nun nicht mehr genug unter dem Blogpost ein kleines „PR SAMPLE“ oder „in (liebevoller) Zusammenarbeit mit…“ anzubringen.

HONORIERTE BEITRÄGE

Erhalte ich ein Honorar für meinen Beitrag, weise ich dies gerne als „Sponsored Post“ aus. Doch unser Staat hält den deutschen Bürger offenbar nicht für fähig, den Sinn dieser Worte zu erfassen. Englischsprachige Bezeichnungen wie diese – oder auch „Advertorial“, kurz „Ad“ werden nicht als eindeutig genug angesehen. Daher ist es gefordert, solche Artikel mit dem Wort „WERBUNG“ oder ANZEIGE“ am Anfang des Texts zu versehen.

Hierfür sind solche Wendungen besonders ratsam, die beschreiben, dass hier eine Bezahlung für den Post vorliegt:

  • SPONSORED POST | WERBUNG
  • ANZEIGE | SPONSORED POST
  • Werbung (oder Anzeige) | In (wunderbarer/freundlicher/herzlicher) Zusammenarbeit (oder Kooperation) mit XY
  • Einfach nur WERBUNG oder ANZEIGE

 

FACEBOOK-POSTS RICHTIG DEKLARIEREN

Kennzeichnung von Facebook-Posts? In Kooperation entstandene Blog Beiträge, die man auf Facebook teil, sind auch dort direkt als solche kenntlich zu machen. Der Besucher soll vor dem Klick auf den Beitrag informiert sein, dass dieser auf einer Zusammenarbeit beruht.

Kooperation bei Facebook deklarieren

Postet man den Beitrag direkt auf der eigenen Unternehmensseite bei Facebook kann man nun direkt über einen Button auswählen, mit welchem Unternehmen man hier kooperiert.

Kooperation bei Facebook deklarieren

Ich bevorzuge es dennoch trotz Facebook-Deklaration auch am Anfang des Teasers noch einmal auf den „werblichen“ Inhalt hinzuweisen.

Teile ich einen Beitrag über einen Share-Button direkt vom Blog, kann ich dies nicht mit der Kooperationsoption verbinden. Hier deklariere ich selbst und deutlich sichtbar den Beitrag.

 

Kooperation bei Facebook deklarieren

Diese Option der ausschließlich eigenen Kennzeichnung bevorzuge ich gerne bei reinen PR SAMPLES. Der Facebook-Button besagt, dass es sich um einen bezahlten Beitrag handelt, was hier aber gar nicht stimmt. Mir wurden lediglich Make-Up Produkte zum unverbindlichen Testen zugesendet. Es gibt in hier auch keine Vereinbarung über einen Blog Post im Gegenzug.

TWEET YOUR MESSAGE OR BLOG POST

Ob ihr nun einen Link zu eurem in Kooperation entstandenen Blogpost oder einen direkten Kauflink, sprich Affiliatelink twittert, eine Kennzeichnung würde ich angesichts der aktuellen Sachlage auch hier empfehlen. Schwierig wird es, wenn man durch Plug-Ins oder Social Media Plattformen Beiträge automatisch per Twitter teilt.

Gibt es die Möglichkeit hier einen Share-Text festzulegen (z.B. über das Plugin YOAST), kann man diesen entsprechend beginnen lassen, wie z.B. [anzeige]oder wie hier [pr sample | beinhaltet werbung].

Kennzeichnung - Tweet the Post

#WERBUNG #ANZEIGE? HASH THE TAG?

Natürlich darf man auch über ein Hashtag auf die werblichen Inhalte aufmerksam machen, Pflicht ist dies jedoch nicht. Wichtig ist die Deklaration in verständlichen Worten, nicht als Hashtag.

PIN THE POST

Pinterest – eine noch recht jungfräuliche Baustelle in Deutschland. In unserem Land ist diese Plattform gerade erst dabei sich richtig zu entfalten und hat noch einigen Nachholbedarf an Rechtsklarheit. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, auch hier den Text zum Bild im Fall einer Kooperation um eine Erklärung zu erweitern.

Kennzeichnung von Kooperationen auf Pinterest

Ob man diese, wie ich, in Klammer setzt, groß oder klein schreibt, mit Hashtag versieht oder nicht, spielt keine Rolle. Wichtig ist alleine die Verständlichkeit der Botschaft – so wie es gefordert wird. Wie (miss)verständlich dies wirklich ist, habe ich bereits in einem Beitrag zuvor erörtert.

HEUTE SCHON GEKENNZEICHNET?

Wie sieht es bei euch aus? Wenn du ein Blogger oder Influencer bist, ist dir auch aufgefallen, dass die Kennzeichnung eine große Bedeutung bekommen hat? Wie hältst du es damit?

 

Richtige Kennzeichnung von Beiträgen, Blog Posts und Instagram

WAS WÜNSCHT IHR EUCH FÜR EINE KENNZEICHNUNG?

Wie geht es den Followern und Lesern? Findet ihr diese Art der Kennzeichnung sinnvoll? Fühlt ihr euch richtig informiert, wenn an einem Blog „WERBUNG“ steht, weil ein Produkt zugeschickt wurde? Ist es für euch wichtig zu erfahren, um welche Art der Kooperation es sich handelt? Ist es nur ein PR Sample oder ein bezahlter Beitrag? Oder ist für euch alles Werbung oder vielleicht gar keine?

Entdeckt mehr Beiträge rund ums Bloggen, Selbständigkeit, Versicherung, Steuer, Affiliate, Mehrwert. Kooperationen… hier in meiner Kategorie „BLOGGGING TIPPS“.

Nervt vielleicht diese Deklaration sogar? Findet ihr es wichtig oder eher albern, wenn nun vor jedem gezeigten Produkt Werbung steht, sobald es nicht bezahlt wurde? Mich interessiert eure Meinung als Follower und auch als Blogger. Wie denkt ihr darüber?

Ich hoffe mein Beitrag hat ein bisschen Licht in den Dschungel der Kennzeichnung gebracht und bin gespannt auf eure Meinungen!

 

Euer stylepeacock


Chris

Share.

23 Kommentare

  1. Danke für diesen ausführlichen Beitrag, der mir aus der Seele spricht. Als Leser schreckt mich die Werbekennzeichnung ab in der Art, in der sie gehandhabt werden soll.
    Als Blogger schrecken mich solche Bestimmungen ab, überhaupt Kooperationen einzugehen, denn wenn ich selbst abgeschreckt werde, einen Beitrag, der als Werbung deklariert ist, zu lesen, sind es meine Leser bestimmt auch.
    Dennoch kann ich das Dilemma der Bezeichnung verstehen im Zusammenhang mit Schleichwerbung. Sehr schwierig dieses Thema.
    Sobald aber ein eigener Wirtschaftszweig davon profitiert, dieses Thema zu pushen (Firmen und Anwälte durch Abmahnungen und Beratung für Blogger) wird die Sache kritisch und nicht besser.
    My two cents…
    LG,
    Steph

  2. Hallo liebe Chris,
    erstmal vielen vielen Dank für diesen informativen Beitrag. ich bin jetzt auf jeden Fall schlauer als vorher. Mir macht das alles so eine krasse Angst. Ich weiß gar nicht mehr wo mir der Kopf steht. besonders auf Instagram… Das ist doch alles krank, mit der ganzen Werbekennzeichnung…
    Ich wünsche dir einen schönen Abend
    Liebe Grüße
    Julia
    http://www.aboutjulia.de

    • Liebe Julia, ja, ich finde es auch echt so übertrieben. Erwachsene menschen sollten sich sowieso eine eigene Meinung bilden und „Kinder“ schützt man nicht duch das Wort Werbung, das ja sogar oft eher fälschlich ist. Medienerziehung wäre angebrachter, denn einem teenie ist es egal, ob da wErbung steht, wenn sie den Duschschaum des Teeniebloggers kaufen wollen. Und kleine Bloggern große finanzielle Strafen aufzuhalsen, steht wirklich in keiner Relation.

      LG
      Chris

  3. Liebe Chris,
    mich nervt es mittlerweile auch echt heftig. Wie so oft trifft es hauptsächlich die Kleinen und das ist wohl kaum fair. Ich kennzeichne auch, ob als PR-Sample, Werbung, Affiliate Links oder Bezahlte Partnerschaft, je nach Artikel. Aber wie Du schon selbst sagtest, besser wäre eine allgemeine Aufklärung und Medienerziehung besser und sinnvoll, denn ob nun ein Produkt wirklich gekauft wird hängt sicherlich nicht am Wort WERBUNG oder ähnlichem.
    Liebste Grüße
    Mo
    http://www.just-take-a-look.berlin

  4. Vielen Dank für diesen Beitrag. Ehrlich gesagt nervt es mich total, wenn überall ein Anzeige/Werbung steht. Insbesondere die Kennzeichnung von SELBSTGEKAUFTEN Produkten verstehe ich überhaupt nicht! Daher verlinke ich bei Instagram inzwischen kaum bis gar keine Marken mehr, es sei denn, es handelt sich tatsächlich um eine Kooperation.

    Liebe Grüße

    Svenja von http://www.lovelysuitcase.de

    • Liebe Svenja, das Kennzeichnen als Werbung, nur weil man die Firma verlinkt, halte ich z.B. auch für völligen Unsinn. Das ist eine Info, man verlinkt ja nicht auf einen Shop, wo gekauft wird und man dran verdient. Und Leute, die alles als Werbung bezeichnen, auch selbst gekauftes, werden wahrscheinlich die neuen Abmahnopfer, denn falsches Kennzeichnen als Werbung ist auch verboten 🙁
      LG
      Chris

  5. Hallo liebe Chris, ganz lieben Dank für Deinen tollen Beitrag mit all den vielen Hinweisen / Tipps.
    Das Thema ist einfach so kompakt, wie unsere Bürokratie in Deutschland.
    Das Leben könnte doch so einfach sein. Naja da müssen wir nun alle durch.

    Wünsche Dir ein fantastisches Wochenende.

    Liebe Grüße
    Caroline | http://www.modesalat.com

  6. Hallo Chris,
    ich finde, dass bei diesen Abmahnungen jegliche Relation fehlt. Ob das jetzt Abmahungen wegen „unzureichender“ Kennzeichnung von Werbung ist, oder der Verwendung von Bildern unter CC0 Lizenz (die dann von Abmahnalwälten eingestellt werden um Kohle zu scheffeln).
    Dafür, dass das Netz international ist, gibt es bemerkenswert wenige bzw. gar keine international geltenden Regelungen bzgl. Kennzeichnung. Auch welches Gewerbe ich fürs Bloggen anmelden muss ist von Land zu Land unterschiedlich, auch wenn ich in Land A genau das gleiche mache wie in Land B.
    Ich würde mir da einheitliche Regelungen wünschen. Zumindest mal innerhalb der EU und dass nicht jedes Land sein eigenes Süppchen kocht. Zu solchen Themen findet man nämlich fast nur deutsche Artikel, die Rechtslage sieht in Ö ja wieder etwas anders aus.

    LG, Daniela

    • Ja, es ist einfach nur eines – verwirrend. Und auch, ob eine solche Abmahnung rechtens ist, entscheidet ja bereits wieder jedes Gericht anders. ich finde, der „Stand“ des Abmahnanwalts gehört verboten. Das hat doch mit Juristenehre nicht mehr zu tun.

      LG
      Chris

  7. Hallo Chris,

    es ist wirklich wie im Wald mit vielen Bäumen und man sieht nichts mehr. Ich kennzeichne mittlerweile glaube ich schon zu viel. Dass dies auch ein Fehler sein kann, das habe ich erst jetzt durch den Beitrag erkannt. Ich kennzeichne sogar teilweise Bloggerevents, wenn ich von einer Beauty-Firma eingeladen wurde und deren Produkte im Beitrag vorstelle, weil ich einfach nicht mehr weiß, ob es nun nötig ist oder eben nicht.

    Ich finde es gut, dass Facebook mittlerweile den Button eingeführt hat. Bei Instagram soll dies ja auch so sein, aber bei mir klappt dies noch nicht.

    Liebe Grüße

    Christine

  8. Hallo Chris,
    was für tolle Tipps, jetzt weiß ich endlich, wie ich meine Blogbeiträge „richtig“ kennzeichne,
    ich finde es super, dass man jetzt nur noch Anzeige oder Werbung dazu schreiben muss, wenn man etwas gratis geschickt bekommen hat. Trotzdem finde ich es immer noch ein bisschen schwierig zu entscheiden, zwischen bezahlten oder nicht bezahlen Beitrag, da ja davor immer Anzeige oder Werbung davor stehen (muss). Dies sorgt meiner Meinung nach, ein bisschen für Verwirrung. Toller Beitrag & tolle Bilder!

    Liebe Grüße Alina

    • Liebe Alina, es freut mich, dass ich da ein bisschen weiterhelfen konnte. Ja, genau das finde ich eben auch, ich denke bei PR Samples, würde z.B. auch dieses Wort eigentlich völlig ausreichen.

      LG
      Chris

  9. Liebe Chris, vielen Dank für diesen informativen Beitrag!
    Das mit der Kennzeichnung ist so schwierig, es wäre gut, wenn ein einheitlicher Standart herausgebracht werden würde. Bei den Rechtsanwälten sagt auch der eine so und der Andere so. Da kennt man sich irgendwann gar nicht mehr aus 😀 Das mit den Abmahnungen bei den Kleinen finde ich total dumm, sollten doch mal bei den Großen anfangen, wo nur mehr ungekennzeichnete (oder nicht ausreichend gekennzeichnete) Werbung zu finden ist!

    Liebe Grüße,
    Jessi
    http://moredolcevita.at

    • Liebe Jessi, ich denke, es trifft oft die Kleinen, weil sie leichtere Opfer sind und weniger mittel haben sich zu wehren. richtig große Blogger werden oft durch Agenturen vertreten, die sind sicher nicht so leicht einzuschüchtern. Gerecht ist das sicher nicht.

      LG
      Chris

  10. Das mit der Kennzeichnung ist echt wahnsinnig undurchsichtig, es ist langsam mal an der Zeit, dass die Politik da was macht und Gesetze erlässt, an die man sich auch im Internet halten kann. Das gibts immerhin nicht erst seit gestern. Und es ist wirklich schade, dass so viele Blogger nicht kennzeichnen, weil sie Angst davor haben, dass die Views einbrechen. Das konnte ich bisher gar nicht feststellen und ich hab auch noch nie einen Beitrag weggeklickt, weil Werbung drüber stand.

    Liebst Daniela
    von http://cocoquestion.de

  11. Liebe Chris, danke für deinen informativen und ausführlichen Beitrag!
    „Viele Blogger, die gerne transparent arbeiten möchten, sind mittlerweile so verunsichert, dass sie damit beginnen, einfach fast alles zu kennzeichnen.“ Ich muss dir ehrlich gestehen, ich gehöre auch derzeit zu denen, die einfach mehr als verwirrt sind. letztens hat eine Bloggerin auf Instagram eine gute Aussage getätigt: und zwar die Kennzeichnung in Magazinen. Denn verkaufte Werbung steht zwar als Anzeige da, aber was ist wenn Redakteure Werbung für diverse Produkte machen, die ist schließlich auch nicht gekennzeichnet als PR Sample oder sonst irgendwas. Und ich kann es irgendwie nicht ganz nachvollziehen, warum ich es als Werbung anführen muss, wenn ich mir das Produkt selber gekauft habe aber so schwer begeistert bin, dass ich es anderen weiter empfehlen möchte. Ich verdiene dadurch nix, da ich es nicht im Auftrag der Firma mache, sondern lediglich meine Meinung abgeben möchte.
    Wie gesagt, ich tue mir momentan mit der Kennzeichnung wirklich schwer :-/
    glg Karolin
    https://kardiaserena.at

    • Liebe Karolina, so sehe ich das auch. Auch was in Sendungen uns an Produkten (und zwar gegen Cash) uns untergejubelt wird, ist nicht einzeln gekennzeichnet. Ja, und klar, in einer Glamour oder ähnlichen Magazinen sind auch die vorgestellten Produkte letztendlich vereinbarte Werbung, viel mehr als die persönliche Meinung eines Bloggers zu einem Produkt. Ich finde das auch alles sehr unklar und die Höhe von Abmahnungen steht ja auch in keiner Relation zur „Tat“, wenn man überhaupt von einer sprechen kann.

      LG
      Chris

  12. liebe Christina,
    das ist ein sehr informativer und hilfreicher Beitrag. inzwischen macht sich in der sozio-medialen Welt eine solche Angst und Panik vor Abmahnungen breit, dass man schnell dazu neigt, ALLES zu kennzeichnen! dass aber auch das gefährlich ist, hast du ja eben falls geschrieben. mitterweile ist es echt erschreckend, was beim Bloggen, was einmal als Hobby ins Leben gerufen wurde, alles beachten muss.

    hab eine schöne Woche,
    ❤ Tina von http://liebewasist.com

    • Liebe Tina, ja, zumal es ja wirklich reichlich unklar ist, was denn nun wirklich richtig ist. Ich finde, dieses direkte Abmahnen mit finanzieller Konsequenz gehört verboten. Es kann doch nicht sein, dass die Unwissenheit von menschen, die vielfach einfach nur ein Hobby pflegen, so benutzt wird, um Gewinn zu machen.

      LG
      Chris

  13. Wäre den ein „BLOGBEITRAG MIT PR SAMPLE“ auch Werbung? Ich hatte mal bei Herrn Rechtsanwalt Schwenke gelesen, dass man da unterscheidet. Wenn man ganz unverbindlich ein PR Sample zugeschickt bekommt, ohne dass ein Artikel erwartet wird, dann ist das keine Werbung. Und wenn es irgendwelche Anforderungen gibt, dann ist es in der Regel (da es sich oft um günstige Waren handelt) nur eine Produkthilfe, die man aber eigentlich auch nicht kennzeichnen muss, außer vielleicht mit einem transparenten „Dieser Artikel wurde mir von XY zur Verfügung gestellt“.
    Insgesamt finde ich eine deutliche Kennzeichnung sehr gut und ich finde es auch sehr gut, dass man eben nicht dieses #ad irgendwo an Stelle 30 in den Hashtags suchen muss. Aber ich finde auch, dass irgendwer mal eine klare Definition festlegen sollte, da Werbung nicht gleich Werbung ist, aber Werbung oft immer gleich gewertet wird. Wenn ich ein Produkt geschenkt bekomme und davon als Blogger berichten möchte, dann hat es nicht den gleichen Wert, als wenn ich für einen Artikel bezahlt werde. Genauso sehe ich Unterschiede, wenn ich eine aktive Kooperation mit einem Unternehmen machen möchte oder oder oder…
    Ich würde es gut finden, wenn man mehr unterscheiden würde und wenn man diese Unterscheidung dann auch in allen Plattformen gleich anwenden kann und die Leser dann auch wirklich nachvollziehen können, was hier eigentlich gerade passiert und wie sie diese Werbung, Produkthilfe oder Unterstützung zu werten haben.
    Schöner Artikel. .)

    • Hallo Pascal, ja, genau so sehe ich das auch. Ich habe mich auch lange gegen ein Werbung bei PR Sample geweht und es nur als Pr Sample deklariert, denn genau das ist es und dazu gibt’s meine eigene Meinung über das Produkt – ohne Absprachen. „Werbung“ impliziert eine vorgegeben positive Meinung, aber ich teste die Sachen ja, ich schreibe keine „Werbung“ im Auftrag des Unternehmens, nicht einmal bei sponsored Produktreviews.. Deswegen ist dieser zunehmende Druck alles als Werbung zu deklarieren eben echt verwirrender als sinnvoll.ich fände auch einen Katalog gut mit festgelegten Definitionen. Die werden eingefügt und jeder kann bei Bedarf nachschlagen, was dies genau bedeutet und fertig. Danke für deinen ausführlichen, tollen Kommentar!
      LG
      Chris

  14. Ich finde es unfassbar nervig dass ausgerechnet an dieser Stelle – also eigentlich bei den kleinsten Fischen im Netz – Abmahnungen unterwegs sind. Und ich finde dass man damit Deutschland so stark ins Hintertreffen international wirft! Die großen internationalen Blogger werfen ein #ad ganz an Ende der Beiträge hin, und hier muss es auch noch „Werbung“ oder „Anzeige“ heißen?!!! Wenn, dann sollte man sich im sowieso internationalen Netz auch #sponsored und #ad angleichen. Und wenn ich mir eine xbeliebige Zeitschrift rausgreife, dann finde ich es eher bedenklich wie schlecht diese im Vergleich kennzeichnen, und das obwohl sie zwingend mit jeder verkauften Ausgabe Geld verdienen, während der Blogger dies nicht mit jedem Artikel automatisch tut. Außerdem erhöht man ggf die Hemmschwelle bei Leuten, sich auf das Bloggen o.ä. einzulassen – ist das wirklich in unserem Interesse als Gesellschaft? Ich finde diese verregulierte Denke schrecklich und wünsche mir stattdessen für Schulkinder ab der 5. ein Fach „Verbraucherwissen“ in dem sie aufgeklärt werden über Werbung, Verhalten im Internet (auch zum Schutz der jungen Privatsphären!), Versicherungen, Bankensystem und co – so dass sie als mündige Verbraucher auftreten können statt dem verstaubten Deklarationswahn nachzuhängen um vermeintlich „beschützt“ zu sein…

    • Ja, genau so ist es. ich finde auch, das ist doch Entmündigung des Bürgers. Unsere Welt und Gesellschaft ist eine des Konsums und dieses Jagen armer kleiner Blogger ist absurd. Heidi Klum stopft ihre gesamte Sendung voll Produktwerbung. Da sagen die künftigen „Models“ schön langsam im lausigen Laienspiel: „Möchtest du auch einen Teeeeeee?“ während die Kamera auf den Teebeutel fährt und unendliche 4sec die Marke einblendet. Danach werden sich vorm Bettchengehen mit dem Rasierer X laut kommentiert die Beinchen rasiert, während die Kamera über diverse Schminkprodukte auf dem Waschtisch fährt. Steht da ein Button „WERBUNG“ im Bild? Danach kommt dann der „Schminkeinspieler“ mit just jener Marke zur Vertiefung. Ich möchte nicht wissen, was für diese Placements und diesen Werbeplatz bezahlt wird. Da reicht es, wenn überhaupt, dass irgendwo im Abspann steht, dass die Sendung mit Produktunterstützung finanziert wurde. Warum reicht es nicht, wenn in meinem Impressum steht, ass ich auch Kooperationen eingehe oder so etwas? Es ärger mich über einen persönlichen Beitrag WERBUNG zu schreiben, weil ich den Lippenstift mal irgendwann geschickt bekommen habe.
      Frau Klum hat übrigens vor Jahren, als die meisten Menschen wirklich noch gar kein Bewusstsein für Internet- & Bildrechte hatten, einen armen kleinen Dorfdiscoveranstalter auf mehrere Hundertausend verklagt, weil er naiv ein Bildchen aus dem Netz einer „hübschen Blondine, wie er meinet auf den Flyer seiner Veranstaltung gedruckt hatte. Sie versuche dann ihr „übliches Honorar“ für so etwas zu erhalten. Am Ende gab es einen Vergleich, aber er musste immer noch ein paar 1000 zahlen, was einen solchen Menschen an die Grenze der Existenz und Lebenslust treiben kann. Ja, Aufklärung und Medienerziehung wären angesagt, denn b der Teenie jeden Bibi Lippenstift nachkauft, hängt nicht davon ab, ob da WERBUNG eingeblendet wird.

      Danke für deinen tollen Kommentar!

      Viele liebe Grüße
      Chris

Reply To Alina Cancel Reply